tausche nebel gegen sonne

Bewaffnet mit VW Bus und dem Opel Kadett düsen wir heute noch vor Sonnenaufgang ins schöne Lechtal nach Österreich. Denn Herr. B. hat unsinnigerweise ein Saisonkennzeichen an seinem Bus und so ist in Kürze Schluss mit Lustig. Der Wüstenluft frisch aus der Sahara sei Dank haben wir im Moment nicht nur Staub auf den Autos, sondern auch herrliches Wetter. Grund genug für einen kleinen Ausflug ins Grüne!

Die Autobahn in den Süden hat nun statt Verkehr einiges an Nebel zu bieten und pünktlich im Allgäu wird dieser von der Sonne gnadenlos hinfort gejagt. Im Tannheimer Tal betanke ich den Kadetten und erfreue mich an 1,18€ pro Liter Super. Nun geht es weiter bis nach Holzgau im Lechtal. Hier wollen wir waghalsig und abenteuerlustig Wandern.

Im Tal parkieren wir die Autos und marschieren munter drauf los. Nun geht es trotz klirrender Kälte nach oben und ich freue mich schon auf tolle Ausblicke!

globetrottertreffen schwarzach

Die glühende Sonne mag noch immer nicht erträglicher werden und unser Nachbar verrät uns, wo man im Bach sogar beinahe Schwimmen kann. Nichts wie hin! Mit der Kühlbox bewaffnet geht es erneut an den Bach und dort scheint sogar richtig was los zu sein. Platz ist noch genug für uns und so sitzen wir gefühlte Stunden im kalten Bach und quatschen was das Zeug hält. Anschließend gehe ich mit Herrn C. aus Thüringen zum Vortrag des Orangetrotters, brechen aber hitzebedingt schon früher ab – in der Hütte ist es kaum auszuhalten.

Anschließend besuchen wir noch zwei aus dem Allrad-LKW Forum und sitzen lang beisammen, genießen einige Kaltgetränke und die aufkeimende Nacht bringt endlich Abkühlung mit sich. Ehe die Beine schwer werden geht es ab ins Dachzelt, die Augen fallen zu und ein erholsamer Schlaf holt uns ein. Am Morgen brennt bereits um 08.00 Uhr die Sonne ungnädig durch das Dachzelt – diverse Finnen erblassen vor Neid! So krabbeln wir schnell raus und beschließen mit Herrn C. möglichst zeitnah den kalten Bach aufzusuchen.

Am Nass angekommen geht es schnell hinein, ich wasche mich, putze mir die Zähne und freue mich über diese grandiose Abkühlung. Nun aber die Mägen füllen – ein Frühstück später sitzen wir wieder im Schatten des Kadetten, quatschen noch ein wenig und dann packe ich zusammen, denn Herr H. schrieb mir, dass er zufällig in der Nähe sei. Treffpunkt ausgemacht und dann ab dafür, wir verabschieden uns von den neuen Bekanntschaften, sagen bis Bald und ich steuere die Autobahn an.

entdecket belgien

Noch heute Nacht soll es nach Belgien gehen, Abfahrt habe ich mir für Punkt Mitternacht ausgedacht um den ollen Ferienverkehr zu umgehen. So lege ich mich noch fix hin, döse ein wenig und hab um 00.00 Uhr dann so überhaupt keinen Bock. Also wird es 03.00 Uhr – der Kadett läuft, ohne Umschweife direkt nach Brügge.

Nach gemütlichen 9 Stunden sind wir da und ich steuere direkt einen Campingplatz in Nähe der Stadt an. Ein einfacher Platz mit sanitären Anlagen, Ver- und Entsorgung sowie Strom. Mehr gibt es nicht & mehr braucht nun wirklich kein Mensch.

Brügge noch heute zu erkunden fällt sprichwörtlich ins Wasser – bei einigem Wein und etwas Vodka sitzen wir den Regen unter’m Dachzelt aus und nehmen gegen Abend dann doch noch den Fußmarsch in die Innenstadt in Angriff.

dzg treffen hachenburg

Die Nacht ist kurz – um 08.00 Uhr in der Früh geht es an den Zeltaufbau und natürlich liege ich da noch in den Träumen. Dreißig Minuten später, den Wecker gekonnt ignoriert, stehe ich auf und helfe beim Aufbau.

Anschließend besuche ich Herrn L. in Montabaur, bringe Frühstück mit und tausche dieses gegen eine völlig notwendige Dusche. So sitzen wir ein Weilchen beisammen und ich vergesse völlig die Zeit.
Ehe ich versumpfe verabschiede ich mich, sage Danke & bis bald, das Navi führt mich zurück nach Hachenburg und es kann wieder gemütlicher werden.

Wie immer sitzen wir äußerst lang und verhaltensoriginell beisammen, mal hier mal da oder genießen einfach das schöne Lagerfeuer bis der Regen uns spät in der Nacht in die Betten zwingt.