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Wir sind heute auf der Westerplatte – hier beging der Überfall auf Polen und damit der zweite Weltkrieg. Hier kann man die Geschichte hautnah erleben. Neben einigen ehemaligen Munitionslagern gibt es Denkmäler, eine Menge zu lesen und einen weitläufigen Park.

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Anschließend gehen wir in Danzig essen und besuchen dann das Museum „Europäisches Zentrum der Solidarność“. Die Anlage bildet eine Einheit aus einem Museum über die Gewerkschaft, ihrem Zentralarchiv, einer Multimedia-Bibliothek sowie einem Bildungszentrum. Mittels eines Audioguides durchquert man das Museum und erhält so alle wichtigen und interessant aufgearbeiteten Informationen. Das bisher erste Museum über die Sowjetunion und deren Untergang, das mich nicht einschlafen ließ.

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Nach einigen Stunden spuckt uns das Museum wieder aus und wir hüpfen noch einmal in eine dieser Shoppingmalls. Kram kann man immer gebrauchen.

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Nun gehen wir in das Archäologische Museum von Danzig, beklettern den dazugehörigen Turm und genießen die Aussicht über Danzig. Das Archäologische Museum selbst holt mich erwartungsgemäß nicht so ab. Mich interessiert das meiste des ausgebuddelten Krams überhaupt nicht und so recht verstehe ich auch nicht, wie es sein kann dass all der afrikanische Kram überhaupt hier herumliegt. Das hat in Polen und auch sonst in all den europäischen Museen überhaupt nichts zu suchen.

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Nun fahren wir noch rüber nach Sopot und unternehmen einen kleinen Spaziergang am Meer. Die Ostsee liegt ganz ruhig da, die Möwen wuseln wild herum und mir gefällt Sopot an sich überhaupt nicht.

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Anschließend fahren wir zurück nach Danzig, schlendern kurz durch den Klosterpark und plündern noch eben eine Shoppingmall.

ab ans meer

Nun trennen uns schon rund 1.000km von Nürnberg. Nach einer recht zähen Fahrt kommen wir in Danzig, – Polen an. Die Sonne hat sich schon verabschiedet und so machen wir heute nichts mehr, außer Burgeressen im Hotelrestaurant und gepflegt schimmeln in den Hotelbetten.

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Am Morgen dann könnte das Wetter durchaus besser sein, es ist aber halbwegs erträglich und so spazieren wir in die Altstadt. Am Wasser entlang gucken wir auf alte Boote und staunen am langen Markt nicht schlecht – der riesige Weihnachtsbaum steht noch immer.
Wir sehen uns den Neptunbrunnen an, das alte Rathaus und in einer Seitengasse macht mich meine Herrin auf ein Spielzeugmuseum aufmerksam. Da muss ich natürlich rein. In ein paar Minuten öffnet es und ich bin schon ganz furchtbar aufgeregt.

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Das Museum besteht aus allmöglichen Spielzeug der Sowjetunion und gefällt mir so richtig gut. Als ich mich sattgesehen habe, gehen wir zurück an die Motlawa und halten Ausschau nach Essbarem. Groß ist die Auswahl nicht und so landen wir nach einer mittelgroßen Wanderung in einem recht kitschigen Restaurant. Mein Vorspeisenteller mit Heringen entpuppt sich als Hauptspeise und ich stehe vor einem Berg Fisch.

kiełbasa wycieczka #6

Der Wecker klingelt und ich schäle mich aus dem viel zu bequemen Bett. Jetzt geht es nach Hause – bis wir alle abfahrbereit sind, ich die Zimmer bezahlt habe und wir uns sammeln vergehen nur zwei Stunden. Das ist rekordverdächtig. Weit kommen wir allerdings nicht, denn unsere Geldsäckerln sind noch voller Zloty. So fahren wir als erstes ein großes Einkaufszentrum an. Shoppen ist angesagt und wie zu erwarten läuft das völlig aus dem Ruder. Fast drei Stunden verbringen wir im Konsumtempel und ich werde ums Verrecken die Währung nicht los. Dabei befindet sich im Einkaufskorb sogar Obst und Gemüse. Ein Großeinkauf wird so schnell nicht mehr nötig sein.

In der Tiefgarage frühstücken wir noch eben gemütlich und dann geht es an die nächste Tankstelle. Der Kadett ist völlig leer und ich werde wieder ein paar Zlotys los. Mit vier Fahrzeugen fahren wir in Richtung Heimat. Die Saarländer bleiben noch für ein paar Stunden im Kaufrausch und treten erst dann die Fahrt an. Anfangs machen wir einige Stopps – McDonald’s, Tanken, Geld verprassen – ich habe noch immer Zlotys und die Grenze zu Tschechien ist nicht mehr weit.

Die 1.000km ziehen sich gewaltig, es wird viel zu schnell dunkel und wir halten nur noch für Fastfood und Benzin. Bis endlich die Grenze zu Deutschland in Sicht ist. Nun sind es nur noch knapp drei Stunden bis wir endlich in unsere Betten fallen können. Der Polizei scheint das ziemlich egal – im Walkie Talkie vernehme ich noch ein Lachen und schon schert die Polizei aus um mich auf den nächsten Parkplatz zu geleiten. Der Versuch mich hinter einem LKW zu verstecken ist leider missglückt. Jetzt wird es richtig unangenehm. Nun sitzen wir zu zweit im Auto, haben horrende Mengen Einkäufe, Gepäck, Unrat, Alkohol und Undefinierbares dabei. Mein Reisepass liegt irgendwo verborgen zwischen all dem Müll und die Cops machen sich daran, all das zu durchsuchen. Irgendwann hören sie schließlich auf, vermutlich sehen sie den Wald vor lauter Bäumen nicht oder ekeln sich einfach nur? Wir werden es nie erfahren.
Am nächsten Parkplatz sammeln wir uns wieder und fahren dann nach Hause, wo wir die Runde nach einem gemeinsamen Bier noch abschließen.

Mögen die Planungen für 2019 beginnen!