begegnung der anderen art

Meine Spitzel ließen heute schon verkünden, dass ganz in der Nähe eine Transall C-160 auf bessere Zeiten wartet. Die ehemalige Militärtransportmaschine wurde beim Fliegerhorst Penzing nahe Landsberg ausgemustert und ist nun teilzerlegt auf Tiefladern unterwegs in ihre neue Heimat. Vorläufiges Ziel ist Möckern bei Berlin – ein Truppenübungsplatz. Ob sie sich dort selbst überlassen wird oder sie eine weitere Reise in ein militärhistorisches Museum antreten darf, ist mir nicht bekannt.

Jedenfalls steht sie nun hier völlig unbewacht auf einem Park & Ride Parkplatz an der A7 und kann von mir bestaunt werden. Weil ich anfangs nicht wusste wo genau sie ist habe ich meinen Knackarsch auf den Roller geschwungen und bin hingefahren. An den Absperrungen kommt man mit dem Roller wie erwartet wunderbar vorbei und in Ruhe kann ich mir die Maschine ansehen. Türen und Rampen sind demontiert, sodass sich ganz fabelhaft in alle Ritzen blicken lässt und Tragwerk samt Leitwerk befinden sich auf einem zweiten LKW. Gute Reise!

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danube river

Mit meiner 50ccm Piaggio geht es heute trotz brühender Hitze ein wenig ins bayerische. Wir fahren entlang der Brenz bis nach Gundelfingen und essen an einem Badesee uns die Bäuche voll.
Anschließend geht es nach Peterswörth – einige Kilometer durch den Wald und schon stehen wir an der Donau, wo wir es uns gemütlich machen und ein wenig Karten spielen.

Als nächstes Ziel habe ich Lauingen auserkoren und direkt am Ortseingang begrüßt uns eine Eisdiele – wie praktisch! Dann schauen wir noch am Deutz-Fahr Museum vorbei – das hat heute aber leider geschlossen und so machen wir uns zurück in Richtung Heimat. Nach rund 100km spürt man nicht nur das Sitzfleisch sondern auch den allgegenwärtigen Sonnenbrand.

nach kneipen kneippen

Herr T. aus München ist zu Besuch und wir machen bis in den frühen Morgen diverse Kneipen unsicher, an und für sich garkein Problem – jedoch weckt mich Mittags Herr B. bewaffnet mit dem Zweirad, ich möge mich doch aufbequemen. Also werfen wir uns allesamt auf die Zweitakters und fahren zwei Dörfer weiter zu einer Kneippanlage – ideal bei dieser Hitze.

Nach einer kurzen Abkühlung soll sich dann alles um Magenfüllendes drehen – also fahren wir rund 20km entfernt an den Ostalbkreis und speisen in einer Ausflugsgaststätte, während ich mir ganz sicher bin, dass die Hitze mich dahinraffen wird. Mit vollen Magen und roten Köpfen geht es noch ein Stück weiter an den Kocherursprung.

Hier sprudelt das eiskalte Quellwasser einfach so aus den Gesteinen und Böden und speist den Kocher – ich wate hindurch und erfriere beinahe, so kalt ist die Brühe.
Genug des Wassers und genug der Kilometer kehren wir um, nach Kurzem schon trennen uns unsere Wege und ich quäle den Piaggio zurück in die Heimat.

zweitakttournee

Endlich Sommer, endlich Hitze, endlich Zeit zum Zweitakten. Stark motiviert schwinge ich mein Hinterteil aufs Moped und treffe ein paar Kumpel. Nach kurzer Beratschlagung steht ein Ziel fest – wir tuckern nach Bayern an die Donau. Soll dort Bier in großen Gebinden und gutes Essen geben.
Ohne Stop düsen wir im Konvoi durch und kommen schließlich pannen- und unfallfrei an. Wir parkieren direkt am Ufer und schnellen Schrittes geht es in einen Biergarten – jener lockt mit zünftiger Brotzeit und einem Heferuss.

Schon jetzt, nach heute gerademal 50km schmerzt mir der Hintern – verdammt. Nunja, zurück müssen wir trotzdem, also steigen wir auf, Tanken und dann geht es weiter. Nach einigen Kilometern bleibt Herr E. mangels Benzin liegen. Aber halb so wild, wir kippen aus der anderen Hercules das nasse Gold einfach um und können weiterfahren. 20km später dasselbe Spiel – wieder füllen wir um und irgendwann passieren wir dann auch die Grenze zu Baden-Württemberg.

Nach knapp über 100km heute bin ich dann doch froh als ich den Heimathafen erreiche, genieße eine kalte Dusche und bin mir absolut sicher, dass berüchtigte Motorradclubs von solchen Touren nur träumen.