mehr bayern

Heute ist schon wieder so ein toller Spätsommertag und wieder zieht es uns nach Bayern. Schon während der gesamten Pandemie halte ich mich unheimlich viel in Bayern auf. Ich schätze das hängt mit Söders strenger Strategie zusammen, sowas zieht einen echten Outlaw einfach an.

Nun sind wir in Würzburg, parken in Nähe der alten Mainbrücke und watscheln sogleich über diese drüber, glotzen auf die Marienkapelle, trinken Wein auf dem Marktplatz und besichtigen dann auch die Marienkapelle von innen. Die Stadt platzt aus allen Nähten, wo wir hinblicken ist die Hölle los und ich sehe mich auch hier wieder darin bestätigt, dass diese Pandemie doch gar nicht so ernst ist – zumindest nimmt sie keiner ernst.

Wir shoppen noch ein wenig, essen zünftig und latschen dann zum Residenzschloss. Eigentlich wollten wir nur in den Hofgarten, sind dann aber ausversehen rein und machen direkt einen Rundgang durch die Residenz. Anschließend kapiere auch ich, wo es zum Hofgarten geht und dort spazieren wir uns die Beine müde.

Als sich die Sonne dann schließlich auch wieder verabschiedet, setzen wir uns in den Volvo und fahren müde nachhause.

egotronic würzburg

Ich habe mich noch gar nicht so wirklich von England erholt und muss nun schon wieder los. Zusammen mit Marc von Whatabus geht es heute nach Würzburg auf ein Konzert. Marc reist aus der Oberpfalz an und ich schippere mit dem Kadett nach Würzburg. Direkt an der Konzertlocation – dem CAIRO – gibt es leider keine freien Parkplätze und so fällt unsere Wahl auf den Wohmobilstellplatz von unserem letzten Besuch vor Kurzem bei Liedfett.

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Der Platz ist ordentlich gefüllt und wir glühen ein wenig vor, hören Mucke und bestellen mal wieder Pizza. Die schmeckt ganz fantastisch und randgefüllt laufen wir dann rüber ins CAIRO. Egotronic spielen heute in der ausverkauften Bude und heizen ordentlich ein – wie beim letzten Mal perlt schon nach Sekunden der Schweiß und wir haben eine ordentliche Portion Spaß.

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Noch während dem Konzert kommt Herr F. aus Schweinfurt zu Besuch und feiert kräftig mit, als hätten wir das die Tage in England nicht schon ausgiebig getan.
Nach dem Konzert huschen wir noch in eine Disco und feiern wie das so Usus ist bis in die Morgenstunden. Herrn F. wird anschließend verabschiedet und ich nächtige mal wieder im Wohnmobil.
Die Nacht wird leider recht früh für beendet erklärt, da direkt neben uns am Main eine Person vermisst wird und diverse Hundertschaften inkl. Helikopter nach ihr suchen. So fahre ich zeitig nach Hause und Marc wird in ein paar Stunden folgen. Der kommt nun nämlich mit nach Heidenheim um noch eine Kleinigkeit am Bus reparieren zu lassen, ehe er in Bälde auf Wintertour geht.

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Inzwischen hat auch Frau R. aus Bayreuth zu uns gefunden und gemeinsam stürmen wir die Posthalle, finden uns rechts schnell an der Bar ein und warten auf den Anheizer Son of Polvo. Früher war er unter anderem Fahrer, Rowdy und vieles mehr für Liedfett und bei dieser Tour steht er mit seiner brandneuen EP auf der Bühne. Eine Mischung aus Blues und Country, oder so. Jetzt wo ich ihn ein paar mal live gesehen habe, gefällt es mir richtig gut, auch wenn die Musik nicht unbedingt als Vorband zu Liedfett passen mag. Es wirkt doch recht gegensätzlich, mundet mir jedoch ganz ordentlich.

Die Jungs von Liedfett reißen die Bühne mal wieder ordentlich ab, wir verausgaben uns rund drei Stunden und lümmeln anschließend noch ein wenig herum, plaudern mit neuen sowie alten Bekanntschaften und verabschieden uns von der Liedfettcrew – schließlich sehen wir uns jetzt einen Tag nicht. Dann verlange ich nach einem Döner, was spät in der Nacht in Würzburg offenbar ein Problem darstellt. Sämtliche Genusstempel haben zu und uns bleibt nichts anderes übrig, als unseren Hunger bei McDonald’s zu stillen. Das Essen dauert horrend lang und schmeckt fürchterlich, also alles wie immer bei der goldenen Möwe. Völlig erschöpft fallen wir in unseren 8-Bett Schlafsaal, während die Whatabussys schon den nächsten Treffpunkt anfahren.

Nach einer kurzen Nacht – ich habe kaum ein Auge zugetan – gönne ich mir eine wohltuende Dusche und versuche dann verzweifelt etwas gegen meinen Brand zu tun. Das Leitungswasser im Hostel ist ungenießbar und etwas zu kaufen gibt es nicht. Also stampfe ich rüber zum Bahnhof, kaufe mir Cola, Wasser und Kirschsaft und kippe all das Gelumpe nur so herunter. Da war viel Sahara in meinem Rachen. Nun ist es allerdings noch dunkel und Herr B. liegt natürlich noch in den Federn, also warte ich im Hostel, lese und freue mich auf unseren heutigen Ruhetag. Kein Konzert. Kein Alkohol. Keine Eskalation. Einfach Wellness!

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Nun ist es soweit, unsere etwas gewagte Konzerttour geht weiter. Herr B. ist bereits auf dem Weg nach Heidenheim, ich packe etwas Gedöns und morgen fahren wir gemeinsam nach Würzburg. Nach drei Stunden Fahrt kommt er an und nach einigen Vodka-Sun sind wir uns ganz sicher, dass es eine gute Idee sei noch eine Kneipe zu besuchen.
Sieben Kneipen und viele Stunden später falle ich völlig defekt in mein Bett und wie das zu erwarten ist, kommen wir später los als gedacht. In Würzburg dann checken wir direkt die Lage, suchen uns einen Parkplatz zwischen Konzerthalle und unserem Hostel und überbrücken die Wartezeit bis zum Eintreffen der Whatabüssern mit einigen Kaltgetränken. Die sind auch bitter nötig um die nächste Zeit zu überstehen – denn ein Katerfrühstück bleibt heute leider aus. Wenn wir schon der Band folgen, dann natürlich auch in Sachen fürchterlicher Ernährung, Alkohol und körperlicher Extase.

Als wir dann vollzählig sind, fließen weitere Getränke und es wird Zeit unser Hostel zu beziehen. Schon beim Eintreten steigt einem ein recht modriger Geruch entgegen, das Bett im 8er-Schlafsaal hat sicher schon viel erlebt und mir ist es natürlich egal. Eine Tour ist eben kein Zuckerschlecken. Jetzt wo das geklärt ist, wird es aber Zeit etwas zu Essen. Also marschieren wir durch Würzburg, blicken an den vielen Fassaden hoch, werfen ein Auge auf die Residenz und scheuen auch nicht vor einigen verstörenden Selfies zurück. In einem Speisehaus nehmen wir platz, versuchen nur wenig aufzufallen und auf mein Gesuch nach vegetarischer Kost wird mit Salat reagiert. Also bestelle ich ganz eigenartige Würstel und werde auch davon satt. Zurück an den Autos lümmeln wir einige Stunden im Whatabus, trinken und freuen uns tierisch auf das Konzert. Wobei ich gestehen muss, dass mir von den letzten Konzerten noch sämtliche Knochen schmerzen und ich so viel wimmere wie ich nur kann.