november 2025

Der November ist schnell erzählt, denn wir ziehen in unsere Baustelle und halten uns dort Tag für Tag auf. Lediglich Ende November düse ich nach Tübingen ins Sudhaus. Dort eröffnen die Niederländer „State Power“ den Abend, sie spielen einen wilden Mix aus Hardcorepunk und Trashmetal. Geht gut ins Ohr und die Muskeln sind gedehnt for „John Coffey“. John Coffey sind ebenfalls aus Holland und spielen Post-Hardcore. Mal wieder eine fantastische Show, nach der man sich fühlt, als hätte man soeben 90min. Schleudergang überstanden. Fantastisch!

State Power, live in Tübingen
John Coffey, live in Tübingen

Ein paar Tage später gehen wir noch mit Familie E. zum Katzenschutz nach Donzdorf, dort ist Adventsmarkt und wann immer es Katzen zu sehen gibt, lohnt es sich aus dem Haus zu gehen – außerdem haben wir unendlich viel Platz in unserem Haus und möchten den gern mit ein paar Katzen teilen. In ein Geschwisterpaar haben wir uns auch direkt verliebt, sodass wir einen Termin vereinbaren für alles Weitere.

Katzenschutz Donzdorf

oktober 2025

Den Oktober starten wir mit einem Besuch bei Freunden in Karlsruhe. Neben Wein gibt es Bier und einen langen Spaziergang durch die Grünflächen der Nicht-Landeshauptstadt. Im nördlichen Hardtwald steht eine locker 100 Jahre alte Mauer eines längst vergessenen Schießstandes. In den 40ern haben die Nazis hier französische Widerstandskämpfer hingerichtet und heute steht dieses Mahmal inmitten des Unterholzes.

Alte Schießplatz-Mauer, Nördlicher Hardtwald, Karlsruhe.

Ein paar Tage später ist endgültig Schluss mit lustig! In den letzten Monaten haben wir uns viele Immobilien angesehen und zwischenzeitlich auch eine gekauft. Heute ist Schlüsselübergabe und damit das Dachzelt gegen Einfamilienhaus getauscht. In den nächsten 10-16 Monaten steht die Sanierung an, in Kürze bereits der Umzug und damit ist das Reisen, der viele Unfug und das Herumstreunern auf Eis gelegt.

Neben all dem Stress, ist aber natürlich Zeit für ein Konzert. Ein paar Freunde haben mich zu J.B.O. nach Bächingen eingeladen. Neben Spaßmetal gibt es auch unfassbare Mengen Bier, das wirklich nötig ist. Das Konzert hätte ich nüchtern nicht ertragen – so aber war‘s eine ganz fantastische Sause!

J.B.O. live in Bächingen
J.B.O. live in Bächingen

Nach ein paar Tagen Erholung, steht dann zumindest ein kleiner Ausflug auf dem Programm. In Leipzig spielen Mantar, Hammerhead und Deathrite. Das ganze Paket im Conne Island, einem selbstverwalteten soziokulturellem Jugend- und Kulturzentrum in Leipzig-Connewitz. Der Kadett bringt mich nach Leipzig, im Hotel esse ich zu mittag und spaziere dann durch Connewitz. An der Tanke noch fix Wege-Whiskey besorgt und dann spielen auch schon Deathrite. Die geben crustigen Deathmetal zum Besten, ist ganz okay, aber nicht meine Tasse Tee. Dann bitten Hammerhead zum Pogo. Geil! Richtig schlimmer Hardcorepunk – was für ein geiler Gig und eine fantastische Vorband für Mantar! Im Anschluss dann Mantar & es war so überhaupt kein Fehler, den weiten Weg ins Conne Island zu fahren. Hier bricht instant die Hölle los, das Publikum flippt angemessen aus und Mantar spielen eine ihrer immerguten Shows. Nach dem Gig lerne ich ein paar Jungs aus dem Vogtland kennen und natürlich kennt einer eine gute Bar. Nach vielen Bieren verabschiede ich mich, werde von einem der Herren die nächsten Tage aber öfter hören, denn der hilft mir mit einigen Elektrik-Baustellen auf meiner Baustelle – so hat sich die Fahrt nach Leipzig direkt doppelt gelohnt. Nach einer erholsamen Nacht fahre ich noch zum Völkerschlschtdenkmal, latsche einmal außenrum und gondele dann Nachhause.

