rock im odenwald

Frau S. hat mal wieder zur Gartensause in den Odenwald eingeladen und so sitze ich im Kadett und kämpfe mich langsam voran. In Osterburken gehe ich einkaufen und fahre dann nach Amorbach. Kurzer Besuch bei Udo Lindenbergs Sonderzug nach Pankow und nun geht es zu Fuß auf den Gotthardsberg.

Nach 3 Kilometern durch den Wald komme ich an der Gotthard-Ruine an, bestaune die alten Gemäuer und genieße die Aussicht auf die umliegenden Dörfer. Den Restaurateuren ist nach einem Plausch zumute und irgendwann mach ich mich auf den Rückweg, kehre auf eine Pommes in Amorbach ein und fahre dann schließlich zu Rock im Odenwald!

Wir bauen ein bisschen auf, Pavillon, Grill und was man halt so braucht für eine ordentliche Feier. Whatabus ist auch schon da und auch Herr B. aus dem tiefsten Bayern ist bereits im Anflug. Da Festivals ja nach wie vor ein Ding der Unmöglichkeit sind, feiern wir nun hier recht ausgelassen bis zum frühen Morgen, auf dem Beifahrersitz schlafe ich dann meinen Rausch aus und dann sitzen wir noch ein bisschen beisammen, ehe ich wieder abreise. Gern wäre ich noch länger geblieben, aber leider verlangt der Kadett nach Auslauf.

tourist in mittelfranken

Ich habe das Morgengrauen auf der Autobahn verbracht und stehe nun am Rande von Altdorf bei Nürnberg – das Städtchen erwacht gerade aus seinem Schlaf, ich schlendere durch die Altstadt, sehe mir die ehmalige Universität an und starte dann zu einer kleinen Wanderung zur Löwengrube. Die Löwengrube ist ein künstlich angelegter Felsenkeller mitten im Wald außerhalb von Altdorf, ist soweit frei zugänglich und kann über tolle Wanderwege aus allen Richtungen erreicht werden.

Zwei Kilometer westlich der Löwengrube steht das Schloss Grünsberg – auch hier sehe ich mich um, erhasche dank Handwerkern und offenen Türen ein paar Blicke auf das bedeutende Inventar und mache mich dann auf den Weg ins 70km entfernte Dietenhofen.

In Dietenhofen ist die Firma Herpa Miniaturmodelle ansässig. Mit dem Auto ist es nur eine Stunde von meiner Heimat entfernt, aber irgendwie war ich bis heute nicht dort. Und das obwohl auch Modellautos zu einem meiner zahlreichen Hobbys gehören. Tausende Modelle habe ich im Laufe der Zeit angesammelt und natürlich sind auch Dutzende aus dem Hause Herpa darunter. Der Firmensitz beherbergt auch ein kleines Museum und einen gut sortierten Shop. Völlig alleine sehe ich mich um und schlendere durch den Shop – natürlich nicht ohne mir ein Mitbringsel einzupacken. In Ansbach mache ich noch einen Halt um auch meiner Gattin ein Souvenir zu kaufen und fahre dann in die Heimat.

bavarian rednecks

Gestern waren wir in Ingolstadt zum Essen eingeladen, schlenderten anschließend über eine Beachparty an der Donau und streunern auch heute durch Bayern. Mit Familie M. geht es in die Nähe von Dinkelsbühl. Dort ist heute US-Car-Treffen mit Essen, Livemusik, Gartenschau und einigen Tieren.

Die Sonne brennt vom Himmel, wir gucken uns etwas Altblech an, mampfen ein bisschen und kaufen Unfug im Gartenshop, bis wir irgendwann genug gesehen haben und die Heimreise antreten. An US-Cars sehe ich mich immer schnell satt, auf dem Besucherparkplatz aber stehen viele interessante Fahrzeuge aus vergangenen Tagen. Unterwegs nehmen wir noch einen kleinen Umweg in ein Maislabyrinth, verirren uns ganz köstlich und fahren dann nachhause.

inselaufkommen

Bei heftigen Regen fahren wir heute nach Lindau an den Bodensee, parken auf dem Festland und treffen uns nun mit Freunden aus Augsburg. Noch ist das Wetter halbwegs durchwachsen, sodass wir uns auf der Maximilianstraße in ein Restaurant setzen, Kaltgetränke schlürfen und den Regen aussitzen. Scheinbar ist die ultrawichtige Insidenz derart niedrig, dass wir uns ganz ohne Coronablödsinn hier aufhalten dürfen.

Nachdem die Sonne zu uns gefunden hat, spazieren wir durch den Stadtkern und sitzen auch schon im nächsten Restaurant um uns die Mägen füllen zu lassen. Im Anschluss schlendern wir durch den Stadtkern und kommen irgendwann am Hafen an. Am Kiosk gibts wieder ein Bier und wir genießen für eine Weile das bunte Treiben der vielen Touristen, schnabulieren Eis und machen uns dann wieder auf den Weg zum nächsten Kiosk. Auch hier werden wir mit Bier versorgt und laufen dann am Bahnhof hinunter von der Insel, um uns vom Schloss Holdereggen beeindrucken zu lassen.

Das Schloss im Neurenaissance-Stil wurde 1890 erbaut, lies einige Besitzerwechsel über sich ergehen, fungierte im ersten Weltkrieg als Lazarett und 1937 sorgte die NSDAP für einen Verkauf an die Stadt Lindau. Seit den 50ern hat die Musikschule der Stadt ihren Sitz in dem Gebäude. Der Park mit zwei Mammutbäumen ist öffentlich zugänglich und unbedingt sehenswert.

Wir haben nun schon wieder Hunger und haben diesmal leider kein Glück. Etwas außerhalb haben die meisten Biergärten geschlossen, der eine der geöffnet hat verlangt einen negativen Test und so landen wir letztlich bei einer Fastfoodkette. Denen scheint unser Geld gut genug.