Eigentlich hatten wir geplant nun wieder nach Europa zu fahren, uns aber entschlossen noch runter nach Essaouira zu fahren. Ein Hotel ist schnell gebucht und nach rund drei Stunden sind wir dort.
Essaouira, Marokko
In der Altstadt gehen wir Essen und lassen uns dann den ganzen Tag durch die Stadt treiben, gucken uns Zeugs an, den Hafen und Essen ständig leckeren Kram. Am späten Nachmittag springe ich noch ins Meer und wir sonnen unsere Körper, ehe wir ins Bett hüpfen.
Am Morgen dann fahren wir zeitig los und sind nach gemütlichen 800km am Hafen Tanger-Med. Suppe kochen, Ausreise und dann sind wir schon auf dem Schiff. Es ist wieder erstaunlich wenig los und pünktlich mit dem Sonnenuntergang legen wir in Spanien an, fahren noch bis Malaga und nehmen uns ein Zimmer in einem Hotel.
Opel Kadett ❤Tanger-MedZurück in EuropaMalaga, Spanien
Von Malaga aus geht es in einem Rutsch nach Perpignan in Frankreich. Die Überschwemmungen in Spanien kommen erst, als wir Zuhause ankommen – wie so oft haben wir absolut perfektes Timing bewiesen. In Perpignan pennen wir in einem Hotel und fahren am Morgen die restlichen 1.200km. Nach insgesamt 8.500km sind wir zurück und müssen nun erstmal tonnenweise Krempel aus dem Auto laden. Das war eine tolle Tour!
Gestern Abend waren wir noch lange wach, ich habe mich in den eiskalten Pool begeben und wir haben mit den Angestellten und Gästen uns noch lange unterhalten. Trotzdem sind wir früh auf den Beinen und stürzen uns wieder in die Medina. Es gibt noch viel einzukaufen und im Kadett ist ja noch ein bisschen Platz. Außerdem gibt es noch ein paar Rooftopbars, in denen wir noch nicht waren.
dem scheint es gut zu gehenMarrakech, Marokko
Ganz im Süden der Medina besuchen wir noch den el-Badi Palast. Ganz nett anzusehen, aber der hohe Eintritt ist es eigentlich nicht wert und wie so oft erfährt man viel zu wenig über Geschichte und Bedeutung der Dinge, die man sich ansieht. Vieles ergoogelt man am besten, aber dazu fehlt mir in der heftigen Hitze die Lust. Danach geht es wie so oft Essen, wir glotzen auf den Sonnenuntergang und gehen zurück ins Riad, sitzen wieder eine Weile mit den anderen Menschlein beisammen und als wir zu Bett gehen, miaut die hauseigene Katze „Hagrid“ vor unserer Tür. Ein Weilchen schläft er mit uns im Bett und verzieht sich dann in die Nacht und am Morgen verlassen dann auch wir Marrakech.
Heute verlassen wir Ouarzazate und plündern unterwegs einen Keramikladen – so langsam ist der Kadett randvoll! Dann geht es durch den Atlas nach Marrakech, wo wir nachmittags ankommen, etwas außerhalb Essen gehen und dann unser Riad beziehen. Das liegt in der Medina und den Kadett haben wir an der Stadtmauer zurückgelassen.
Im ShoppingwahnMarrakech, Marokko
Dann spazieren wir ein paar Stunden durch die Medina, gehen Essen und lassen uns von den vielen Eindrücken berieseln. Früher war es in der Medina immer recht lästig, dass man nonstop angesprochen wurde, einem „Hilfe“ angeboten wurde usw. Das findet quasi gar nicht mehr statt. Die Stadt hat hier hart durchgegriffen, diese Aufdringlichkeiten verboten und bei Zuwiderhandlung droht sogar eine Gefängnisstrafe. Sehr angenehm! Nun muss man nur noch aufpassen, dass einen die abertausenden Mopeds nicht über den Haufen fahren.
Medina von MarrakechJemaa El Fna, Marrakech
Den nächsten Morgen starten wir mit einem Kochkurs. Dafür gehen wir in ein anderes Riad in der Medina und bekommen zuerst eine Führung durch die Altstadt. Dabei besuchen wir einen Bäcker und können sehen, wie hier traditionell Brot gebacken wird. Im Anschluss sehen wir uns ein Hamam an, werfen einen Blick hinter die Kulissen und lernen viel über die Vorgänge und die Kultur der Marokkaner. Danach kaufen wir noch einige Gewürze außerhalb der touristischen Gassen und besuchen noch eine weitere Bäckerei. Sehr interessant – allein schon hierfür hat sich der Kochkurs gelohnt!
Hier wird das Wasser für das Hamam erhitzt
Dann geht es zurück ins Riad, der Kochkurs beginnt. Mit uns ist ein kanadisches Paar dabei und gemeinsam bereiten wir die Lebensmittel zu, lernen viel über die marokkanische Küche und deren Besonderheiten. Wir machen uns eine Linsensuppe, Auberginen-Salat, grüne Bohnen, Orangen und eine Tajine. Anschließend wird gemeinsam gegessen und mit unseren Kanadiern haben wir Glück – die sind nämlich super nett und wir haben eine tolle Zeit.
es ist angerichtet
Am späten Nachmittag gehen wir noch in den Le Jardin Secret – ein hübsch angelegter und restaurierter Garten in der Medina. Schön anzusehen, der hohe Eintrittspreis lohnt aber nicht wirklich. Eigentlich eine klassische Touristenfalle. Im Anschluss gehen wir noch in eine Rooftopbar und genießen am Jemaa El Fna den Sonnenuntergang.
Heute hatten wir einen Ruhetag geplant und unsere Unterkunft hat extra hierfür einen Pool. Der ist aber leider nicht nutzbar, weil eine Gruppe jugendlicher Franzosen diesen belagert, rumnervt und lärmt ohne Ende. So gammeln wir ein bisschen auf unserer Dachterrasse, kochen Nudeln und Kaffee und fahren dann mit dem pitschnassen Kadett nach Ait-Ben-Haddou.
Unsere Unterkunft in Ouarzazate
Ait-Ben-Haddou ist eine befestigte Stadt am Fuße des Hohen Atlas und seit fast vierzig Jahres Unesco Weltkulturerbe. Eine beeindruckende Kulisse aus Lehm, die zum Schlendern einlädt und genau das tun wir auch. Anschließend plündern wir noch ein Geschäft mit großen sperrigen Dingen. Zum Glück ist der Kadett ein echtes Raumwunder!
Unterwegs nach Ait-Ben-HaddouAit-Ben-Haddouam Rande des Hohen Atlas
Wir fahren dann zurück in unser Hotel, essen lecker und fahren am nächsten Tag dann in die Dades-Schlucht. Dort angekommen blicken wir auf viel Zerstörung, denn auch hier hat der Dades stark gewütet, ganze Straßen und Brücken weggeschwemmt.
Entlang des DadesEntlang des DadesEntlang des DadesEntlang des Dades
Dann fahren wir weiter zur Todra-Schlucht. Sehr beeindruckend aber eben auch sehr touristisch. So schnell wie wir gekommen sind, ziehen wir dann auch wieder weiter und fahren in unsere vier Wände.