schneesause

Vor ein paar Wochen fragte mich Herr C. ob der Preis für seinen jungen Gebrauchten in Ordnung sei. Ich bejahte und wunderte mich ein wenig darüber, dass er den tollen Opel nicht losbekommt. So bot ich ihm direkt an, dass ich das Auto für Summe X kaufen täte, wenn er ihn gar nicht losbekommen sollte. Und nun hat er sich bei mir gemeldet. Ob mein Angebot noch stünde. Eh klar, Autos kann man immer gebrauchen!

Der Kadett wurde seit Polen so gut wie nicht bewegt, steht dumm rum und hat viel Zeit in der Werkstatt verbracht. So bleibt er auch heute stehen und ich fahre zusammen mit Herrn R. nach Mainz in die schöne Pfalz. Dort nämlich wohnt der C. und wird nun heute endlich seinen Opel Astra los. Die Anfahrt ist etwas schwierig, denn ausgerechnet heute steht Schneechaos auf dem Programm und so schleichen wir langsamen Tempos in Richtung Pfalz. Angekommen bleibt leider nicht viel Zeit, denn wir müssen zeitnah wieder zurück. Den Astra schaue ich mir nicht wirklich an, checke nur ob er anspringt und bezahle meine Zeche.

Auf dem Heimweg kommen längst vergessene Gefühle wieder in mir hoch. So einen Astra hatte ich nämlich als Jungspund schon einmal. Damals diente er als Winterauto und hat mich nie im Stich gelassen. Der untermotorisierte Kombi hat immer viel Spaß gemacht und für all den Unfug den wir damit getrieben haben, sollte man vermutlich in den Kerker kommen.
Die 300km meistert er auch ganz zuverlässig, braucht wenig Sprit und dient mir noch zwei Tage als Ersatz – denn der Kadett steht noch in der Werkstatt. Ein neues Türschloss soll vermeiden, dass ich weiterhin zur Beifahrertüre ein- und aussteige.
Was dann mit dem Astra passiert? Keine Ahnung. Vielleicht verkaufe ich ihn, vielleicht behalte ich ihn auch – mal sehen.

der mit dem kadett

Ich treibe mich noch immer in Darmstadt herum und nutze jetzt das schöne Wetter für eine Wanderung durch Kranichstein. Hier befindet sich das ehemalige Jagdschloss aus dem Jahre 1578, es ist eines der wenigen barocken Jägerhofe Deutschlands. Heute befindet sich auf dem Hof ein Hotel, ein Restaurant sowie das Jagdmuseum – viel interessanter finde ich aber die Umgebung, denn wo seit hunderten Jahren die Jagd betrieben wird, finden sich im Wald sicher viele Hinterlassenschaften. So umrunde ich einmal den Backhausteich und marschiere dann lange durch den Wald. Irgendwann komme ich an einem alten Jagdschirm aus dem 18. Jahrhundert vorbei und entdecke später auch ein altes Saufanghäuschen. Erbaut wurde es im klassizistischen Stil um 1830 und wurde genutzt um die sich damals stark vermehrende Wildschweine zu Schießen. Die Säue wurden in ein Gehege rund um das Häuschen gelockt und dann geschossen.

Irgendwann stolpere ich wieder zurück zum Kadett, wundere mich angesichts meines jetzigen Termins ein wenig um meine völlig versauten Schuhe und fahre los. Nächster Halt Mainz.
Vor kurzem nämlich habe ich bei einem Gewinnspiel auf Facebook von Opel mitgemacht und dann auch noch gewonnen. Der Preis ist eine Einladung zu einem exclusiven Event in der Mainzer Opel Arena, wo sonst der 1. FSV Mainz 05 spielt. Ohne Plan komme ich an, werde begrüßt und eine junge Dame führt mich durch die Räumlichkeiten. Nun ist Zeit für kühle Getränke und nette Gespräche. Etwas später eröffnet das Buffet – angesichts der rauen Mengen an Speisen und den wenigen Leuten bleibt mir natürlich nichts anderes übrig, als mich hoffnungslos vollzustopfen. Es schmeckt aber auch ziemlich gut. Nach einer kurzen Verschnaufpause beginnt dann das eigentliche Programm. Im Laufe des Jahres wird der neue Opel Combo auf den Markt kommen und heute habe ich zusammen mit diversen Großkunden von Opel die Möglichkeit ihn mir genauer anzuschauen. Nach einer gelungenen Präsentation und diversen Informationen haben wir noch ausreichend Zeit uns die Fahrzeuge anzusehen und Kuchen wird es auch noch geben.

Nachdem ich mich sattgesehen habe, verabschiede ich mich, bedanke mich ganz lieb für den tollen Tag und verschwinde so leise wie ich kam. Es war wirklich sehr interessant einer solchen Veranstaltung beizuwohnen und auch hier mal wieder etwas hinter die Kulissen zu blicken – das konnte ich ja schon oft bei Opel und der Satz am Empfang „Du bist doch der mit dem Kadett in Kiew war?“ bleibt sicher auch in Erinnerung. Der neue Combo übrigens – wahnsinnig gelungen! Das Platzangebot ist sehr gut, die Langversion kann ich mir sogar als kleinen Camper super vorstellen und auch sonst macht er in allen Belangen einen weitaus besseren Eindruck als sein ungeliebter Vorgänger.

pfälzer metropole

Ich habe in Nähe Frankfurt zu tun und fahre schon etwas eher nach oben. In den Morgenstunden sattle ich den Opel Mokka und düse gen Nordwest. Die Umgebung rund um Frankfurt kenne ich mittlerweile ja doch schon recht genau und so entscheide ich mich für einen Besuch in Mainz, die Hauptstadt der Pfalz.

80km vor Mainz erreicht mich auf meinem Smartphone ein Bild von Herrn M. – offenbar steht er gerade am Moselrastplatz ein Stück weiter nördlich. Erst neulich in Österreich fuhren wir uns über den Weg und jetzt schon wieder? Klein ist die Welt. So treffen wir uns in Mainz, parkieren unsere Kisten am Stadtrand, laufen dann zu Fuß in die Altstadt und halten die Augen offen nach Nahrung.
In der Fußgängerzone werden wir auch schnell fündig, speisen ganz gut zu angenehmen Preisen und verhocken noch ein wenig in der Tropenhitze. Herr M. verabschiedet sich dann auch wieder, ich komme direkt mit zu den Autos, ganz ohne Mainz nun ernsthaft erkundet zu haben und frage das Internet nach Einkaufsmöglichkeiten.

Ein paar Dinge wollte ich heute noch erledigt haben, Google aber ist der Ansicht dass es, was ich so suche, hier einfach nicht gibt. Also quäle ich mich durch diesen fürchterlichen Brei bis Rüsselsheim, verlasse die Stautobahn und schau mal hier, wo ich denn meine Einkäufe erledigen könnte.