durchbruch #11

Die Nacht haben wir in Freiburg verbracht und nun fahre ich uns nach Stuttgart – zum Ende unserer Tour. Wehmut macht sich breit, die ganze Fahrt über sind wir furchtbar still und in Stuttgart angekommen stehen da schon ne Menge Leute. Das Konzert findet im Wizemann statt. Dort gibt es eine große Halle und einen kleinen Club, in dem Liedfett auftritt. Zeitgleich spielt Juju in der Halle und beide Konzerte teilen sich Eingang, Bar, Garderobe usw.
Das kann ja heiter werden – zwischen all den Teenies fühlt man sich so richtig unwohl.

So gammeln wir einfach um Wohnmobil und schauen den Kids beim Anstehen zu bis meine Freundin ankommt. Die gönnt sich heute auch ein Liedfettkonzert und anschließend ist dann Tourende. Zuerst aber gehen wir mal wieder zum Türken und stopfen uns ein letztes mal supergesund voll. Dann geht es in das Konzert und schon nach dem ersten Lied macht sich Ernüchterung breit. Es ist furchtbar leise, man hört keinen Gesang und auch keine Ansagen, denn der Club ist dB-beschränkt wegen des anderen Konzertes. Im Publikum kommt keinerlei Stimmung auf, es macht nicht wirklich Spaß und ich bin furchtbar traurig wegen diesem unwürdigen Tourabschluss.

Nach dem Konzert heißt es dann kurz und schmerzlos Abschiednehmen. Elf Tage haben wir gemeinsam verbracht, hatten eine so tolle Zeit und so tolle Konzerte. Jetzt müssen wir alle irgendwie in den Alltag zurückfinden, unsere Ernährung wieder umstellen und dann sehen wir uns sicher schon bald bei anderen Unfug-Ausflügen! Ich fahre uns nach Hause, Ben steigt in sein Auto und gönnt sich noch den Rückweg nach Mühldorf und das wars schließlich gewesen.

durchbruch #10

Die Jungs pennen noch und ich mache mich auf den Weg in das Dörfchen in der Nähe unseres Schlafplatzes. Unterwegs sehe ich sogar ein wenig Schnee und im Dorf angekommen bin ich etwas enttäuscht. Der hießige Edeka hat keine Getränkeabteilung und einen Metzger, Imbiss oder ähnliches finde ich leider auch nicht. Also spaziere ich zurück und dann fahren wir auch schon weiter nach Freiburg durch den wunderschönen Schwarzwald.

In Freiburg angekommen parken wir in der Stadtmitte und sehen uns ein wenig um. Beim Asiaten kehren wir ein und stopfen und maßlos voll um anschließend weiter durch Freiburg zu schlendern. Mittags muss Marc dann ein bisschen Arbeiten, sodass Ben & Ich uns am Münster in einer Brauereigaststätte sitzen. Ich schlürfe einen Burgunder und dann entdeckt Ben ein Bier-Tasting auf der Karte. Da überlege ich nicht lange und bestelle uns das Moped. Ein Stündchen später wackeln wir betrunken aus der Gaststätte und machen uns auf den Weg zu Marc. Das war ein toller Tag in Freiburg!

Nun geht es zur Konzertlocation etwas außerhalb Freiburgs, dort parken wir direkt neben dem Tourbus und gehen in das Restaurant um schon wieder zu Essen. Unsere zweite vernünftige Mahlzeit auf dieser langen Tour. Mein Körper ist nun nur noch Fastfood, Pizza und Döner gewöhnt, aber es schmeckt trotzdem ganz vorzüglich. Draußen glühen wir mal wieder ein wenig vor und genießen dann das fantastische Konzert.

durchbruch #1

Der Bus ist nun durchrepariert und bereit zum Einsatz. Wie schon vor zwei Jahren gehen wir wieder auf Liedfett-Tour! Die Hamburger Band versteht es uns zu begeistern und so habe ich im Sommer unendlich viele Tickets für die bevorstehende Tour geordert. Wie auch schon vor zwei Jahren starten wir die Tour in Heidenheim mit dem berüchtigten Tag Null. Ich vermute, der wird wieder am schlimmsten und mit Sicherheit werde ich Recht behalten.

Neben Marc ist noch Ben aus Mühldorf am Start und Selena wird morgen zu uns stoßen – die ist clever genug Tag Null ausfallen zu lassen.
Am Abend gehen wir zusammen mit meiner besseren Hälfte zu Kochlöffel, stopfen uns mit Unfug voll und stolpern dann geradewegs nebenan in die Kneipe „Zum Alten Hut“. Es kommen noch weitere Freunde und so eskalieren wir bis spät in die Nacht, trinken feuchtfröhlich um die Wette und wie vor zwei Jahren artet es mit Ben dermaßen aus, dass ich am liebsten schon jetzt die Tour abblasen würde.

Am Morgen, nach wenigen Sekunden Schlaf, wackeln wir zum Metzger, ordern zwei Bier und ein paar Leberkässemmeln. Den Verkäuferinnen haben wir sicher den Tag versüßt! Und nun wird es endlich Zeit loszufahren. Unser ersten Konzert heute findet in Wiesebaden statt uns bis dahin ist es ein weiter Weg. Marc fährt, Ben & Ich trinken. In völliger Bierlaune vom gestrigen Abend schieße ich übers Ziel hinaus und als wir irgendwo auf der A3 auf Selena mit ihrem Ducato-Camper treffen, bin ich längst betrunken.

unfug tut gut

Marc von Whatabus ist zu Besuch in Heidenheim – natürlich nicht ganz ohne Grund. Nächste Woche möchten wir uns um seinen Bus kümmern und heute geht es nach Ulm zu Frittenbude. Frittenbude machen so etwas wie, öhm – Elektropunk. Nach unzähligen Jahren habe ich die Jungs im Sommer auf Rock am Berg gesehen und so hatten wir kaum eine Wahl uns das Konzert in Ulm anzusehen.

Im Bus fahren wir nun also nach Ulm, ich schlürfe gemütlich Jack Daniels und direkt vorm ROXY parkieren wir, machen ein klein wenig Parkplatzrave und schauen auch bei unserem Stammtürken in Ulm vorbei. Dort schmeckt es wie gewohnt vorzüglich und am Abend begeistert uns Frittenbude aufs Neue. Was für ein Abriss! Tolles Konzert, super Stimmung und weil wir grundsätzlich einfach ziemlich doof sind, fahren wir nach dem Konzert zurück nach Heidenheim und besuchen noch die ein oder andere Kneipe.

Den verkaterten Sonntag nutzen wir dann für eine kleine Wanderung auf der schwäbischen Alb. Leider ist keiner so recht begeistert von meinem Wunsch Pilze zu sammeln und diese dann zu verspeisen. Liegt es daran dass wir alle keinen Plan davon haben? Vermutlich.

Für die nächsten Tag steht dann der Whatabus auf dem Programm. Es sind einige Arbeiten daran zu erledigen, er schreit nach neuer Hauptuntersuchung und für das, das anschließend passiert, muss er schließlich gerüstet sein. Ich ziehe nämlich für 11 Tage in den Bus, lasse den Kadetten zurück und gemeinsam gehen wir in Kürze dann auf Tour.