brüssel im eilverfahren

Ich fasse den Entschluss erstmal den großen Platz im Stadtkern anzusehen – der Weg dorthin führt durch die halbe Stadt und ich komme an unzähligen Imbissen vorbei. Wie das nunmal so ist, probiere ich Diverses und bin schon nach einigen Straßen pappsatt. Nach dieser Essensorgie säumen den Weg hunderte Geschäfte – wird wohl die Fußgängerzone sein. Wie das so ist kaufe ich hier und dort einige Kleinigkeiten und bin dann aber doch froh, als wir endlich den ‚GrandePlace‘ erreichen.

Warum denn ausgerechnet dieser Platz zum UNESCO Welterbe gehört ist schnell geklärt – ein unglaubliches 360° Panorama bietet sich auf einem wetterbedingt leerem Platz. Man kann sich kaum sattsehen – hinein möchte ich aber nirgends und Essen erst recht nix. Also laufen wir noch ein Stück weiter zum weltberühmten Manneken Pis – dem Wahrzeichen Brüssels. Verstehe wer mag – mir jedenfalls ist das unerklärlich, wie ausgerechnet dieser kleine Bub solchen Ruhm erlangen konnte. Er ist nun wirklich kein Highlight & auch garnicht groß bestückt – ich stehe vor einem Rätsel.

touriwalk durch bremen

Heute ist Karfreitag – ideal für das Tourismus Rundum-Programm, denn die Straßen sind wie leergefegt & auch das Wetter ist genau so, wie man es von Bremen erwartet.

So schlendern wir über die Schlachte – bei diesem Wetter allerdings wohl nicht halb so schön wie bei Sonnenschein. Immerhin hat Bremen es aber geschafft, das Weserufer ansehnlich und besuchenswert zu gestalten, war lange Zeit nicht der Fall.

Unser Weg führt uns weiter zum Rathausplatz – Dreh- & Angelpunkt Bremens. Neben dem alten Rathaus, Roland und dem St. Petri Kloster finden sich hier auch die Bremer Stadtmusikanten. Roland sowie Rathaus gehören zum Unesco Weltkulturerbe und bieten zusammen mit den anderen Bauten ein atemberaubendes Panorama. Es ist erstaunlich, wie wenig los ist – selbst hier tummeln sich heute keinerlei Touristen.
Noch ein schneller Blick auf die völlig einsamen Stadtmusikanten & dann geht es für uns weiter mit Bremen für Anfänger.

lorsches welterbe

Mit einer ordentlichen Portion Restzeit gondel‘ ich nach Lorsch, gelegen in Südhessen kenne ich jene Stadt eigentlich nur von der Autobahn, oder besser gesagt von ihrem Rasthof. Hier wurde ich früher mit meinem weissen Kombi permanent angehalten. Die Wachtmeisters fragten als‘ nach Drogen, vermutlich nicht mit meinen Preisen einverstanden verlangten sie stets nach einem Becher Urin zur sofortigen Kontrolle. Kostete immer Zeit und war meist recht amüsant – heute aber meide ich die Autobahn und fahre direkt nach Lorsch hinein.

Lorsch beeindruckt mit seiner steinalten Klosteranlage und einer malerischen Innenstadt. Ich nutze meinen Besuch die leider geschlossenen Gebäude des Macht-, Geistes- und Kulturzentrums anzusehen. Sehr schön, man hat sich hier offenbar viel Mühe gegeben das Areal im Einklang mit der Geschichte zu präsentieren und aktuell finden wiedermal rund um die Torhalle einige Ausgrabungen statt. Das Gesamte ist aber recht weitläufig, so bietet es sich an etwas früher zu kommen, vermutlich hat dann auch alles geöffnet.

Nachdem ich mich reichlich umgesehen habe steuere ich die Südpfalz an und werde von einem herbstlichem Sonnenuntergang begleitet.

rekonstruierte pfahlbauten

Der Bodensee ist unter anderem ja bekannt für seine Pfahlbauten, welche vor einigen Jahren einen Platz auf der Weltkulturerbe-Liste von UNESCO fanden.
Ich wollte schon lange mal hin, fand aber eigentlich nie Zeit oder Lust und heuer entschließen wir uns doch für anderes. Ein horrender Eintrittspreis lässt uns umdenken und wir ziehen weiter, natürlich nicht ohne mal über den Zaun gespäht zu haben. Der Museumskomplex mag sicher sein Eintrittsgeld wert sein, uns jeodch heute nicht.

So schlendern wir am See zurück zu unseren Fahrzeugen und ziehen gemütlich weiter.