endlich wieder wein

Ich fahre gerade gemütlich nach Schorndorf. Hier möchte ich erster Linie einem Reisegutschein für Frau H. besorgen. Das erste Reisebüro hat geschlossen und ich google erneut. Beim Zweiten werde ich gut beraten und möchte schließlich kaufen, bis mir die Mitarbeiterin dann sagt, dass sie nur Aushilfe sei und keinen Plan hat, aber versurcht ihren Chef zur kontaktieren. In der Zwischenzeit statte ich besagter Frau H. einen Kurzbesuch ab und fahre dann wieder zurück nach Schorndorf, in der Hoffnung dass das nun klappt.

Ihren Chef hat die Dame nicht erreicht und ich mach mich auf die Suche nach Reisebüro No. 3 – hier bekomme ich tatsächlich was ich möchte und kann nun wild entschlossen auf die Autobahn. Es geht weiter nach Calw. Zeitgleich mit mir sollte Herr O. eintreffen. Der hat nicht nur sich dabei, sondern Frau S. und vorallem ein paar Kisten Wein. Es kommt richtig Freude auf. Im Motel machen wir es uns bei Döner und Wein gemütlich, trinken bis spät in die Nacht und der Morgen trifft mich mit aller Härte. Ich fühle mich unausgeschlafen und überhaupt nicht wohl. Also fahre ich nach Hause und freue mich über ein wenig Gammel auf dem Sofa um endlich Energie zu tanken.

festung hohenasperg & pizza

Die Sonne steht noch am Himmel und so beschließe ich, dass wir noch nach Asperg fahren. Irgendwo im Archiv meines Hirnes gibt es Hinweise, dass man dort eine Festungsanlage mit tollen Ausblicken auf die umliegende Region finden kann. Den Kadetten stellen wir unten am Parkplatz ab und laufen hoch zur Festung.

Ganz anders als erwartet blickt man hier nicht auf verfallene Mauern und ein Museum sondern auf ein Justizvollzugskrankenhaus und eine Sozialtherapeutische Anstalt. Weite Teile der Anlage sind somit nicht frei zugänglich und mit ganz viel Stacheldraht gesichert. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Drumherum laufen ist aber sicher schön – das geht im Moment aber nur zum Teil, weil gebaut wird. Die eine Ecke erschließen wir dann zu Fuß und ich genieße die schöne Aussicht.

Nun aber nichts wie weg. Im Laufe des Tages hatte ich bereits Frau H. informiert dass ich in der Gegend bin und so lud sie uns ein vorbeizuschauen. Nichts leichter als das. In Schorndorf angekommen gibt es Kekse und Getränke bis mein Magen grummelt. So bestellen wir Pizza und werden sogar noch eingeladen – vielen lieben Dank!

volldampf nach schorndorf

Von Remshalden bis Schorndorf ist es nicht mehr weit – ein Stückchen den Weinbergen entlang und schon sind wir da.
In Schorndorf begrüßt uns am Bahnhof dunkler Rauch – ein super Empfang!

Just in time rollt eine Dampflok älteren Baujahres im Bahnhof ein, so werfe ich den Anker und wir verfolgen das, wahrlich kurzweilige, Spektakel von einer Brücke aus.

Im Dampf der Lok schieße ich ein paar Fotos, atme tief ein und bin gottfroh in einer dieser gesunden Umweltzonen zu sein.
Anschließend geht es weiter nach Schornbach, Herr. H. feiert den Tag seiner Geburt und lud zum Festmahl ein.

rems-murr-ecke

Kaum zu Hause angekommen geht es auch schon weiter, heute in den Rems-Murr-Kreis.
In Schornbach lockt ein winziger Adventsmarkt mit herausragendem Glühwein und furchtbar leckerer Küche. Das ganze spielt sich am Rathausplatz ab, worin der hiesige Heimatverein ebenfalls seine Pforten geöffnet hat. Drei kleine Räume voller in die Jahre gekommener Dinge, welche alle irgendwie einen Bezug zum Ort oder zur Region haben, kann man zumindest mal gesehen haben.

Die nächste Ortschaft hört auf den Namen Schorndorf – neben dem Geburtsort von Gottlieb Daimler auch Heimat eines, zur Abwechslung, wirklich gutem Weihnachtsmarktes. Hier gibt es diverse Spezialitäten aus Partnerstädten, ausgesprochen guten Glühwein und die Shoppingmöglichkeiten ringsherum sind garnichtmal übel. Dem ganzen hat die Stadt extra hierfür eine Krone aufgesetzt, oder Mütze, Mupfel, wasweissich.

Es geht wieder nach Hause – Tags drauf gebe ich den Adam ab. 1500km mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,5l – überwiegend Langstrecke, meist unter Volllast. Ich denke, das kann sich sehen lassen. Alles in allem ein tolles Auto, sollte ich je in Versuchung kommen ein modernes Auto fahren zu wollen, kommt der Adam definitiv in die engere Auswahl.

Nun aber endlich wieder Kadett, etwas vereinsamt parkt er da vor sich hin – immerhin ein Grund zur Freude bleibt ihm, er bekam einen neuen Kraftstofffilter verbaut.