Hammerhead live in Leipzig
Mantar live in Leipzig
Kadett vorm Völkerschlachtdenkmal

september 2025

Der September beginnt mit einer Probefahrt! Ich habe testweise einen Alfa Romeo Giulia. Ein enorm schönes, aber ansonsten nutzloses Fahrzeug. Bleib ich eben weiterhin beim Kadett.

Eine Probefahrt ganz ohne ‚Haben-Wollen-Effekt‘

Dann wartet auch schon das Broken Fest, ein kleines Punkfestival in Ulm. Colletti beginnt den Tag mit Mucke aus der Akustikgitarre und weiter geht‘s mit Schöfisch & Rueß. Was für ein Brett! Anschließend Anna Absolut – geht gut rein! Emanzenpanzer davor habe ich verpasst wegen Verquatscht. Dann spielen Moltke & Mörike – auch enorm gut und vorerst ihr letzter Auftritt. Den krönenden Abschluss gibt es heute mit Hysterese – eine ganz fantastische Band und ein sehr geiles Konzert. Das Broken Fest zählt mal wieder zu meinen Highlights dieses Jahr. Viele tolle Gesichter und ein rundum gelungener Tag. Die Nacht verbringe ich dann noch auf einem 30er und penne im Kadett, ganz wie sich das gehört.

Moltke & Mörike, Broken Fest
Hysterese, Broken Fest

Nun bekommt Frau U. ihr Auto zurück. So fahren wir in aller Frühe in die Pfalz, tauschen Autos und fahren dann weiter nach Düsseldorf. Wegen Umzug benötigen wir schon bald ein neues Sofa und werden heute mal Probeliegen. Das ist schnell erledigt, sodass wir noch viel Zeit haben, um in Little Tokyo ausgiebig zu Essen und einzukaufen. Am späten Abend sind wir zurück und können schon bald ein Sofa bestellen!

Düsseldorf

Ein paar Tage später geht es nach Ulm ins Römerfässle – dort organisiert mein Namensvetter heute ein Konzert mit Rampenbüro und All Bricks. Die beiden Bands spielen die ganze Nacht abwechselnd, wegen akuter Müdigkeit packe ich aber nur drei Gigs und zwei Bier, um dann ins Bett zu fallen. Tags drauf klingelt der Wecker nämlich früh!

All Bricks, Römerfässle Ulm

Heute geht es mit dem Opel Geschwader Stopftabak zum Opeltreffen nach Langenau. Wir sind eine hübsche Truppe mit hübschen Alt-Opelwagen und fahren in Kollone nach Langenau, lästern über viele Mistautos, begutachten hübsche Altwagen, essen manche Pommes, trinken vielleicht ein Bier und haben ansonsten einen ganz bezaubernden Tag.

Opel Geschwader Stopftabak
Das Opel Geschwader in Langenau

Ein paar Tage später sind wir mit Familie L. in Nördlingen. Dort spazieren wir ein wenig durch die Altstadt, glotzen auf Fachwerk und gehen zum Inder für ein leckeres Abendessen. Den Folgetag vergammeln wir in Böblingen in einer Therme und so verabschiedet sich der September auch schon wieder.

Nördlingen

august 2025

Wir sind derzeit viel mit Erwachsenenkram beschäftigt & so kommt es, dass wir erst mitte August Zeit für die wirklich wichtigen Dinge haben. So fahren wir heute mit Familie K. ins schmuddelige Berlin! In Charlottenburg beziehen wir unsere Bude, gehen noch lecker Essen und nach manchen Kaltgetränken schließlich zu Bett. Nach einem Frühstück am nächsgen Morgen geht es mit den Öffis zum Plötzensee. Es ist nämlich irre heiß und dort können wir fein abgammeln, ins kalte Nass springen und Kaltgetränke genießen. Am Abend streifen wir noch durch die Kneipen Charlottenburgs und den Folgetag starten wir mit Frühstück, watscheln dann entlang der Spree, gucken aufs Reichstagsgebäude und werfen auch einen Blick aufs Brandenburger Tor.

