christkindflucht

Die letzten Tage habe ich mit einigen weitangereisten Freunden verbracht, oftmals sind wir viel zu spät ins Bett gegangen und heute am Heiligabend möchte ich dem ganzen Stress ein wenig entgehen. Wir stolpern spontan noch in ein kleines Frühstück bei Freunden und dann geht es auch schon auf die Autobahn. Die Feiertage verbringe ich heuer in der Pfalz, mit der Hoffnung dass ich meine Ruhe habe und gemütlich Wein trinken kann. So verläuft der Abend dann auch ganz wunderbar mit leckerem Essen, Kartenspielen und für mich nichts anderes als Tee. Am Morgen gibt es direkt Resteessen und dann machen wir uns auf ein wenig die Südpfalz zu erkunden. Das Wetter lädt zwar nicht unbedingt ein, aber allemal besser als Feiertagsstress. Zuerst geht es nach Eschbach, denn ich täte gern auf die Marderburg laufen und mich ein wenig umsehen. Die kleine Wanderung rundherum funktioniert prächtig, die Burg aber ist inzwischen in Privatbesitz und natürlich während der Feiertage geschlossen.

Macht nichts, dann fahren wir eben nach Rhodt und spazieren ein wenig durch die Gassen um anschließend noch etwas durch den Pfälzerwald zu fahren. Gerne täten wir noch jemanden besuchen, stehen aber dann irgendwo vor Kaiserslautern vor einem leeren Haus und ich möchte stattdessen eben etwas Essen. Fündig werden wir in Landau in einer Dönerbude, sind natürlich die einzigen Gäste und ich erfreue mich an unserem unkonventionellen Weihnachtsessen. Abgerundet wird das Festtagsmenü noch fix bei McDonald’s und dann verkriechen wir uns auf der Couch, gucken einen ganz zauberhaften Film und besuchen dann Herrn O. in seinen vier Wänden. Viel zu lange war ich nicht mehr in Landau gewesen und wir tun uns richtig schwer, uns wieder aneinander zu gewöhnen. Mit etwas Wein, Vodka und Ramazotti klappt es schließlich doch und zu späterer Stunde falle ich dann zu Bett um am nächsten Morgen wieder ganz gemütlich in Richtung Heimat zu fahren. Die Zeit zwischen den Jahren und den Jahreswechsel möchte ich dieses Jahr in der Heimat verbringen und hoffe dass das alles recht stressfrei vonstatten geht.

nizza bei nacht

Erstmal Relaxen war die Devise – lange Zeit dafür haben wir aber nicht, denn in Kürze versammeln wir uns im Innenhofe des Hotels und gehen gemeinsam Essen. Ein Restaurant in der Innenstadt blieb uns in guter Erinnerung und nun möchten wir wieder dorthin.
Dass der Laden brechend voll ist, hielt uns nicht davon ab mal nett zu fragen und so wurde uns versichert, dass in einer Stunde Platz für alle wäre. Die Zeit überbrücken wir bei einem kühlen Getränk in einem nahegelegenen Irish Pub und ehe das Magenknurren zu laut wird, ist die Stunde auch schon wieder rum.

Nach wunderbarem Essen und gutem Wein geht es weiter, einige von uns sind in einer Karaokebar, trinken fleißig und lassen den Abend ausklingen. Wir schauen auf den ein oder anderen Song vorbei und verabschieden uns irgendwann. Zurück im Hotel wird die letzte Nacht eingeläutet, der Rezeptionist klagt erneut über unsere Lautstärke und wir gehen zu Bett – der Heimweg steht uns schließlich auch noch bevor.

es weihnachtet sehr

Der Weihnachtsmarkt in Monaco ist dieses Jahr eingezäunt und überwacht – die Terrorangst sitzt den Franzosen wohl noch tief im Nacken.

Auch ist er um einiges größer geworden und für meinen Geschmack ohnehin viel zu überladen und auch überlaufen.

Das Essen aber schmeckt fantastisch, ist frisch vor unseren Augen zubereitet und auch relativ erschwinglich.

Anschließend gebe ich allen den Hinweis, dass wir noch eine Aussichtsplattform über Nizza ansteuern, welche auch im Roadbook ausgeschrieben ist.
Mit etwas Glück schaffen wir es sogar noch vor Sonnenuntergang. Es war wieder sehr schön in Monaco, aber ich muss auch sagen dass es eben doch immer dasselbe ist und es mich mittlerweile etwas langweilt. Somit ist der Startschuss gefallen, für eine kleine Umorientierung unserer kleinen Rallye.

casino monte carlo

Wie immer sammeln wir uns am Casino und können solang das bunte Treiben dort beobachten.
Der Portier parkt die Yuppiekisten, die Touristen fotografieren aufgeregt und die Stinkreichen tragen ihren Pelz ins Casino. Der ganz normale Wahnsinn und immer wieder lustig mitanzusehen.

Das Wetter hat sich leider noch immer nicht gebessert, die Sonne will nicht so recht – aber immerhin passt die kitschige Weihnachtsdeko so um einiges besser als sonst.

Vor Ort verabschieden wir uns noch von der Truppe rund um den Bodensee, sie treten nun die Heimreise an und wir machen uns auf den Weg zum Weihnachtsmarkt. Der Hunger möchte gestillt werden.