poolgammel

Heute gehen wir unsere Vorräte auffüllen, kaufen einigen Wein und verschwinden dann im Pool des Campingplatzes. Wir sind nach wie vor die einzigen Gäste, ziehen viele Bahnen durch den Pool und bewaffnen uns dann mit einem Besen um den hauseigenen Minigolfplatz aufzuhübschen. Frisch durchgefegt spielen wir eine Runde auf den Bahnen, versuchen uns im Federball und Tischtennis, verbummeln so den ganzen Tag, bis wir diesen wieder mit Kochen & Wein beenden.

Am nächsten Morgen machen wir eine Wanderung durch die angrenzenden Wälder und Felder und verbringen dann wieder den ganzen Tag am Pool und treiben wieder einigen Sport.

Die Betreiber des Platzes sind furchtbar nett, es ist himmlisch ruhig und wirklich schön hier, sodass wir noch etwas bleiben werden.

flucht nach aquitanien

Hier ist nun also Risikogebiet, das Wetter schimmelt so vor sich hin und eigentlich täte uns Sonne ganz gut stehen. Also fällt der Entschluss wieder rüber nach Frankreich zu fahren. Bei eventuellen Grenzschließungen oder dergleichen können wir relativ einfach wieder nach Deutschland fahren und das Wetter an der Atlantikküste scheint perfekt zu sein.

So fahren wir halbwegs planlos rüber nach Aquitanien und schauen vor Ort nach Hotels, Campingplätzen und anderen Möglichkeiten, finden dann schließlich einen schönen Campingplatz mit einigen Mobilheimen. So buchen wir direkt eines, fahren hin und sind entzückt. Für dieses Jahr sind wir die ersten und bisher einzigen Gäste, der Platz ist wunderschön und unser Mobilheim passt auch soweit.

So treiben wir ein wenig Sport, kochen und verbringen den restlichen Abend mit Wein und genießen endlich den wunderbaren Sommer.

und weiter nach spanien

Nach ein paar Stunden Fahrt sind wir schon mitten in den Pyrenäen. Noch auf französischer Seite essen wir zu Mittag und rutschen dann über die Grenze. Kontrollen oder dergleichen finden keine statt und irgendwann erreichen wir schließlich den Campingplatz. Leider sah der bei der Onlinebuchung irgendwie anders aus, ich habe ihn mir naturbelassener, weniger groß und deutlich weniger spießig vorgestellt. Es sind unendlich viele Dauercamper da und auch sonst gibt es alles, was das Herz begehrt, Also nichts, das wir brauchen würden.

So bauen wir unsere Behausung auf, kochen lecker und spazieren ein wenig durch die Gegend, ehe wir am Abend ins Bett fallen. In der Nacht bemerke ich noch weitere Nachteile des Platzes. Ich hatte Anfang Juli nämlich mit anderen Temperaturen gerechnet, in der Nacht purzelt das Thermometer auf 6 Grad, mir ist kalt und unser schöner Platz direkt an einem Bach erweist sich dann doch als blöde. Der Bach nämlich ist unglaublich laut, sorgt dafür dass man ständig Pipi muss und wird nur selten übertönt von dem recht starken Wind, der durch den Wald pflügt. Alles in allem nicht allzu entspannend.

Am Morgen ist es immer noch kalt, es nieselt unentwegt und so beschließen wir den heutigen Tag einfach in einer Stadt zu verbringen.

auf nach frankreich

Uns dürstet es nach so vielen schlechten Nachrichten dieses Jahr nach einer Reise. Wohin wussten wir bis vor Kurzen nicht so recht und haben uns jetzt einfach mal für Spanien & Frankreich entschieden. Nicht weil dort kein tödlicher Killervirus auf uns wartet, sondern weil die Maßnahmen im Kampf gegen diesen dort eher halbwegs lasch erscheinen.

Nach ein paar Stunden Autobahn sind wir auch schon in Frankreich und fahren einmal quer durch, um am späten Nachmittag uns eine günstige Unterkunft zu suchen. Ich bin horrend müde und habe keine Lust die kommende Nacht durchzufahren. In Bellac in der Region Nouvelle-Aquitaine sehe ich am Straßenrand ein kleines Hotel, wir fragen nach dem Preis und schon wissen wir, wo wir schlafen werden. Corona scheint es hier nicht zu geben, außer einzelnen Gästen trägt hier niemand Maske und das Zimmer ist wirklich nichts Besonderes, ist aber perfekt um eine Nacht durchzuschnaufen. Am Abend spazieren wir noch ein wenig durchs Dorf, lassen uns vom Friedhof bezaubern, blicken auf ein wunderschönes Viadukt und streifen durch die Gassen.

Am Morgen ist das Hotel verriegelt und es ist niemand da, obwohl ich ankündigte dass wir früh (07.00 Uhr) abreisen wollen. Selbst die Fenster lassen sich nicht öffnen, sodass wir keine Möglichkeit für eine Flucht haben. Die Feuerpolizei in Deutschland würde völlig durchdrehen. Ich versuche immer wieder die Besitzerin aus ihrem Schlaf zu klingeln und irgendwann klappt es schließlich, sodass wir loskönnen. Vor uns liegt noch ein Stückchen bis Spanien und mautfrei zieht sich das natürlich immer so ein klein wenig.