sun&fun

Auch heute machen wir wieder einen Ausflug mit dem Kadett. Die Bucht von Kotor haben wir inzwischen ausgiebig erkundet und fahren nun in südlichere Gefilde. Den ersten Stop machen wir bei Seti Stefan, eine eindrucksvoll bebaute Halbinsel nähe Budva. Die gesamte Insel ist heute ein Hotelkomplex und leider nicht zugänlich, sodass wir einfach etwas weiter in den Süden fahren und bei Petrovac an einem Strand verweilen. Im Adamskostüm gönne ich mir ein Sonnenbad und stapfe auch ins Meer – aber nur bis zu den Knien, denn das Wasser ist noch ganz schön kalt.

Nach unserem Sonnenbad erreichen wir den südlichsten Punkt unserer Tour – Stari Bar. Das alte Bar, ein schönes Altstädtchen mit alten Gemäuern und netten Restaurants, Wir essen mal wieder und kaufen uns ein wenig Olivenöl um dann den ältesten Baum Europas zu besuchen.

Mit 2240 Jahren it es der älteste Olivenbaum der Welt und der älteste Baum Europas. Eindrucksvoll steht er da in einem kleinen Dorf und man muss sogar 1,-€ Eintritt berappen um ihn zu begutachten.

Als wir uns am Baum sattgesehen haben fahren wir langsam zurück, gammeln noch ein wenig am Meer, spielen Karten und kommen am Abend wieder in Kotor an. Wieder gehen essen – das machen wir mehrmals täglich und in Montenegro scheint alles gleich zu sein. Sämtliche Restaurants haben dieselben Gerichte die man so vom Balkan kennt und auch den italienischen Einfluss merkt man deutlich. Ob es im Hinterland anders ist weiss ich nicht, hier an der Küste aber bin ich froh dass wir bald wieder abreisen – ich möchte mal wieder etwas anderes essen.
Den Katzen scheint es nicht so zu gehen, denn auch heute machen wir am Abend wieder eine kleine Fütterungstour und fallen dann zu Bett um in der Nacht wieder aufzustehen. Die 1400km nehmen wir wieder in einem Rutsch in Angriff und dürften dann am morgigen Abend zu Hause ankommen.

kulinarische reise

Am Palazzo Pitti, einem Renaissance-Palast im Stadtteil Oltrarno beschließen wir, dass es wenig Sinn macht sich all die Sehenswürdigkeiten anzusehen, wenn das gleichzeitig die halbe Menschheit auch tut. So suchen wir ein Café auf und ich genieße einen Longdrink, bin froh über die Wärme und freue mich auf ein baldiges Essen. So sitzen wir eine Weile und gehen danach einfach in das Restaurant gegenüber, wo wir dasselbe einfach nochmal machen. Es gibt Wein, Bier, Schnaps und einen Salat. Dort lernen wir dann ein amerikanisches Paar kennen, die beiden sind auf Europareise und versprechen mir auch direkt ihre Tochter. Ich zeige mich dankbar und dann müssen wir aber los. Von den anderen haben wir etwas von einer Bar gehört.

Wir finden überhaupt nicht hin und unterwegs frage ich drei junge Mädels, wo man denn etwas trinken gehen könne. Empfohlen bekomme ich einen Laden, deren Preise jenseits von gut und Böse liegen. Ist uns aber erstmal egal, denn das Ambiente ist so herrlich unpassend für uns abgebrannte Typen. Nach einem Longdrink geht es endlich in den Irishpub, wo die restlichen Rallyeteilnehmer bereits fröhlich trinken. Dort angekommen zeige ich meine Krankenkassenkarte, werde als Student identifiziert und bekomme nun Rabatt auf sämtlichen Alkohol. Perfekt! Wir spielen Beerpong, trinken irre um die Wette, freunden uns binnen kürzester Zeit mit allen an und zur Krönung schallt dann auch noch deutsche Musik aus den Boxen.

Zu späterer Stunde verschwindet die Gruppe in eine Discothek und natürlich verpasse ich den Absprung, stehe plötzlich alleine da und mache mich auf den Weg etwas zu essen. Unterwegs lerne ich einige Italiener kennen und finde mich in einem zweistündigen Sprachkurs wieder. Wir haben eine Menge Spaß und als es nun wirklich Zeit für das Bett sein sollte, verabschiede ich mich und suche nun das Hotel. Ohne Akku und absolut keiner Orientierung klingt das recht schwer, aber in einem McDonald’s treffe ich zufällig auf einige Rallyeteilnehmer und gemeinsam fahren wir mit dem Taxi zurück und fallen erst mit dem Sonnenaufgang zu Bett.

