chaostage muenster

Ein völlig unvernünftiger Herrenausflug ist schon viel zu lange her und so sitzen wir heute zu dritt im Kadetten und brettern sechs Stunden lang nach Münster. Die Wahl fiel auf Münster weil dort morgen We are Scientiets spielen und keiner von uns jemals in Münster gewesen ist.
Angekommen verköstigen wir noch direkt im Parkhaus einige Kaltgetränke und checken dann in unserem Hotel ein. Das ist recht nah am Zentrum gelegen, befindet sich im Viertel der Freudenhäuser und Dönerbuden und könnte kaum besser sein.

Schon nach kurzer Zeit werden wir gebeten das Hotel zeitnah zu verlassen und dem kommen wir dann schließlich auch nach. Irgendwann finden wir uns auf einer Rammstein-Party wieder, schwingen das Tanzbein, verköstigen manchen Döner und fallen erst spät zu Bett.

So fängt der neue Tag natürlich reichlich spät und mit Frühstück bei einer Pizzeria an. Herr H. legt sich dann wieder ab und mit Herrn B. erkundige ich Münster. Viel zu sehen gibt es in der Altstadt allerdings nicht. Immerhin sehen wir uns in der Lambertikirche um gehen nach einer weiteren Stärkung einfach zurück ins Hotel. So feiern wir bis zum Abend und gehen dann zum Gleis 22 – dort spielen We are Scientists. Die Location selbst ist total madig. Das Getränkeangebot ist reichlich überschaubar und qualitativ das Letzte. Wir haben einfach keinen Bock und gehen gegenüber in die Dönerbude. Wohin auch sonst?

Den Abend lassen wir schließlich auf einer 90er Party ausklingen – aber auch hier enttäuscht Münster. Der Taxifahrer lässt mich später wissen, dass in Münster selbst Stöcke einen Stock im Arsch haben. Ich lass das unkommentiert und falle zu Bett.

ulmer unterschlüpper

Heute geht es nach Ulm – der Kadett jedoch bleibt stehen und ich nehme als Beifahrer platz. Ungewohnt und auch mal schön. Warum genau wir nach Ulm düsen ist mir recht schleierhaft, trifft sich aber gut, – denn ich brauche Unterwäsche. Exemplare mit ohne Loch habe ich keine mehr im Bestand, also nehme ich mir für heute vor danach Ausschau zu halten.

In luftiger Höhe bekommen wir einen Parkplatz inklusive Blick aufs Münster und dann geht es schon ins Getummel. Die Stadt platzt wie erwartet aus allen Nähten. Das gemeine Volk ist in einem Rausch aus Glühwein und Geschenkeeinkauf. Beinahe drehe ich durch und bin völlig entsetzt über das unendliche Wirrwarr aus Menschen und Waren. Ein paar Höschen finde ich sogar, trinke an einem Sportgeschäft einen mittelschlechten Glühwein und dann stolpern wir tatsächlich noch über den Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz.

Hier ist mal so richtig voll. Man hat nicht den Platz um sich Stände überhaupt anzusehen und das Anstehen für Essen & Getränke wird zur Geduldsprobe. Also fix eine handvoll Feuerwürste gepackt und schnell weg hier. Ab nach Hause, absofort meide ich wieder Städte an Samstagen. Ein normaler Mensch hält das doch nicht aus.

münsterbezwinger

Tatsächlich sind wir doof genug bei dieser Hitze Tickets für die Münsterbezwingung zu lösen.

Gerade einmal rund 800 Stufen trennen uns von der obigen Aussichtsplattform – souverän meistern wir diese und mir schwirrt unweigerlich „PLEASE BUILT LIFT“ durch den Kopf – jenen Spruch fand ich vor drei Jahren im Kölner Dom, geschrieben in erstklassiger Schrift auf halber Strecke.

Nach einer ausgiebigen Verschnaufpause und Genuss der schönen Aussicht machen wir uns auf den Weg herab – Karusselfahren mal anders.