wandern, what else

Während des Lockdowns gibt es ja nicht allzu viele Möglichkeiten, sofern es nicht weiter weg gehen soll. Man kann ständig bei Kumpels in den Buden abhängen, saufen oder alternativ Wandern gehen. Nur hierbei fehlt ganz klar die Komponente des wo Einkehrens. Trotzdem sitzen wir nun im kleinen Volvo und düsen gen Süden, um nach zwei Stunden Fahrt in Füssen zu parken.

Wir marschieren los am hohen Schloss, durchstreifen die Innenstadt und watscheln am Lech entlang bis zum Lechfall. Der Lechfall ist eine rund zwölf Meter hohes Stauwehr etwas südlich von Füssen und tatsächlich ganz nett anzusehen, jedoch zieht es uns rasch weiter in den Wald. Am Fluss entlang entkommen wir den Menschenmassen, krempeln die Hosenbeine hoch und waten durch den Lech auf eine kleine Insel. Das Wasser ist eisig kalt und bringt bei 30 Grad Außentemperatur den Kreislauf derart in Schwung, dass wir ganz ausversehen die Grenze zu Österreich überschreiten. Zwei Wochen Quarantäneblabla verkürzen wir auf 5 Minuten Aufenthalt im Wald und überqueren dann den Lech, um auf der Nordseite den Mitter- und Obersee zu umrunden.

Zurück in Füssen durchkämmen wir noch einmal die Innenstadt, blicken wehmütig auf geschlossene Restaurants und holen uns noch eine Pizza to go – fressen müssen wir die Dank Bundesdummbremse auf dem Boden, wie das halt inzwischen so üblich ist. Ehe wir nachhause fahren, treffen wir uns noch mit unserem Lieblingspaar aus Augsburg auf ein kühles Radler an der Tankstelle – die waren heute unweit von uns ebenfalls Wandern und ich werde das Gefühl nicht los, dass das heute beim ersten Sommertag jeder tat.

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