zweitakttournee

Endlich Sommer, endlich Hitze, endlich Zeit zum Zweitakten. Stark motiviert schwinge ich mein Hinterteil aufs Moped und treffe ein paar Kumpel. Nach kurzer Beratschlagung steht ein Ziel fest – wir tuckern nach Bayern an die Donau. Soll dort Bier in großen Gebinden und gutes Essen geben.
Ohne Stop düsen wir im Konvoi durch und kommen schließlich pannen- und unfallfrei an. Wir parkieren direkt am Ufer und schnellen Schrittes geht es in einen Biergarten – jener lockt mit zünftiger Brotzeit und einem Heferuss.

Schon jetzt, nach heute gerademal 50km schmerzt mir der Hintern – verdammt. Nunja, zurück müssen wir trotzdem, also steigen wir auf, Tanken und dann geht es weiter. Nach einigen Kilometern bleibt Herr E. mangels Benzin liegen. Aber halb so wild, wir kippen aus der anderen Hercules das nasse Gold einfach um und können weiterfahren. 20km später dasselbe Spiel – wieder füllen wir um und irgendwann passieren wir dann auch die Grenze zu Baden-Württemberg.

Nach knapp über 100km heute bin ich dann doch froh als ich den Heimathafen erreiche, genieße eine kalte Dusche und bin mir absolut sicher, dass berüchtigte Motorradclubs von solchen Touren nur träumen.

pizza, pasto, vino

Neulich bekam ich mein neues Youngtimermoped geliefert – es ist eine Piaggio geworden mit sagenhaften 49ccm für Erlebnisfahrten aller Art.
Heute habe ich dann endlich mal den Zündschlüssel eingesteckt, fahre damit fix zur Arbeit und erfreue mich dran. Etwas modern, wenig Schaltung, viel Elektronikschrott und viel zu viel Plastik. Einen Pluspunkt kann ich jedoch verzeichnen – das Ding fährt zuverlässig.

Zeitnah beschließe ich, dass nun genug gearbeitet wurde und schwinge mein Hinterteil auf die Neuzeitvespa. So düse ich ein wenig in’s Grüne, erklimme Berge und teste was das Zeug hält. Fazit: das Ding ist klasse – damit unternehme ich unbedingt in Bälde eine längere Reise!

In der Zwischenzeit habe ich es endlich fertiggebracht mein 50ccm Mopped anzumelden.

Also ist es mir endlich wieder möglich mit dem Zweirad die Straßen unsicher zu machen. Mit ein paar Freunden starte ich heute einen Ausflug über die schwäbische Alb – wir knattern so durch die Gegend und kommen an einer verlassenen Schule vorbei. Diese wurde, wenn mich nicht alles täuscht vor ca. 10 Jahren geschlossen. Das Gebäude steht bis heute und wird es wohl noch einige Zeit tun.

Der Komplex ist rießig und umfasst mehrere Gebäude, sowie einen großen Pausenhof und Garten. Natürlich ist jetzt im Sommer alles zugewuchert und vieles nicht wirklich begehbar.

Wie so oft zerstören leider halbstarke Dorftrottel diese schönen und verlassenen Orte.
Innen ist das meiste noch intakt und wahnsinnig interessant. Solche Gebäude lösen in mir immer eine besondere Abenteuerlust aus und sie laden einfach zum verweilen ein.

Im Herbst müssen wir unbedingt wieder hin um den Rest zu erkunden – es bleibt zu hoffen dass das Gebäude so erhalten bleibt und nicht abgerissen wird. Hier im Süden Deutschlands sind solche Orte leider doch relativ selten.
Apropos, drinnen waren wir natürlich nicht, das wäre eine Straftat und käme nie in Frage!