überdosis berlin

Heute bleiben wir ausnahmsweise in Berlin, denn ich war noch nie im Medizinhistorischen Museum und auf den Teufelsberg wollte ich im Januar ja auch schon gehen. So geht es nun mit den Öffentlichen zum Hauptbahnhof und am Invalidenpark zu einem Italiener. Warum genau ich eine Thunfischpizza bestellt habe, weiß ich leider selbst nicht so genau, aufjedenfall aber schmeckt sie sehr gewöhnungsbedürftig.
Dann stolpern wir ein Stück weiter zur Charité, wo sich auch das Medizinhistorische Museum befindet. Rund zwei Stunden sehen wir uns um, ich gucke auf teils wirklich eklige Präparate und habe nun erstmal genug von Krankheiten, Fehlbildungen und mehr. Einen Besuch mag es schon wert sein, aber es würde nicht schmerzen, hätte ich es nicht gesehen. Verstehe nicht so recht warum davon alle immer so schwärmen und den Mist „so krass“ finden. Wahrscheinlich darf deshalb nicht fotografiert werden, sonst würde ja jeder vorab sehen dass das alles nur halb so wild ist.

Das Tagesticket ist nun noch gültig und auf den Teufelsberg möchte ich noch immer. Mit der S-Bahn geht es nach Westend und zu Fuß dann auf den Drachenberg. Hier legte Adolf Hitler 1937 den Grundstein für eine Wehrtechnische Fakultät, welche mangels Geld aber nie fertiggestellt wurde. Stattdessen wurde dann nach dem Krieg das gesamte Areal mit unfassbaren Mengen Schutt und Trümmern aufgehäuft und so entstanden der Drachen-, und Teufelsberg. In den 50er Jahren errichtete die USA dann die Abhörstation auf dem Teufelsberg und nach dem kalten Krieg wurde sie dann nutzlos, diente noch kurz der zivilen Luftüberwachung und steht seither leer. Lange Zeit wurde die Anlage bewacht und in den letzten Jahren kamen dann die Vandalen, die Künstler und Idioten. In nur so kurzer Zeit wurde das Gelände vollkommen heruntergewirtschaftet, alles ist kaputt, verdreckt und mutmaßliche Kunst säumt das gesamte Areal. Inzwischen in Privathand kann man sich den Eintritt in die Abhöranlage erkaufen und bezahlt dafür unverschämte 8,-€. Ich bereue schnell hergekommen zu sein und würde begrüßen wenn man den Mist einfach abreißt, eine Renaturierung wurde dem Berg sicher nicht schaden.
Zu Fuß geht es dann zurück, entlang der Teufelsseechaussee und mit der S-Bahn schließlich zurück in unsere Gemächer.

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