alt-opel fetisch

Ich konnte mich nur ein paar Stunden von Deichkind erholen und schon sitze ich wieder im Kadett. Ich sammle fix Herrn M. ein und dann brettern wir ins 300km entfernte Rüsselsheim. Dort ist heute der alljährliche Alt-Opel Teilemarkt sowie eine Modellautobörse. Unsere Geldsäckerl sind prall gefüllt und wir kaufen allerhand Unrat. Trotz der bescheuerte Corona-Katastrophe wurde die Veranstaltung zum Glück nicht abgesagt – gleiches gilt auch für die Deichkindtour – da hatte ich zum Schluss hin Sorgen dass das alles so nicht stattfinden wird.

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Gegen Mittag haben wir ausreichend Geld unters Volk gebracht und treffen uns dann mit einigen Freunden – beim Italiener gibt es Bier & Pasta. Die lockere Runde macht mal wieder wahnsinnig Freude, bis nach und nach alle die Heimreise antreten.

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Wir hingegen planen noch auf einen Abstecher nach Schweinfurt zu fahren, müssen zuerst aber noch eben in die Pfalz. Ich habe einen ollen Opel zu verkaufen und der W. kündigte Kaufinteresse an. Besoffen während Deichkind führt man ein solches Telefonat nicht und so fahren wir jetzt einfach beim ihm vorbei. Bei einem Glas Wein lässt es sich doch viel besser besprechen und auf ein paar hundert Kilometer mehr oder weniger kommt es schon lange nicht mehr an.

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In der Pfalz angekommen bleibt es natürlich nicht bei einem Glas Wein, stattdessen feiern wir bis in die Morgenstunden, ziehen um die Häuser und Schweinfurt wird wohl warten müssen. Den an Herrn W. verkauften Opel bringe ich dann einfach übermorgen fix in die Pfalz – der Weg ist ja bekannt.

durchbruch #8

Nun sind wir Männer auf uns allein gestellt und uns steht ein weiter Weg bevor. Das erste Stückchen fährt Marc und dann übernehme ich wieder das Steuer und geleite uns tief in den Westen. Das heutige Konzert findet in Trier statt und wir freuen uns schon tierisch, weil es wohl ziemlich klein werden soll. Nicht unbedingt das Beste für die Band, aber kleine Konzerte sind meist schön gemütlich, nicht allzu stürmisch und das Publikum in der Regel angenehm.

In Trier angekommen finde ich einen Parkplatz direkt in der Innenstadt, sodass wir zu Fuß Trier ein wenig erkunden können. Unser erster Anlaufpunkt ist allerdings ein Restaurant, denn wir sind hungrig. Bei Früh Kölsch werden wir fündig und wir freuen uns auf unser erstes richtiges Mahl nach über einer Woche.
Sicher ist es nicht die beste Idee dazu einen Kranz Kölsch zu bestellen, aber da müssen wir jetzt nunmal durch.
Nun werfen wir noch einen Blick auf die Porta Nigra und gehen dann wieder zum Bus um vorzuglühen.

Im Mergener Hof dann bin ich etwas überrascht – es ist gar nichts los. So trinken wir die eben die Bar leer und als das Konzert beginnt verhält sich das Publikum etwas schüchtern. Unser exzessives Tanzen trägt aber dazu bei dass die kleine Meute schnell auftut und so verbringen wir ein tolles Konzert miteinander, Liedfett liefert wieder hervorragend ab und es macht richtig Laune, sodass wir nach dem Konzert noch ein Weilchen bleiben, mit der Band trinken und erst spät zum Bus wackeln.
Das Konzert morgen findet in Zürich statt und so haben wir beschlossen noch heute Nacht zumindest ein Stück in Richtung Schweiz zu fahren.

miles miles miles

Der BMW ist wieder fit für zwei weitere Jahre und ich bringe ihn jetzt zurück in seine Heimat. Morgen muss ich ohnehin an den Bodensee und so bietet es sich direkt an dem Herrn O, einen Besuch abzustatten. Den habe ich zuletzt im Winter gesehen und die Sehnsucht ist groß. So komme ich am Abend an, liefere den BMW ab und steige wieder in den Kadett. Bei Herrn O. dann gibt es traditionell Wein und wir bestellen uns Pizza.
Leider scheine ich krank oder soetwas zu werden, fühle mich recht unwohl und trotzdem sitzen wir bis in die Morgenstunden beisammen, haben viel Unfug zu erledigen und zu reden.

Nach einem kurzen Powernap und einer wohltuenden Dusche verlasse ich dann die Pfalz. Mein erstes Ziel ist Sindelfingen bei Stuttgart – hier treffe ich Herrn A. – für den liegen auf der Rückbank schicke Alufelgen für seinen Volvo. Ich brauch die nicht und seinem stehen die sicher ganz hervorragend. Weiter geht es es an den Bodensee nach Konstanz. Frau E. möchte abgeholt werden und diesem Ruf komme ich natürlich gerne nach. Eigentlich hatte ich für uns noch einiges an Programm in petto, aber noch immer fühle ich mich nicht gut und täte am liebsten direkt einschläfern lassen.
So fahren wir nach Hause, machen bei Ravensburg in einem Biergarten Pause und kommen früh nach Hause.

Nach einer ruhigen Nacht ist es dann soweit die Notaufnahme aufzusuchen. Schon in der Pfalz sagte ich spaßeshalber, dass bestimmt mein Blinddarm explodiert sei. Das sage ich schon immer wenn mir irgendetwas weh tut. Nur diesmal habe ich blöderweise Recht und werde direkt für die OP vorbereitet. Damit hat sich dann auch unsere Fahrt nach Ungarn auf das Balaton Sound Festival erledigt. Die Tickets liegen bereit und Freunde sind bereits in Ungarn und warten sehnsüchtig auf unser Erscheinen. Ich aber liege jetzt ein paar Tage im Krankenhaus und hoffe dass ich bis zu unserer Tour nach Schweden wieder fit bin. Denn die sollte planmäßig nach unserer Rückkehr von Ungarn starten.

schluss mit action

Die Festivaltour ist zu Ende und damit nun etwas Zeit für Entspannung und Liebkosereien mit der Dame des Hauses.
So verbrachten wir die letzten Tage überwiegend zu Hause und unternahmen nur einen kleinen Ausflug in die Nähe von Schwäbisch-Gmünd.
Dort spazierten wir auf die Burg Hohenrechberg, snackten ein Schnitzel, Käsespätzle und etwas Bier dazu. All das mit einer schönen Aussicht auf die Umgebung. So konnte ich auch mal wieder mit meinem neuen Volvo fahren – seit dem Kauf steht der eigentlich nur rum und das missfällt mir dann doch ein wenig.

Ansonsten gab es auch nicht viel zu tun – lediglich den Kadetten habe ich vom Festivalschmodder befreit, für etwas Ordnung gesorgt und bringe ihn heute in die Pfalz. Die Pfälzerin E. hat nämlich einen BMW, der nach einer frischen Hauptuntersuchung ruft und so hole ich ihn fix. Es gibt lecker Abendessen, den Kadett lasse ich zurück und verfrachte den alten BMW dann in die Heimat. Hier werden nun einige kleinere Reparaturen durchgeführt und dann dürfte dem neuen Stempel nichts im Wege stehen.