oldie-picknick

Heute findet bei uns um die Ecke ein großes Oldtimertreffen mit Ausfahrt statt. Teilnehmen selbst tun wir nicht, möchten uns das Altblech aber natürlich ansehen.

So stelle ich mich mit Herrn P. in einem Kaff an den Straßenrand, auf der Pritsche des VW Buses machen wir es uns bequem und beobachten dann ganz angestrengt den Verkehr. Hunderte Oldtimer brettern an uns vorbei – eine tolle Show und anschließend geht es dann doch noch zum Treffengelände. Dort treffe ich unzählige alte Bekannte, gucke etwas Altblech und nach ein paar Kaltgetränken gehts dann auch nachhause.

oldiegrillen

Herr M. und Ich haben Bock auf Young- & Oldtimertreffen, Rumgrillen und im Siff suhlen. Solche Veranstaltungen aber sind ja nach wie vor strikt verboten und übersäht mit beknackten 10-G Regeln, Abständen und Sperrstunden. Also machen wir eben unser eigenes Ding. Keine Regeln, viel Körperkontakt und Party nonstop!

So fahren wir heute in die Nähe von Stuttgart und holen einen Dixiklo-Anhänger. Der macht sich super hinter dem Kadett und mangels Toilette am Eventplatz, wird er sich auch gewiss nützlich machen. Vor Ort bauen wir dann noch ein Zelt für Schlechtwetter auf und am nächsten Morgen sitzen wir bereits um 08.00 Uhr herum, trinken Kaltgetränke und wissen genau: Die ersten Gäste kommen erst sehr viel später.

Am Mittag kommen dann auch schon die ersten Oldtimer, wir werfen den Grill an und verbringen einen recht schönen Tag bei ziemlich guten Wetter. Rund zehn Fahrzeuge samt Ihrer Besitzer haben den Freitag mit uns verbracht, wir feierten bis spät in die Nacht und am Samstag Morgen staunen wir nicht schlecht. Offenbar wurde heftig gesoffen – so recht erinnere ich mich nicht daran, aber klar ist: Das Bier ist fast leer. Der Schnaps auch.

Den Samstag verbringen wir ähnlich – die Vorräte sind wieder aufgestockt und der Platz füllt sich zunehmend. Mit Benzingesprächen, Alkohol, Grillgut und lauter Musik schwindet der Tag nur so dahin. Es dürften in Summe irgendwas zwischen 50 und 70 Leute dagewesen sein und der Samstag endet dann auch erst am Sonntag Morgen gegen 05.00 Uhr. Selbst Nachschub mussten wir in der Nacht immer wieder holen – man könnte meinen dass unsere Gäste lange keine Gelegenheit für eine fette Party hatten.

Wenig ausgeschlafen verabschieden sich am Sonntag Morgen die letzten Gäste, wir räumen auf und vertrödeln den Tag bis zum Nachmittag, sind begeistert von der tollen Feier und ich versuche zu rekonstruieren, was für Fahrzeuge denn da waren. Wie zu erwarten war es ziemlich Opel-lastig, aber auch viele Fremdmarken haben zu uns gefunden, ein toller Mix aus Alltagsyoungtimern, verlebten Verbrauchtkisten und gepflegten Oldtimern. Mit Sicherheit nicht unser letztes Treffen und auch in Zukunft: Lass deinen Impfausweis zuhause & bring Bier mit!

Rallye 2020 #6

Wir fahren und fahren und fahren und fahren. Nach einigen Stunden auf der A7 lassen wir den Daewoo auf einen Park & Ride Parkplatz zurück und fahren weiter in den Süden. McDonald’s versorgt uns mit Fressalien und kurz vor Mitternacht stehen wir schließlich in Friedrichshafen am Bodensee. Es ist kalt, ungemütlich und so fahren wir am See entlang an die Grenze zur Schweiz. Wir möchten uns Glück nicht überstrapazieren, immerhin wurden wir in Polen nicht erwischt und nun siegt die pure Vernunft, wir fahren weiter nach Freiburg und sehen uns die Stadt wieder durch die Autoscheiben an.

Nun fahren wir am Rhein entlang Richtung Norden und nutzen einen kleinen Grenzübergang nach Frankreich. Nahe Daubensand machen wir lediglich ein Foto – Hauptsache dort gewesen und Verbote ignoriert. Über Karlsruhe fahren dann nach Pforzheim, schließen für einen Moment die Augen und dann geht es über die schwäbische Alb zurück zum Daewoo. Auf der Alb haben wir sogar einen Hauch Schnee und die Rallye ist hiermit beendet.

Rund 3.000km haben wir mit dem Fiesta zurückgelegt, rund 1.500 mit dem Daewoo. Wir haben zwei Nächte im Fiesta verbracht und 3 Nächte bei anderen Rallyeteilnehmern, die dieses Jahr wegen Pandemie nicht teilnehmen konnten. Aber immerhin konnten wir ein paar der fröhlichen Gesichter auf diesem Wege sehen, hatten jede Menge Spaß und ich hoffe, dass wir nächstes Jahr die Rallye wieder auf normale Weise durchziehen können. Den Fiesta werde ich jetzt abstellen, abmelden und möglichst schnell loswerden. Ich bin erstaunt, dass er die Tour durchgehalten hat, macht ihn allerdings nicht zu einem besseren Auto.

rallye 2020 #2

Treffpunkt ist heuer bei mir zuhause, Herr M. reist an und dann kann es schon losgehen. Unser erstes Ziel erreichen wir schon nach lediglich 30 Kilometern. In Aalen kaufen wir einigen Unfug, Gastgeschenke und fahren dann weiter zum heutigen Ziel – das nur noch 20km entfernt liegt.

Eine so kurze Etappe hatten wir garantiert noch nie. Bei anderen Rallyeteilnehmern nahe Abtsgmünd verbringen wir heute den Abend, schon bei Ankunft gibt es Kaltgetränke und Frau S. versorgt uns mit Linsen & Spätzle. Wir feiern bis spät in die Nacht, schlafen auf dem Sofa und das Frühstück fällt dann etwas mager aus.

Wir verabschieden uns bei unseren Gastgebern und sollten so langsam wirklich los. Immerhin ist ja Rallye und wir müssen unbedingt Kilometer fressen – was macht das Ganze sonst für einen Sinn? Wegen diverser Mängel am Daewoo war eigentlich geplant, dass wir ab sofort nur mit dem Ford fahren, aber irgendwie steht das ja auch nicht im Sinne der Rallye und außerdem soll man ja Fahrgemeinschaften vermeiden – wegen Pandemie und so. Also machen wir uns mit beiden Autos auf und verlassen nun endlich Baden-Württemberg.

Im Mini-Konvoi fahren wir über Landstraßen nach Nördlingen und landen schließlich in Schrobenhausen. Hier haben wir ein Date mit Herrn F. – bei ihm kaufen wir immer heiße Importware aus Fernost und holen diese heute ab. Nach einem kurzen Plausch geht es dann auch weiter – die Sonne geht schon wieder bald unter und wir haben noch ein Stückchen vor uns.