schlecht gepflegt, gut gewartet

Heute widme ich mich nochmal den Türen – die Fahrerseite bekommt einen anderen Schließzylinder. Bei der Gelegenheit tausche ich direkt die Türfolien und entferne den Kabelsalat. Die neuen Türen nämlich verfügen über Zentralverriegelung, Spiegelheizung und so’n Quatsch. Ist direkt alles hinausgeflogen und wird daher auch niemals kaputt gehen.

Nebenbei saug ich ein wenig, stelle fest dass meine 12-V Dosen nicht mehr funktionieren und repariere die Kabel. Anschließend kommt er auf die Hebebühne – einfach mal so um zu gucken. Schaden tut das sicher nicht. Ein alter Mechanikerhase schaut sich die Möhre an und alles in allem scheint das Fahrzeug in Ordnung. So fackel ich nicht lange und lasse eine Abgasuntersuchung durchführen. Diese besteht er auch. Nun aber allerhöchste Eisenbahn. So gut in Schuss war der Kadett vermutlich noch nie. Also riskiere ich einen Spontanbesuch beim TÜV.

Die Hauptuntersuchung wäre zwar erst im September fällig, aber jetzt wo er ohnehin schon durchrepariert ist bietet es sich regelrecht an. Außerdem geht es in Kürze nach Tschechien und anschließend nach Marokko. Sicher kein Fehler mit mehr als nur etwas Resttüv unterwegs zu sein. Mit einem mulmigen Gefühl fahre ich zur KÜS-Stelle und stelle den alten Knaben vor. Zuerst geht’s auf den Bremsenprüfstand. Die Werte sind in Ordnung, lediglich die Handbremse ist fast schon grenzwertig – ist mir aber egal, grenzwertig bedeutet ja nicht schlecht und benutzen tu ich sie ohnehin nie. Motorraum, Unterboden, Innenraum – alles wird durchgecheckt und als gut befunden. Der Prüfer schließt die Begutachtung mit dem Satz „Schlecht gepflegt aber gut gewartet – meistens ist es andersherum!“

Wunderbar! Die Plakette gibt’s auf Anhieb und ich fahre mit breitem Grinsen davon. Ein wahrlich erhabenes Gefühl.

auf ein neues

Der Stufenkadett besitzt noch bis kommenden März die Befugnis zu fahren – dann ist die Hauptuntersuchungen fällig und mir seit einiger Zeit etwas unwohl.
So fuhr ich heute spontan und ohne mir selbst den Kahn genauer angesehen zu haben zum TÜV.
Glücklicherweise war ich im Moment der einzige „Kunde“, so konnten sich direkt drei Prüfer meinem Auto widmen.

Los geht’s auf dem Bremsenprüfstand – die Werte sind alle in Ordnung und selbst die Handbremse verrichtet ihre Arbeit zufriedenstellend. An ihr zweifelte ich, aber es passt.
Ebenso funktionieren alle Lichter, die Hupe und auch im Innenraum gibt’s nichts zu beanstanden. Anschließend der Blick unter das Fahrzeug. Die gesamte Auspuffanlage kam beim letzten TÜV neu, Rostnester haben sich nach wie vor keine gebildet und auch diverse Leitungen, Schläuche und Befestigungen sind in bester Ordnung.
Bei der Überprüfungen der Aufhängungsteile gibt es auch nichts zu beanstanden – ich bin selbst etwas verwundert, aber dort ist noch immer nichts ausgeschlagen oder verschlissen.
Dann wird der erste Mangel entdeckt – auf der linken Seite ist die Antriebsellenmanschette gerissen – das schon seit beinahe zwei Jahren, hatte ich selbst bereits vergessen gehabt.
Dann der Blick über Motor und Getriebe sowie die äußere Karosserie. Keinerlei Undichtigkeiten, Durchrostungen oder andere Auffälligkeiten.

Zum Schluss bekomme ich natürlich keine neue Plakette – die Manschette muss neu sowie die Scheinwerferbefestigung rechts.
Die Teile sind schnell geordert und in Kürze darf geschraubt werden, nun habe ich ja vier Wochen Zeit um jene gravierende Mängel zu beseitigen.