Plötzensee, Berlin
Berlin

Das Touristenprogramm haben wir hinter uns gebracht und starten dann mit: Alkohol! Und einer langen Fahrt zur Parkbühne Wuhlheide. Hier spielen heute DEICHKIND und wir freuen uns wie Bolle. Deichkind machen mal wieder enorm Spaß, wir drehen so richtig schlimm am Rad und dönern in der späten Nacht noch ein wenig, um später dann ins Bett zu fallen und am nächsten Tag geht es schon wieder zurück in die Heimat.

Parkbühne Wuhlheide, Berlin
Deichkind, live in Berlin

Nach zwei Tagen Erholung geht es nach Brackenheim, denn Herr L. feiert seinen Geburtstag und möchte gern in den Erlebnispark Tripsdrill. Also beziehen wir eine Ferienbutze und lassen den Abend in einer Waldschenke ausklingen. Am Morgen gibt‘s dann schließlich Geschenke, Frühstück und dann gehen wir in den Freizeitpark. So komme ich in den Genuss diverse Fahrgeschäfte zu fahren, sogar mit einer Achterbahn fahren wir – das habe ich seit mindestens 25 Jahren nicht gemacht – und auch nicht vermisst. Hoffentlich wird der kleine L. schnell erwachsen.

Brackenheim
Tripsdrill

Am Wochenende geht es dann zur Ringlesmühle. Früher war dort immer unser „Party Coupés“-Treffen. Freunde aus ganz Deutschland, großer Durst, Spiel & Spaß. Das haben wir seit rund zehn Jahren nicht mehr gemacht und uns für dieses Jahr wieder verabredet. Schön, dass das geklappt hat! So feiern wir in gemütlicher Runde, grillen unentwegt und gehen viel zu spät ins Bett. Samstag nachmittag verabschiede ich mich schließlich und fahre noch fix nach Landau in der Pfalz. Dort hole ich den hübschen Youngtimer von Frau E. Der schreit nach einer Hauptuntersuchung und einiger Zuwendung – soll er bekommen! Ich bringe ihn dann zwei Tage später in die Werkstatt meines Vertrauens und nach ein paar Bieren ist auch schnell klar – die Nacht ist noch jung. Morgens um 07.00 komme ich schließlich nach Hause & kann das alles gar nicht glauben.

Ringlesmühle
Ringlesmühle

Weil noch Sommer ist, kann man auch noch ein Festival besuchen! Also fix nach Egelsbach zum „Raus ausm Keller Festival“ gefahren. Dort angekommen, habe ich bereits drei Bands verpasst und starte den Tag mit „Pizza Hawaii der Film“ – dummer Bandname und Scheißmusik. Kann nun also nur noch besser werden. Anschließend singt ein Chor, den ich weitestgehend verpasse und dann spielen FRANCEY – blieb nicht viel hängen von. Dann CHIEFLAND, ganz okay, aber auch schnell wieder vergessen. Nun KIND KAPUTT, die mochte ich irgendwie nie gut leiden, der Gig aber hat die Wogen geglättet. Hat Spaß gemacht – hatte ich sehr viel schlechter in Erinnerung. Und dann kommen wir zum Grund meiner Anreise: SHORELINE. Emopunk feinster Güte, wieder ein fantastischer Gig und mit Frau J. habe ich gute Gesellschaft im Moshpit. Danach spielen noch BLACKOUT PROBLEMS – wie zu erwarten ein super Konzert und gegen Ende versagt die Technik, sodass kurzerhand eine Tischtennisplatte als B-Stage herhalten muss und das ganze eben acoustic zu Ende gebracht wird. Richtig gut! Im Morgengrauen komme ich dann endlich nach Hause.

Shoreline, live Raus ausm Keller Festival
Blackout Problems, live Raus ausm Keller Festival