toursitenfalle

Anstatt in Rijeka Futtern zu gehen, fahren wir noch ein Stück weiter der Küste entlang bis nach Opatija. Auf meinen Karten sah das Städtchen ganz süß aus, aber als wir ankommen entpuppt sie sich als waschechte Touristenhölle. Die Straßen sind voller Menschen, alle wurschteln sich entlang der Promenade und plündern die Eisdielen. Fürchterlich anzusehen und auch sonst bietet die Stadt kaum Sehenswertes. Die Küste wird gesäumt von kitschig anmutenden Hotels und wir fühlen uns horrend unwohl.
Zum Glück aber finden wir ein grandiosen Restaurant und schlagen und so richtig die Magen voll um im Anschluss noch ein Eis zu snacken. Dann aber wirklich nichts wie weg hier!

Zurück in Rijeka spazieren wir noch ausgiebig durch den Hafen und verabschieden uns allmählich von der wirklich schönen Stadt, natürlich nicht ohne uns nochmal bei McDonald’s zu stärken!
Am nächsten Morgen dann wollen wir zeitig los und ich verständige unsere Gastgeberin dass wir auschecken wollen. Sie eilt direkt herbei und wir sagen Tschüss. Durch Slowenien, den Karawankentunnel und die Tauernautobahn geht es nach Hause und zu meinem Erstaunen geht es zügig voran. Lediglich an der deutschen Grenze ist mal wieder Chaos. Noch immer wird die gesamte Autobahn zweispurig durch Grenzkontrollposten geschleust und entsprechend lange sind die Staus. Denen Deppen muss bei Gelegenheit dringend jemand vom Schengenabkommen erzählen!

rijeka

Nun bahnen wir uns den Weg in unser Hotel, das liegt mitten in der Altstadt, direkt an der Ausgrabungsstätte und dem „Alten Tor“. Einen Parkplatz ergattern wir auch recht fix und die Suche nach dem Hotel gestaltet sich erst als etwas schwierig. Abgesehen von einem kleinen Schild findet man nämlich garkein Hotel. Im Hotel selbst gibt es auch keine Rezeption oder ähnliches, die Chefin aber ist gerade da und bereitet unser Zimmer vor. Sie bittet noch um dreißig Minuten Zeit und wir überbrücken die einfach ganz gekonnt in einem kleinen Restaurant, wo ich mich mit Pizza und belgischem Bier zufriedenstelle.

Zurück im Hotel erwartet uns in diesem uralten Häuschen ein kleines Zimmer mit einer geräumigen, begehbaren Dusche. Da kommt Freude auf, ich mache mich frisch und dann gönnen wir uns einen Mittagsschlaf. Am Abend gehen wir wieder nach draußen, trotz der miesen Prognosen ist das Wetter noch immer annehmbar, trocken und wir nutzen es für einen Spaziergang durch Rijeka, die Hafengegend und werden auch schon wieder viel zu schnell fündig in Sachen Futter. In einem kleinen Restaurant nahe des Hafens vertilgt Frau Doppel-E einen Sack voll Muscheln und mir genügt eine Portion Cevapcici samt einigen Wein. Der schmeckt zwar ziemlich scheußlich, steigt aber schnell zu Kopfe – offenbar bin ich aus der Übung.

es weihnachtet sehr

Der Weihnachtsmarkt in Monaco ist dieses Jahr eingezäunt und überwacht – die Terrorangst sitzt den Franzosen wohl noch tief im Nacken.

Auch ist er um einiges größer geworden und für meinen Geschmack ohnehin viel zu überladen und auch überlaufen.

Das Essen aber schmeckt fantastisch, ist frisch vor unseren Augen zubereitet und auch relativ erschwinglich.

Anschließend gebe ich allen den Hinweis, dass wir noch eine Aussichtsplattform über Nizza ansteuern, welche auch im Roadbook ausgeschrieben ist.
Mit etwas Glück schaffen wir es sogar noch vor Sonnenuntergang. Es war wieder sehr schön in Monaco, aber ich muss auch sagen dass es eben doch immer dasselbe ist und es mich mittlerweile etwas langweilt. Somit ist der Startschuss gefallen, für eine kleine Umorientierung unserer kleinen Rallye.

dreharbeiten

Im Hafen angekommen trafen wir uns direkt mit ein paar netten Gestalten, welche im Auftrag von VOX produzieren.
Rund 4 Stunden drehen wir – es entsteht nach und nach ein kleines Filmchen über Motory.de, Mich & den Kadett.

Typisch für Hamburg wechselt sich die Sonne permanent mit Regenschauern ab, was dem ganzen aber keinen Abbruch tut.
Am späten Nachmittag ist alles im Kasten – was waren wir froh. Endlich Frühstücken und Hamburg genießen.

Wer Lust hat, sich den kurzen Beitrag anzusehen:

VOX Automobil, 31.05.2015 – 17.00 Uhr

Nachtrag: Hier der Beitrag