schweres schuften

Nun fahre ich zu Herrn O. und montiere schonmal meine neueste Errungenschaft. Ein herrlich altes und patiniertes Pegasus-Damenrad. Kurzerhand auf den Fahrradträger montiert macht es bereits eine tolle Figur. Nun muss es nur noch durchrepariert werden. Das aber lasse ich demnächst in einer Werkstatt machen.

Nun sammeln wir noch leere Weinflaschen zusammen und werfen sie sanft in den Kadett. Unser Winzer des Vertrauens freut sich sichtlich darüber, dass auch mal Leergut zurückkommt und wir laden direkt noch zwei Kisten Wein ein. Nicht dass wir auf dem Trockenen sitzen…

Während wir noch mit dem Winzer quatschen ist Herr M. aus Heilbronn angereist. Ihm habe ich auch noch etwas zu übergeben und der geeignete Zeitpunkt ist nunmal heute. Denn bei einem Glas Wein und herbestellter Pizza lässt sich einfach alles vernünftig abwickeln. So sitzen wir noch einige Zeit beisammen, essen prächtig und gehen sogar zeitig zu Bett. Wie ich mich kenne, steht mir morgen wieder ein langer Tag bevor.

schwedenpizza

Wir stehen vor einem Italiener und ich hoffe inständig, dass genügend Platz für uns ist. Die Karte verspricht gutes, die Preise sind human und der Chefkellner so unglaublich freundlich. Kurz lieb gefragt und schon finden wir uns an zwei getrennten Tischen wieder. Ich bestelle mir eine Pizza und etwas Wein dazu. Mein Wunsch nach etwas Schärfe wird auch erfüllt und so kann ich glücklicher kaum sein. Auch hier fällt mir wieder auf dass die Preise nicht so enorm sind wie befürchtet – das Essen auch hier ist ziemlich günstig – in Sachen Preis/Leistung sogar unschlagbar. Lediglich die Getränke sind spürbar teurer.

Mit vollen Mägen entscheiden wir uns zum Glück gegen eine Bar und gehen langsam zurück in Richtung Hotel. Dort sammeln wir uns in einem der lächerlichen kleinen Doppelzimmer und sitzen noch einige Zeit beisammen, trinken manches Kaltgetränk und prüfen uns auf unser Fachwissen über die Titanic. In finsterer Nacht husche ich dann ins Bett und freue mich auf den morgigen Tag, der verspricht wieder etwas mehr Programm und wir dürfen endlich mal wieder Auto fahren!

der mittag danach

Das schöne am Herbst & Winter ist, dass sich das Auto tagsüber quasi kaum aufheizt – so kann man dann auch gemütlich mal länger schlafen, ganze ohne zu Schwitzen. So passiert es heute, dass ich fast bis Mittags schlafe. Aufgestanden linse ich herüber in den Benz von Herrn O. – der liegt auch noch, oder besser gesagt schon im Bett. Ich lasse ihn vorerst mal pennen, werfe den Grill an und frühstücke. Glücklicherweise habe ich kürzlich in eine vernünftige Kühlbox investiert und so bekomme ich beinahe gefrorenen O-Saft, eine Bratwurst und lecker Senf dazu.

Ein paar andere Festivalbesucher kommen auf einen Schwatz vorbei und so vergeht die Zeit bis zu O.’s Erwachen recht schnell. Nun wäre mir eine Dusche mehr wie recht – gesagt, getan! Ich dusche mit eiskalten Wasser hinter’m Kadetten, befürchte jeden Moment einen Herzstillstand und bin dann aber froh über dieses tolle Gefühl der Frische.

Nun wollen wir Essen gehen und spazieren einfach mal drauf los, finden natürlich weit und breit überhaupt garnichts. Alle Restaurants sind geschlossen – und das an einem Samstag Mittag! Erschwerend kommt hinzu, dass mir eine Toilette nicht schaden würde. So kommt es, dass wir in einen Pizzalieferdienst stolpern. Clever wie ich bin, bestelle ich lediglich einen gemischten Salat. Selbst der schmeckt unter aller Sau und zur Krönung gibt es auch keine Toilette. Unterwegs beschließen wir auch direkt dass Festival zu verlassen, irgendwie haben wir uns das sehr viel besser vorgestellt und so fahren wir einfach nach Hause und gehen hier noch etwas auf Kneipentour – schließlich wurde uns ein Festivalwochenende versprochen!

pizza, pasto, vino

Neulich bekam ich mein neues Youngtimermoped geliefert – es ist eine Piaggio geworden mit sagenhaften 49ccm für Erlebnisfahrten aller Art.
Heute habe ich dann endlich mal den Zündschlüssel eingesteckt, fahre damit fix zur Arbeit und erfreue mich dran. Etwas modern, wenig Schaltung, viel Elektronikschrott und viel zu viel Plastik. Einen Pluspunkt kann ich jedoch verzeichnen – das Ding fährt zuverlässig.

Zeitnah beschließe ich, dass nun genug gearbeitet wurde und schwinge mein Hinterteil auf die Neuzeitvespa. So düse ich ein wenig in’s Grüne, erklimme Berge und teste was das Zeug hält. Fazit: das Ding ist klasse – damit unternehme ich unbedingt in Bälde eine längere Reise!