festivalblues

Schon wieder komme ich nicht dazu mich zu erholen. Im Spaß schreibe ich mit Herrn F. und Herrn B. dass ich ja zum Chiemsee Summer Festival kommen könnte. Als Herr B. mir dann noch ein Ticket für lächerliche 50,-€ besorgt, ist es um mich geschehen. Ganz ohne zu packen verschwinde ich einfach auf der Autobahn und schippere gemütlich die drei Stunden bis an den Chiemsee. Dort fahre ich an den Komfort-Parkplatz, denn ich habe ein Komfortticket bekommen mit allem Luxus den man sich so vorstellen kann und den eigentlich kein Mensch braucht. Hier treffe ich auch Herrn B., der freudig und betrunken mein Ticket übergibt und gemeinsam holen wir mein Festivalbändchen, versprühen etwas Konfetti und ich gönne mir ein Glas Wein.

Auf dem Campingplatz versuche ich Herrn B.’s Level aufzuholen, scheitere aber kläglich als er anfängt Bier zu trichtern. Also geht es zum Festivalgelände. Am Eingang treffen wir Frau A. und Frau M. wieder, die beiden haben wir auf dem Taubertalfestival kennengelernt und sie scheinen irgendwie auch nicht genug zu bekommen. Im Biergarten werden wir dann sesshaft, verweilen ganz entspannt und hören nebenbei SSIO, bis ich mich aufraffe um Freunde aus Heidenheim zu besuchen. Die gammeln auf dem Wohnmobilplatz und es dauert ein ganzes Weilchen, bis wir da ankommen. Herr F. kredenzt brühwarmen Vodka und schon nimmt die Feier ihren Lauf, bis wir uns am späten Abend in Richtung Bands aufmachen. Ich möchte unbedingt Feine Sahne Fischfilet sehen und wir sind natürlich viel zu früh dran. Auf der Hauptbühne spielen Biffy Clyro und während dem Essen gucken wir uns das Konzert an. Leider grottenschlecht und ich bin froh, die sonst immer verpasst zu haben. Im Anschluss müssen wir weiter zum Festzelt und ich armer Hund bin gezwungen mir den Rotz von Ohrbooten anzugucken, während ich am Bierstand verweile. Danach spielen dann aber FFS und der Abriss ist gigantisch. Der Ton könnte etwas besser sein, aber das ist mir dann eigentlich egal, denn die Party im Circle Pit lässt alles vergessen. So kommt es leider auch dass ich erst gegen 04.30 Uhr in mein Bett falle und schon ein paar Stunden später weckt mich die glühende Sonne. Ich stehe auf, nehme eine Kadettdusche und besuche dann wieder meine Genossen, ehe ich mich langsam verabschiede. Am späten Nachmittag fahre ich dann glücklicherweise weiter, denn am Abend wird das Festival evakuiert und abgebrochen, wegen eines verheerenden Unwetters. Da habe ich noch rechtzeitig die Kurve gekriegt und komme ganz ohne Chaos in Richtung Nordwesten, wo schon die nächste Feier auf mich wartet.

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