qualitytime

Heute steht schon der Herr K. in aller Frühe vor der Türe und nimmt Platz im Kadett. Gemeinsam geht es auf die Autobahnen gen Nordwest. Wir gönnen uns ein paar Tage Unvernunft und großen Spaß. Der Verkehr fließt ganz angenehm und nach nur sechs Stunden sind wir bereits in Mönchengladbach angekommen. Zuerst geht es in unser Hotel. Für die heutige Nacht haben wir uns für ein B&B nahe der Stadtmitte entschlossen. Die Rezeptionisten fragen wir nach Sehenswürdigkeiten, guten Bars, schönen Festen und all solche Dinge, die man bei einem Städtetrip eben so mitnehmen mag. Statt Antworten ernten wir nur Mitleid und den Tipp doch einfach nach Düsseldorf oder so zu fahren. In Mönchengladbach gibt es nichts. Nur einen heißen Tipp hat er parat – eine Straße mit vielen Bars und Clubs in der Innenstadt – da soll wohl auch was los sein.

Wir checken ein, werfen Krempel aufs Zimmer, verschnaufen einen Moment und sitzen anschließend noch ein bisschen am Kadetten und trinken ein kühles Bier. Dann geht’s zu Fuß in die Stadt, Herr K. hat neulich auf dem Schwörmontag seine letzte Jacke verjubelt und nun friert es ihn ganz fürchterlich. Ein paar Dinge könnte ich auch gebrauchen, werde aber in keinem der unzähligen Läden fündig. Auch Herr K. geht mit leeren Händen weiter und nun geht es in die Waldhauserstraße. Gleich in der ersten Bar versuchen wir unser Glück und bestellen lokale Biere. Schmeckt fürchterlich. Ein selbstgebrautes, naturtrübes Pils. Wenn man Stunden später aufstoßt, hat man noch immer den beißenden Ekelgeschmack im Munde. Unfassbar.

Nun geht’s weiter auf das Waldhausfest – ein kleines Kulturfest in der Fußgängerzone der Waldhausenerstraße. Irgendeine Jugendband spielt ganz fürchterlichen Rock – ich frage mich immer wieso solch junge Typen ständig über’s Leben, Verflossene und alte Zeiten singen. Total authentisch. Der Jack-Cola vom Kiosk nebenan machts etwas erträglicher & dann geht es auch schon in die nächste Kneipe. Die ganze Nacht verbringen wir in etwa so, stolpern von Kneipe zu Kneipe und lernen eine Menge Gladbacher kennen. Die sind alle auch total nett, reagieren aber recht allergisch darauf, wenn man sie immerzu als Ruhrpottler bezeichnet.
Als wir schließlich genug haben, geht’s an den Taxistand. Das erste Fahrzeug in der Schlange nimmt uns ums Verrecken nicht mit, ist der Dame „zu kurz, da verdiene man nichts“. Beim zweiten Taxi blitzen wir wieder ab, wohlgemerkt bei einer Strecke von 3-4km. Ich überlege kurz ob ich die zwei Idioten schwer beleidigen soll und beschließe dann stattdessen einfach das letzte Taxi in der Schlange zu nehmen und nach kurzer Schilderung der Situation sind wir uns ein einig, dass die beiden von ihrer Pflicht nix verstehen und sowie asozial sind. Wohlbehalten kommen wir ins Hotel und schon bald schlummere ich ganz wunderschön.

kommando nimmersatt

Auf Nach Ravensburg! Zusammen mit Frau J. geht es für uns heute nach Ravensburg – dort studiert im Moment nämlich der Mann ihrer schlaflosen Nächte und wir statten ihm einen fixen Besuch ab. Die Autos parkieren wir etwas außerhalb auf einem kostenlosen Parkplatz und marschieren dann in die Wohnung von Herrn F. Er muss nun aber zurück in die Vorlesung und anschließend arbeiten, sodass wir uns direkt aufmachen die Stadt zu erkunden.

Erster Halt zur Essensaufnahme. Wir entscheiden uns für ein Öko-vegan Hipsterrestaurant und es schmeckt ganz vorzüglich. Anschließend täte ich gern den Blaserturm besteigen, der Pförtner jedoch winkt ab und meint dass er nun schließe. Tolle Wurst. Heftig enttäuscht, zum Glück meiner Begleiterinnen, ziehen wir weiter und stolpern dann langsam wieder in Richtung der Wohnung um einigen Wein samt Wodka zu trinken. Wie das halt so ist. Die Nacht wird heute mal wieder besonders lang, wir stolpern noch durch diverse Ravensburger Kneipen und fallen dann erst spät zu Bett.