honigmond #1

Nach einer kurzen Nacht in der Heimat fliegen wir nachmittags in München los. Erster Halt Doha, Katar. Hier beschließe ich das Rauchen aufzugeben. Die vielen mittelalten, bierbäuchigen Männer in der Raucherlounge bringen mich dazu – mit denen möchte ich nichts gemein haben. Also fix die letzte Kippe geraucht, dann schlendern wir etwas durch den Airport und fliegen dann weiter nach Singapur. Dort spuckt uns der Flughafen aus, wir steigen in ein Taxi und am Rande von Little India ist unser Hotel.

In der brühenden Hitze wackeln wir durch die Stadt, sehen uns Tempel an, werfen einen Blick auf die Helixbrücke, das Marina Bay Sands und besteigen dann am nächsten Morgen auch das Observation Deck. Von hier oben sieht diese irre Stadt direkt noch ein bisschen beeindruckender aus. Wieder unten angekommen mieten wir uns Fahrräder und fetzen durch die Gardens by the Bay, essen dann eine Markthalle leer und gehen nach Chinatown. Singapur gefällt mir, abgesehen von der drückenden Hitze, überraschend gut. Schade, dass wir morgen schon wieder abreisen.

Tags drauf geht es an den Flughafen und wir landen ein paar Stunden später in Denpasar auf Bali, Indonesien. Unser Taxi quält sich zwei Stunden durch den völlig verrückten Verkehr und spuckt uns im Dschungel bei Tegallalang aus. Dort wartet auf uns die Honeymoonsuite mit eigenem Balkon-Pool und anderen Bequemlichkeiten.

Wir schlendern etwas durch den Dschungel und sind dann schon früh im Bett. Der Morgen beginnt mit Frühstück am Pool und einer fetten Wanderung durchs Grün, vorbei an Tempeln und vielen viel zu leckeren Restaurants. Am Abend geht es noch in den Pool und am nächsten Morgen mieten wir uns einen Roller.

Durch den völlig verrückten Verkehr kämpfen wir uns zu den nächstgelegenen Reisfeldern. Trotz Roller und lebensmüder Fahrweise, braucht man leider ewig. Die meiste Zeit steht man eigentlich im Stau. Wir besuchen auch einige Reisfelder und Reisterassen, bestaunen manche Tempelanlage und sind am Abend noch in unserem Pool. Den darauffolgenden Tag verbringen wir in unserer Oase und steigen am nachmittag auf den Roller. Wir fahren ewig durch die Gegend und landen am Abend beim Ubud Food Festival. Es gibt lecker Essen und unendlich viele Menschen. Dank Starkregen kommen wir klatschnass zurück und den nächsten Tag starten wir mit einer vierstündigen Wellnessbehandlung, anschließend Badespaß am Pool und ein Spaziergang durch die Gegend. Mit Entsetzen stelle ich fest: Es ist ja bereits Juni und morgen verlassen wir Bali.

verliebt, verlobt, verheiratet

Heute bin ich irgendwo bei Pforzheim um den Blumenstrauß, Gestecke und solchen Kram für die anstehenden Feierlichkeiten abzuholen. Und morgen ist es dann auch schon (fast) soweit.

Wir heiraten heute im Standesamt Heidenheim, weil man das halt wohl so machen muss und Dank dem neuen Selbstbestimmungsgesetz dürfen wir auch beide denselben Doppelname annehmen. Wer Alliterationen mag, wird unseren brandneuen Namen lieben! Nach dem Standesamt gehen wir lecker Essen und verabschieden uns dann von unseren Gästen. Wir alle haben nämlich noch einiges vor & so ist nun Eile geboten!

Zuhause beladen wir Auto samt Dachbox, nutzen wirklich jede noch so kleine Ritze und fahren dann völlig überladen los in Richtung Süden.

Nach knapp 1.000km sind wir schließlich in der Toskana angekommen – etwas nördlich von Perugia haben wir für uns und unsere Gäste ein altes, wunderschönes Anwesen gemietet und hier soll dann morgen endlich so richtig geheiratet werden. Im Gegensatz zu uns haben unsere Gäste Zwischengeschlafen, sodass uns nun etwas Zeit für die Vorbereitungen bleibt.

Im Laufe des Tages trudeln alle ein, es fließen Kaltgetränke, wir gehen noch einkaufen und gammeln etwas am Pool, bis die Müdigkeit obsiegt und am nächsten Morgen endlich die Hochzeit beginnen kann! Es muss viel vorbereitet, dekoriert und auch getrunken werden.

Die (freie) Trauung übernehmen unsere Trauzeugen, das Essen macht ein Koch aus der Gegend, die Fotos eine Fotofee aus Köln und wir müssen nichts weiter tun, als den ganzen Trubel zu genießen. Ist relativ simpel & die Nacht mal wieder relativ kurz, sodass wir den nächsten Tag alle gemeinsam auf unserem Anwesen verbringen

Der nächste Tag startet mit einer Einladung von Herrn C. zur Weinprobe mit Führung übers Gut in Montepulciano. Das geht runter wie Öl! Halbbesoffen verschwindet leider einer der Autoschlüssel im verschlossenen Auto, sodass mit ADAC und VW telefoniert werden muss. Während das Problem gelöst wird, wackeln wir zum nächsten Restaurant und essen dort ganz fantastisch. Unter Umständen fließt erneut Wein. Danach schauen wir uns noch ausgiebig im wunderschönen Montepulciano um. Den Abend verbringen wir mit vielen Wein in unserem Anwesen und ich stelle fest: Der aus der Pfalz importierte Wein reicht niemals aus! Zum Glück sind wir in der Toskana und können auf Backup-Wein zurückgreifen.

