menschenkurier

Noch vor Sonnenaufgang sitze ich im Kadetten. Frau J. & ihr Göttergatte täten gerne nach Nürnberg gebracht werden. Das erledige ich natürlich gern und bekomme zum Danke sogar eine beinahe menschengroße Flasche Sekt überreicht. Die Autobahnen sind wie ausgestorben und wir kommen pünktlich am Nürnberg Airport an. Die beiden fliegen nun nach Rom und möchten sich dort ein wenig umsehen, bis ich sie in wenigen Tagen dann wieder hier abhole. Ich winke ganz eifrig und setze dann die Fahrt fort.

Es ist noch wahnwitzig früh und ich befürchte, dass einfach noch nichts offen hat, das ich mir gerne ansehen täte. So stelle ich den Kadetten am Hauptbahnhof in Nürnberg ab und marschiere ein wenig durch die Altstadt. Außer ein paar betrunkenen Nachtschwärmern sehe ich jedoch nix und mache mich schnell wieder vom Acker. Ein paar Kilometer später finde ich mich am Dutzendteich wieder. Der liegt neben dem Reichsparteitagsgelände oder besser gesagt sogar auch ein wenig darunter. Hier war ich schon sehr oft, denn jedes Jahr findet hier eines der größten Rockfestivals statt. Heute aber ist hier kaum ein Mensch und auch keine Musik. Ja selbst die Seen beinhalten stellenweise nur wenig Wasser.

Ich streife zu Fuß durch den Park, entlang der Seen wo ich beinahe zehn Jahre in Folge gecampt und verantwortungslos gefeiert habe. Nach einigen Jahren Abstinenz haben wir für dieses Jahr wieder Tickets erstanden und werden im Sommer wieder diesen schönen Flecken Erde unsicher machen.

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