vaarwel nederland

Wir checken aus unserem tollen Hotel aus, lassen unser Gepäck und den Kadett zurück und hüpfen in einen Zug. Der bringt uns zum Hauptbahnhof von Amsterdam. Dort gehen wir schon wieder einkaufen, essen ein wenig und fahren nach ein paar Stunden wieder zurück nach Zaandam. Jetzt dürften wir so ziemlich alles haben, das man seit bald zwei Jahren in Deutschland unmöglich kaufen kann.

Nun geht es auf die Autobahn und wir steuern Deutschland an. Glücklicherweise sind – wie gewohnt – die Grenzen unbewacht und so verlangt niemand von uns eine Testorgie oder schickt uns gar in Quarantäne. In Deutschland angekommen fahren wir zum Hambacher Forst und blicken auf dieses unglaublich große Tagebau-Loch um anschließend in der nähe von Düren essen zu gehen. Wegen deutschem 3G-Faschismus fressen wir im Kadett und umfahren dann das Flutkatastrophengebiet. Ich schätze es wird noch Jahrzehnte dauern, bis zumindest die betroffenen Autobahnen wieder heile sind. Wir jedenfalls haben nur noch ein paar Stunden nachhause und so spät am Abend sind die Straßen dann auch leer.

zaandam

Heute verlassen wir unser Hotel, spazieren vorher noch etwas am Meer entlang und fahren dann weiter in den Norden. Runter von den Inseln, an Den Haag vorbei und nach etwas mehr als einer Stunde kommen wir in Amsterdam an. In einem Vorort habe ich uns ein besonderes Hotel gebucht – das Inntel Amsterdam. Der niederländische Architekt Wilfried van Winden hat es entworfen – es sieht beinahe so aus, als hätte man ganz viele klassisch holländische Häuser aufeinander gesetzt.

Den Kadett verfrachten wir in eine Tiefgarage und schlendern dann ein wenig durch Zaandam. Beim Asiaten gibt es ‚All you can eat‘, in der Fußgängerzone shoppen wir noch ein bisschen und gehen nachmittags ins Hotel. Unser riesengroßes Zimmer wartet bereits und wir erfreuen uns an der Regenwalddusche, einer eigenen Sauna und einer Whirpool-Badewanne. Der Room-Service bringt nach erfolgtem Wellnessprogramm Essen am Morgen läuft die Sauna auch schon wieder.

rentner-tag

Nach dem Frühstück gehen wir heute wieder aufs Zimmer und bereiten uns mental auf den bevorstehenden Trip vor. Also ruhen wir uns aus und legen die Füße hoch.

Wir haben eine kleine Bootsfahrt gebucht inkl. Picknickkorb und einem Kuscheltier – das kann man ja immer brauchen. Mit uns sind ungefähr 40 weitere Personen an Board und unser Schiffchen gondelt mit uns über die Oosterschelde. Neben zahlreichen Vogelarten fahren wir an den vielen untergegangenen Dörfern vorbei und bekommen auch Seehunde zu sehen. Die flanieren auf einer Sandbank – mit dem Auge allerdings nicht zu erkennen. Mit dem Fernglas geht es und mit dem Teleskop sieht man sie dann richtig gut.

Fast drei Stunden fahren wir über die Oosterschelde und ich bin dann doch recht froh als wir wieder anlegen. Das Wetter ist nicht besonders gut und auch sonst ist solch eine Bootsfahrt jetzt nicht unbedingt der Superhit.

Anschließend erklimme ich noch einen Kirchturm, dessen Dorf vor ein paar Jahrhunderten in der Nordsee versank. Er blieb als einziger übrig und von seiner Spitze hat man einen tollen Ausblick auf die Umgebung

altblech hollandaise

Heute verlassen wir die Insel und fahren nach Den Haag. Es gibt in Europa nicht viele Automuseen, in denen ich noch nicht war – in Den Haag habe ich aber noch eines gefunden.

Das Louwman Museum am Rande der Stadt ist eine private Sammlung von etwa 300 Fahrzeugen aus allen Epochen und von allmöglichen Herstellern. Hier finden sich unter anderem auch einige Fahrzeuge der Marke Spyker und die Überbleibsel der Rosso Bianco Sammlung aus Bayern. Louwman kaufte die gesamte Sammlung, jedoch wurde versäumt vertraglich festzuhalten, dass die Sammlung als Ganzes erhalten bleibt. Im Museum befinden sich nur noch ca. 10 Fahrzeuge, der Rest wurde versteigert.

Das Museum ist unbedingt sehenswert, hat mir gut gefallen und man sollte einiges an Zeit mitbringen. Anschließend essen wir noch einen Happen und gehen dann in eine riesengroße Shoppingmall in Den Haag. Seit Beginn der supertödlichen Pandemie habe ich keinerlei Kleidung mehr kaufen können. In Holland geht das. Ganz ohne Maske oder anderen Firlefanz – bekommen eben die mein Geld, wenn es die Deutschen nicht wollen.