Den neuen Tag verbringen wir an unserem Anwesen, das französische Bier ist leider längst leer und wir machen uns über den Nachschub aus dem Supermarkt her. Heute Nacht wird sogar ein 5l-Bottich Wein aus reiner Not entweiht und ich mache mir Sorgen um mein Umfeld.

Mit schwerem Kopf werden die ersten Gäste verabschiedet und der klägliche Rest fährt nach Perugia. Den ganzen Tag wackeln wir durch die schöne Stadt, gucken auf alte Gemäuer, trinken und essen enorm viel und genießen unseren letzten Tag. Am Abend werden noch die restlichen Kaltgetränke geleert und am nächsten Morgen stehen wir schließlich ganz allein in diesem riesengroßen Haus. Wir verabschieden uns von der Toskana und düsen in einem Rutsch nach Hause, denn es soll dann direkt in die wohlverdienten Flitterwochen gehen!

mai 2025

Den Tag der Arbeit verbringen wir in Neresheim mit Familie R. Dort fahren wir mit der Museumsbahn, gammeln biertrinkend etwas am Härtsfeldsee, umwandern den See und zwei Tage später geht es mit Herrn R. zur Tecnorama nach Ulm. Zur Oldtimermesse geht es natürlich mit dem Kadett, jedoch verrecken nach 100m die Scheibenwischer und wir satteln um auf den Volvo. Auf der Messe begutachten wir jede Menge Altblech, ich kaufe manchen Unsinn und dann gehen wir noch Essen und damit ist der Besuch von Familie R. schon wieder vorbei.

Ansonsten hat der Mai vorallem Hochzeitsvorbereitungen zu bieten und damit steht die Hochzeit auch schon vor der Tür. Dazu später mehr!

Museumsbahn, Neresheim
Tecnorama Ulm
Tecnorama Ulm

april 2025

Der April beginnt mit einem Ausflug nach Augsburg. Wir schlendern etwas durch die Stadt, gehen lecker Essen und dann zur Soho Stage. Dort spielen heute DAS AUS DER JUGEND und ERSATZKOPF. Deutschpunk-Geschrammel bester Güte! Bei Das Aus der Jugend gehts noch recht ruhig zur Sache, während bei Ersatzkopf das totale Chaos ausbricht. Super Konzert und genial von mir, die Tickets meiner Zukünftigen als Geburtstagsgeschenk untergejubelt zu haben.

Ein paar Tage später gehts nach Heilbronn zu Herrn B. Ich arbeite etwas und gucke mir sein Altblech an, im Anschluss weiter nach Karlsruhe zu Frau S. – wir bequatschen und planen den Junggesellinenabschied meiner Gattin und dann gehe ich noch zur Alten Hackerei. Dort spielen heute A DEER A HORSE. Die machen Lärm irgendwo zwischen Noise und Alternative. Viel los ist leider nicht, das Publikum unter der Woche wie so oft schläfrig, der Gig aber sehr sehr gut und zu später Stund‘ komme ich Nachhause.

Zwei Tage später geht es schon wieder nach Karlsruhe und direkt weiter in die Pfalz. Das Hochzeitskleid wird abgeholt und anschließend wird noch etwas Wein getrunken. Danach geht es nach Roschbach zur Herrn O. – wir gehen spazieren und trinken: Wein. Logisch.

Es verstreichen ein paar Tage ohne Wein, bis wir schließlich nach Au fahren – ein Kaff bei Berchtesgaden. Dort warten auf uns verschiedene Pools, Wellnessangebote und ein paar Tage Entspannung. Es geht langsam auf die Hochzeit zu und die sollte man recht entspannt angehen. Am Tag der Abreise befahren wir mit dem Volvo die Rossfeld Panoramastraße. Kurzweiliger Trip mit schöner Aussicht bei Traumwetter! Danach halten wir noch am Königsee. Geisteskrank viele Touristen, sodass wir uns schnell wieder vom Acker machen. Ein paar Käffer weiter Essen wir und fahren dann in die Heimat. Genug der Entspannung!

Zum Ende des Monats geht es wieder nach Augsburg zu Familie L. Gemeinsames Essen, gemeinsames Vorglühen, bis ich mich verpisse um zum LEFTOVERS-Konzert zu gehen. Dort gibt es als Vorband HEADJET – taugen mir gar nicht, es fließt mancher Vodka und LEFTOVERS geben mir dann den Rest. Mit diesem tollen Konzert endet dann der April.

Augsburg
Ersatzkopf, live in Augsburg
A Deer A Horse, live in Karlsruhe
Roschbach, Rheinlandpfalz
Roschbach, Rheinlandpfalz
Au, Bayern
Rossfeld Panoramastraße
Gasteig, Österreich
Leftovers, live in Augsburg