autoschieber

Heute Nacht sind wir bewaffnet mit einem VW Bus losgetigert, denn Frau S. möchte ein neues Fahrzeug und da bietet es sich ja generell an, nach mir zu fragen. Zum Sonnenaufgang sind wir südlich von Köln und schauen uns einen roten Opel Astra an. Der Verkäufer versichert uns, dass der Wagen unfallfrei sei. Von dem halben Dutzend Unfallschäden die mir bekannt sind, möchte er nix wissen, von einer Preisverhandlung auch nicht – also möge er mich doch am Popo küssen und seinen Müllhaufen behalten.

Zurück auf der Autobahn fahren wir weiter gen Westen. In Trier parken wir den Bulli und kaufen uns Miniaturmodellautos. Wenn wir schon kein echtes bekommen… Nach unserer Bummelei in Trier geht es zurück auf die Autobahn. Nach kurzer Zeit verlassen wir Deutschland und sind nun in Holland. Quarantäneregelungen? Uns vollkommen egal. Es wird ja ohnehin nicht kontrolliert.

In Holland steht noch ein Opel Astra, der den Anforderungen entspricht. Probegefahren, ein bisschen über den Preis gesprochen und schon sind wir uns einig. Jetzt muss er noch eben abgemeldet werden – dafür bringen wir ihn nach Deutschland, denn mit meinen Überführungskennzeichen wäre das auch wieder nicht legal. Mit den Schildern zurück nach Holland, die Kiste abmelden und schon können wir auf die Bahn. Nach unzähligen Stunden, einigen Regelverstößen und 1200km sind wir zurück und Frau S. bekommt dann in Bälde ihren neuen Flitzer.

lass die seele baumeln #3

Nach dem Frühstück haben wir Lust auf Wellness – das ist wegen Corona aber gar nicht so einfach, denn ohne Reservierung hat man quasi keine Chance und so spazieren wir ein bisschen, genießen dann Kaltgetränke und werfen uns wieder auf die Fahrräder. Heute bleiben wir sogar trocken und machen die Dünen auf den Bikes unsicher.

Am Abend fahren wir erneut nach Noordwijk, essen dort und lassen den Abend am Meer ausklingen. Ich bade wieder viel, spiele Wal und dann geht es wieder in die Betten.

Am Morgen soll es dann wieder nachhause gehen und nach endlosen Stunden auf der Autobahn klappt das dann auch. Seit Holland vernehme ich nur leider eigenartige Geräusche aus dem Motorraum des Kadett, denke aber dass sich das wie so oft gut wegignorieren lässt und hoffentlich nicht schlimmer wird.

lass die seele baumeln #2

Nach dem sehr leckeren Frühstück verschwinden wir wieder in den Dünen und marschieren dann am Meer entlang bis nach Noordwijk. Immer wieder verliere ich Kleidung und verschwinde im Meer – das Sturmtief werkelt noch immer recht stark, im Wasser aber ists angenehm.

Die Strandkneipen haben geöffnet, sodass wir uns mit Kaltgetränken stärken können. Anschließend sehen wir uns die Innenstadt an, kaufen manchen Unfug, essen zu Abend und marschieren wieder zurück in unser Hotel.

Am Morgen hat es dann etwas aufgeklart und nach einem ausgiebigen Spaziergang inkl. massiver Regendusche mieten wir uns Fahrräder und brettern über die Dünen. Auch hier überrascht uns wieder ein fetter Regenschauer und ich habe längst vergessen, wie es sich anfühlt trocken zu sein. Pitschnass kommen wir zurück zum Hotel, ich trinke ein Bier und wir machen uns mit dem Kadett auf den Weg nach Noordwijk, um dort wiedermal zu essen.

Den Abend inklusive Sonnenuntergang verbringen wir dann wieder am und im Meer, toben uns aus und fallen dann in unsere Betten.

lass die seele baumeln

Uns dürstet es nach ein wenig Urlaub und auch die Grazien H. und U. täten gern wieder ans Meer. Reiseverbote, geschlossene Grenzen, irrsinnige Quarantäneregeln – all das lässt uns dann relativ spontan nach Holland fahren. So müssen wir nicht in Quarantäne, nahezu alles hat geöffnet und Masken kennt dort sowieso keiner.

Nach vielen Stunden Fahrt kommen wir schließlich in Holland an, checken im Hotel ein und marschieren ein wenig durch die Dünen. Sturmtief Kirsten bläst uns ordentlich Sand in die Fressen und irgendwann erspähen wir schließlich das Meer. Ich stülpe mir die Hosenbeine hoch und verschwinde im Nass – das Wasser ist sogar wärmer als die Lufttemperatur, richtig kuschelig.

Wir spazieren noch ein wenig am Meer entlang, watscheln durch die Dünen und sind dann wieder in unserem Hotel. Das Abendessen besteht heute aus den Proviant-Resten und dann fallen wir auch schon zu Bett.