vom see nach bad waldsee

Kaum habe ich den Wörthersee hinter mir gelassen, werde ich heute früh schon daran erinnert, dass in Bad Waldsee am Hymermuseum das alljährige Treffen der Alt-Opel IG stattfindet. Schon wieder Kilometer, schon wieder alte Autos gucken? Mhm, wieso nicht? Also fix den Kadetten gestartet und ab nach Bad Waldsee.

Heute ist zwar nur Anreisetag, aber es tummeln sich bereits einige wunderschöne Oldtimer-Opel aller Epochen auf dem Platz und meine Augen werden immer größer.

Das Treffen findet jährlich statt und teilnehmen kann im Grunde jeder mit einem Opel Young/Oldtimer – kostet aber einiges an Teilnahmegebühren, die jedoch gerechtfertigt sind, wie ich meine. Ständig wechselnde Locations und eine aufwändige Organisation lassen das Treffen für die meisten sicher attraktiv wirken, ich hingegen bin schon immer ein Freund von ‚Weniger ist mehr‘. Drum fahre ich stets als Besucher hin und schau mir das Ganze an – reicht vollkommen und reduziert auch nicht den Spaß an der Sache.

altes in bad harzburg

Heute machen wir uns allmählich wieder Richtung Süden, der Heimathafen ruft und ich komme nicht drumrum noch einen kurzen Schlenker auf der Deutschlandkarte zu fahren.
So landen wir in Bad Harzburg, ganz in der Nähe von Goslar.

Hier findet nun zum 15. Mal in Folge auf der Galopprennbahn ein Oldtimertreffen statt – blöde, wie ich nunmal bin, parke ich draußen anstatt auf dem Veranstaltungsgelände unter den strengen Augen der Oldtimerfreunde. Wäre ich hinein gefahren, hätten wir uns den Eintritt sowie einige Gehminuten gespart.

Auf dem Gelände sind rund 150 Fahrzeuge aus allen Epochen – es steht tatsächlich die Schikeria neben Butterbrot-Youngtimern und allen scheint’s zu gefallen, wenn es doch nur immer so wäre.
Nachdem ich mich sattgesehen habe, nehme ich wieder die Autobahn unter die Räder und wir kommen am Abend zu Hause an. Erfreulicherweise schaffe ich all das mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 5 L/100km – trotz Gepäck und vollgeladenem Dach. War ich wirklich so tiefenentspannt und gemütlich unterwegs? Irre.

abstecher tannhausen

Der Heimweg führt uns direkt nach Tannhausen. Unser Timing hätte besser nicht sein können, denn wir reihen uns direkt in die Young- & Oldtimerkollonne ein.
Zum Programm des Treffens in Tannhausen zählt eine Konvoifahrt durch die umliegenden Gemeinden – sichtlich ein riesen Spaß für die Anwohner und auch Teilnehmer.

Früher veranstaltete der Opel Club Tannhausen eines der größten Opeltreffen weltweit & seit einigen Jahren beschränken sie sich auf ein kleines Young- & Oldtimertreffen. Das zieht natürlich viele Fahrzeuge aus dem Hause Opel an – wunderbar!

Das Treffen ist zwar relativ klein (ich war letzter und hatte Startnummer 89) aber besticht durch besondere Fahrzeuge. Vergebens sucht man hier langweilige und überrestaurierte Oldtimer.
Die meisten Fahrzeuge sind interessante Butterbrot-Kisten, viele getunt, manche stark patiniert und verbraucht. Treffen mit einer so hohen Dichte an guten Fahrzeugen sind wahrlich selten, aber in erster Linie natürlich Geschmacksache. Der Ottonormal-Oldtimerfan erfreut sich in der Regel eben eher an anderen Fahrzeugen.

Ein tolles Beispiel hierfür ist dieser Opel Ascona B – völlig runtergerockt, unrestauriert und noch mit den alten DIN-Schildern. Täte mich nicht wundern wenn das Fahrzeug noch in Erstbesitz ist. Dieses Fahrzeug hat so viel mehr Charme und zu erzählen wie ein jeder restaurierter Karren, welcher nur bei Schönwetter aus der Garage geholt wird – einfach toll.

An dieser Stelle darf ich auch dem Opel Club Tannhausen ein großes Lob aussprechen – es war ein gemütliches und tolles Treffen, selbst das Essen war hervorragend, was ja bei solch Veranstaltungen eher selten der Fall ist.
Übrigens wird es nächstes Jahr das Treffen nicht geben – stattdessen versucht sich der Club zum 30-Jährigen Bestehen erneut im veranstalten eines reinen Opeltreffens, mit Festzelt und so. Wenn ich Zeit habe, schau ich natürlich vorbei, Ehrensache. Wenn ich bedenk dass mein erstes Opeltreffen in Tannhausen mittlerweile 18 Jahre her ist…

Hier noch weitere Bilder von Tannhausen in einer Facebookgalerie

historisches stuttgart

Sonntag war ich nähe Stuttgart eingeladen und fuhr schon etwas eher los.
Ziel war das Mercedes Museum in Stuttgart – dort war ich 2012 das letzte mal, diesmal jedoch sollte ich mich nur draußen aufhalten.

Auf dem Museumsplatz fand ein kleines Old- & Youngtimertreffen statt – der Platz war kaum gefüllt, ich schätze es durften um die 60 Fahrzeuge gewesen sein, natürlich überwiegend Mercedes – man ist ja in Stuttgart. Das mag ich so an kleinen Treffen – man hat die Zeit, die wenigen Leckerbissen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Weitere Bilder in Facebookgalerie

In diesen doch recht prunkvollen Reihen stach der Kadett natürlich besonders heraus.
Anschließend fuhren wir nach Berglen um uns bei diesem grandiosen Wetter die Mägen vollzuschlagen.