vom see nach bad waldsee

Kaum habe ich den Wörthersee hinter mir gelassen, werde ich heute früh schon daran erinnert, dass in Bad Waldsee am Hymermuseum das alljährige Treffen der Alt-Opel IG stattfindet. Schon wieder Kilometer, schon wieder alte Autos gucken? Mhm, wieso nicht? Also fix den Kadetten gestartet und ab nach Bad Waldsee.

Heute ist zwar nur Anreisetag, aber es tummeln sich bereits einige wunderschöne Oldtimer-Opel aller Epochen auf dem Platz und meine Augen werden immer größer.

Das Treffen findet jährlich statt und teilnehmen kann im Grunde jeder mit einem Opel Young/Oldtimer – kostet aber einiges an Teilnahmegebühren, die jedoch gerechtfertigt sind, wie ich meine. Ständig wechselnde Locations und eine aufwändige Organisation lassen das Treffen für die meisten sicher attraktiv wirken, ich hingegen bin schon immer ein Freund von ‚Weniger ist mehr‘. Drum fahre ich stets als Besucher hin und schau mir das Ganze an – reicht vollkommen und reduziert auch nicht den Spaß an der Sache.

opels in the snow

Zuallererst schenke ich mir einen Longdrink ein – anschließend bauen wir Grill, Pavillon und sonstigen Campingmist auf, wir sind schließlich nicht zum Spaß hier.

Das Camp steht – und nun? So recht wissen wir es auch nicht, denn anders als erwartet sind wir beinahe alleine. Vermutlich liegen die meisten im Graben oder sind bei dem suboptimalen Wetter erst garnicht losgefahren. Zum zweiten mal findet in Oschersleben an der Rennstrecke ein kleines Opel-Wintertreffen statt. Schön mit Campen, Glühwein und Gemütlichkeit. Schade nur, dass heuer kaum jemand da is. Die meisten Teilnehmer sind im nahegelegenem Hotel untergebracht und auf dem Campingplatz ist es recht ruhig. Die Ruhe stören wir so gut es geht, feiern bereits in den Morgenstunden, Grillen was das Zeug hält und lassen es uns so richtig gut gehen.

Viel mehr gibt es für mich auch nicht zu tun, denn für die angebotenen Workshops interessiere ich mich überhaupt nicht und schöne Fahrzeuge sind leider auch nicht da, die man bewundern könnte. Das MDR nutzt zur Mittagszeit die Gunst der Stunde und filmt ein wenig den Kadetten und auch Herr H. kann einem kurzen Interview nicht widerstehen.

Irgendwann zu etwas späterer Stunde gehen wir ins Bett und wachen erstaunlich spät am nächsten Morgen auf. Wir beschränken uns auf Frühstück und dem Wiederfinden diverser verlorener Gegenstände, sodass wir Mittags auch schon wieder die Heimreise antreten können.
Diese verläuft beinahe etwas langweilig, uns überrascht weder überfrierende Nässe, noch Schnee geschweigedenn Regen.

kadett in the snow

Inmitten der Nacht beginne ich den Kadetten zu beladen und tue mich schwer, nicht zu fallen. Eisregen, Blitzeis, weissderteufel – es ist arschglatt.

So rutsche ich behutsam ein paar Ortschaften weiter, Herr H. steigt zu und wir begeben uns auf die Autobahn. Die ersten 300km begleitet uns das olle Eis und Geschwindigkeiten über 100km/h sind nur selten möglich. Halb so wild, denn die restlichen 300km ist jede Menge Neuschnee angesagt und die Autobahnen nur wenig geräumt.

Nach 600km haben wir dann endlich unser Ziel erreicht und widmen uns nun dem angenehmeren Teil des Tages.

opel langenau

Der „Opel Club Unteres Brenztal“ veranstaltet heute einen kleinen Saisonabschluss.
Das Wetter spielt mit und wir schauen vorbei.

Einige schöne Old- & Youngtimer haben den Weg aus der Garage gefunden und ich erfreue mich daran – zudem auch an den vielen bekannten Gesichtern, wie so oft lange nicht gesehen und nett wie eh und je. So schlendern wir ein Weilchen durch die Reihen, plaudern ein wenig und ich ziehe wieder von dannen.