altblech hollandaise

Heute verlassen wir die Insel und fahren nach Den Haag. Es gibt in Europa nicht viele Automuseen, in denen ich noch nicht war – in Den Haag habe ich aber noch eines gefunden.

Das Louwman Museum am Rande der Stadt ist eine private Sammlung von etwa 300 Fahrzeugen aus allen Epochen und von allmöglichen Herstellern. Hier finden sich unter anderem auch einige Fahrzeuge der Marke Spyker und die Überbleibsel der Rosso Bianco Sammlung aus Bayern. Louwman kaufte die gesamte Sammlung, jedoch wurde versäumt vertraglich festzuhalten, dass die Sammlung als Ganzes erhalten bleibt. Im Museum befinden sich nur noch ca. 10 Fahrzeuge, der Rest wurde versteigert.

Das Museum ist unbedingt sehenswert, hat mir gut gefallen und man sollte einiges an Zeit mitbringen. Anschließend essen wir noch einen Happen und gehen dann in eine riesengroße Shoppingmall in Den Haag. Seit Beginn der supertödlichen Pandemie habe ich keinerlei Kleidung mehr kaufen können. In Holland geht das. Ganz ohne Maske oder anderen Firlefanz – bekommen eben die mein Geld, wenn es die Deutschen nicht wollen.

an die see

Vom Odenwald ging es zurück in die Heimat, packen, eine Mütze Schlaf und dann ab auf die Autobahn. Nach vielen Stunden kommen wir in Holland an. Wir haben uns ein Hotel auf der Insel Schouwen-Duiveland gebucht, checken ein und spazieren direkt eine Runde am Meer entlang.

Es ist etwas frisch heute, die Fahrt war anstrengend und so Essen wir im Hotel zu Abend um den restlichen Tag auf dem Zimmer zu verbringen. Wir gucken etwas fern, entspannen ohne Ende und der nächste Tag beginnt nach dem Frühstück direkt mit einer fetten Radtour.

Die geliehenen Räder bringen uns über die Dünen an den westlichen Rand der Insel. Dort steht ein recht hübscher Leuchttutm, nur leider ist er rundum verbaut und kaum zugänglich. Ein Dorf weiter shoppen wir ein bisschen, essen und sehen uns in Burgh-Haamstede um. Nach 42km – ich wusste gar nicht dass Holland so groß ist – sind wir zurück an unserem Hotel und gehen dann am Meer essen. Es schmeckt ganz wunderbar, den Abend verbringen wir wieder auf dem Zimmer und gehen früh zu Bett.

rock im odenwald

Frau S. hat mal wieder zur Gartensause in den Odenwald eingeladen und so sitze ich im Kadett und kämpfe mich langsam voran. In Osterburken gehe ich einkaufen und fahre dann nach Amorbach. Kurzer Besuch bei Udo Lindenbergs Sonderzug nach Pankow und nun geht es zu Fuß auf den Gotthardsberg.

Nach 3 Kilometern durch den Wald komme ich an der Gotthard-Ruine an, bestaune die alten Gemäuer und genieße die Aussicht auf die umliegenden Dörfer. Den Restaurateuren ist nach einem Plausch zumute und irgendwann mach ich mich auf den Rückweg, kehre auf eine Pommes in Amorbach ein und fahre dann schließlich zu Rock im Odenwald!

Wir bauen ein bisschen auf, Pavillon, Grill und was man halt so braucht für eine ordentliche Feier. Whatabus ist auch schon da und auch Herr B. aus dem tiefsten Bayern ist bereits im Anflug. Da Festivals ja nach wie vor ein Ding der Unmöglichkeit sind, feiern wir nun hier recht ausgelassen bis zum frühen Morgen, auf dem Beifahrersitz schlafe ich dann meinen Rausch aus und dann sitzen wir noch ein bisschen beisammen, ehe ich wieder abreise. Gern wäre ich noch länger geblieben, aber leider verlangt der Kadett nach Auslauf.

tourist in mittelfranken

Ich habe das Morgengrauen auf der Autobahn verbracht und stehe nun am Rande von Altdorf bei Nürnberg – das Städtchen erwacht gerade aus seinem Schlaf, ich schlendere durch die Altstadt, sehe mir die ehmalige Universität an und starte dann zu einer kleinen Wanderung zur Löwengrube. Die Löwengrube ist ein künstlich angelegter Felsenkeller mitten im Wald außerhalb von Altdorf, ist soweit frei zugänglich und kann über tolle Wanderwege aus allen Richtungen erreicht werden.

Zwei Kilometer westlich der Löwengrube steht das Schloss Grünsberg – auch hier sehe ich mich um, erhasche dank Handwerkern und offenen Türen ein paar Blicke auf das bedeutende Inventar und mache mich dann auf den Weg ins 70km entfernte Dietenhofen.

In Dietenhofen ist die Firma Herpa Miniaturmodelle ansässig. Mit dem Auto ist es nur eine Stunde von meiner Heimat entfernt, aber irgendwie war ich bis heute nicht dort. Und das obwohl auch Modellautos zu einem meiner zahlreichen Hobbys gehören. Tausende Modelle habe ich im Laufe der Zeit angesammelt und natürlich sind auch Dutzende aus dem Hause Herpa darunter. Der Firmensitz beherbergt auch ein kleines Museum und einen gut sortierten Shop. Völlig alleine sehe ich mich um und schlendere durch den Shop – natürlich nicht ohne mir ein Mitbringsel einzupacken. In Ansbach mache ich noch einen Halt um auch meiner Gattin ein Souvenir zu kaufen und fahre dann in die Heimat.