allgäu streuning

Heute ist erneut Ausflugstag und so geht es mit dem Kadett in Richtung Süden. Kurz vor Kaufbeuren werfen wir den Anker, latschen ein wenig über die Burg Kemnat und besteigen den Römerturm. Bei klarer Sicht hat man hier einen tollen Panoramablick auf die Berge und heute starren wir auf diesiges Herbstwetter.

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Nun geht es weiter in die Innenstadt von Kaufbeuren. Beim erstbesten Café schlürfe ich eine Kraftbrühe und dann spazieren wir durch das Städtchen. Um Shopping komme ich leider nicht herum und so gibt es für mich Matchbox-Autos und für die liebe Frau ein paar Ohrringe. Nun latschen wir noch hoch zum Fünfknopfturm, gucken auf Kaufbeuren herab und fahren dann nach Marktoberdorf.
Oben am Schloss sehen wir uns kurz um und unten in der Stadt hält uns nichts, sodass wir schnell wieder flüchten. Zwischen Marktoberdorf und Kaufbeuren liegt der Bärensee. Dort spazieren wir, glotzen aufs Wasser und kaufen anschließend Fressalien um diese in unserem Hotel zu verköstigen.

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Nach einer ruhigen Nacht stehen wir früh auf und brettern weiter gen Süden. Am Sulzbeger See machen wir Rast, gucken erneut aufs blaue Nass und fahren dann nach Sonthofen im Allgäu. Wir stolpern direkt ins Mini-Mobil Museum – dort sind weit über 18.000 Exponate ausgestellt. Überwiegend PKW & LKW im Maßstab 1:87 aber auch unzählige Schiffe, Lokomotiven, Flugzeuge und vieles mehr. Ich war nun schon drei Mal hier und immer wieder gibt es Neues zu entdecken.

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Wie wir uns dann sattgesehen haben gondeln wir über den Oberjochpass, wundern uns wegen des wenigen Schnees und stopfen uns in Wertach noch ordentlich voll ehe es nach Hause geht.

schneegestöber mariánské lázně

Wir Frühstücken heute nur reichlich wenig und verlassen dann Pilsen schon wieder. Etwas nordwestlich von Pilsen liegt Mariánské Lázně – den Deutschen besser bekannt als Marienbad. Unser erster Stopp ist am Boheminium Park – ein Miniaturpark der heute zwar geöffnet hat, wir es uns aber schenken, denn hier oben liegt einiger Schnee. So können wir die tollen Miniaturgebäude ja überhaupt nicht richtig sehen und haben nichts weiter als kalte Füße davon.
Also trinken wir oben eine heiße Schokolade und fahren dann runter in die Stadt. Marienbad ist mit seinen heißen Quellen ein berühmter Kurort und mich zieht es hier in erster Linie wegen ein paar Gebäuden hin.

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Den Kadett parken wir direkt vor einem lange verlassenen Kurhotel in Marienbad und spazieren dann zu der Hauptkolonnade. Die pseudobarocke Kolonnade wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ist eine der wenigen in Europa, die es es noch gibt. Ähnliche Kolonnaden in Europa wurden oft abgerissen oder modernisiert – nicht aber diese. Sehr schön anzusehen und die Deckenmalereien von Josef Vyleťal sind auch in gutem Zustand, zuletzt renoviert wurde hier in den 80ern.

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Neben der Kolonnade lohnen natürlich die umliegenden Hotels und die weitläufigen Parkanlagen – nach einem Spaziergang durch das Städtchen geht es für uns weiter ein Stückchen in die Heimat.

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Nach der Grenze werfen wir in der Oberpfalz in Vohenstrauß den Anker. Irgendwo in einem Vorörtchen hat ein gutbürgerliches Restaurant geöffnet und wir bekommen auch noch Platz. Die Auswahl ist nicht sehr groß, die Preise dafür schwindelerregend klein und auch geschmacklich bleiben keine Wünsche offen, sodass wir nun vollgefuttert die Heimreise antreten können.

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Dieses Jahr täte ich ja ganz gern mal wieder mehr unterwegs sein, – so startet wir nun direkt durch, steigen in den ollen Kadett und fahren nach Pilsen. Dort waren wir noch nie und nun sehen wir uns ein wenig um.

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In Pilsen angekommen parkieren wir den Kadetten direkt neben der St. Bartholomäus-Kathedrale im Hinterhof unseres Hotels. Bei herrlichem Sonnenschein besteigen wir sogleich die Kathedrale. Wegen Renovierungsarbeiten hat die Kirche selbst geschlossen, den Turm aber kann man für 2,50€ erklimmen. Oben angekommen genießen wir die Aussicht auf Pilsen und die Umgebung und verschwinden dann wieder im verschlafenen Pilsen. Die meisten leute schlafen ganz offensichtlich noch und so starren wir auf den noch stehenden Weihnachtsbaum und spazieren dann an den Radbuza. Der Fluss durchquert Pilsen und wir sitzen hier nun in einem Café, spielen Karten und trinken aus Versehen Alkohol. Statt einer Cranberry-Limonade bekamen wir Gin mit Cranberry. Mir soll’s recht sein.

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Nach der Stärkung marschieren wir weiter, quer durch Pilsen und gucken auf die tolle Architektur, begaffen das Rathaus, das Theater und linsen noch eben in das ein oder andere Café.
Trotz Sonntag hat das hießige Einkaufszentrum geöffnet und wir bestücken uns mit neuen Winterjacken und verabschieden den Tag beim Italiener um die Ecke. Wir sind die einzigen Gäste und nach dem Essen wissen wir dann auch warum – es hat leider so überhaupt nicht geschmeckt und so verschwinden wir bei Zeit in der Wanne auf unserem Zimmer.

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aus 19 mach 20

Zwischen den Jahren und auch Sylvestern verbringen wir dieses Jahr zu Hause. Das verspricht eine stressfreie Zeit und nun bleibt ein Blick zurück auf das Jahr 2019. In vielerlei Hinsicht ein neuer Negativrekord. So wenig unterwegs war ich vermutlich noch nie.

Es gab 2019 viel Arbeit für mich und entsprechend wenig Freizeit, sodass ich lediglich auf 73 Übernachtungen komme. Einige davon im Dachzelt, überwiegend aber in Hotels und sonst wie auf Reise. Das sind nun immerhin 22 Übernachtungen weniger als 2018.

Auf all den Touren bereiste ich natürlich so manches Land: 2x Schweiz, 6x Österreich, 4x Slowenien, 5x Kroatien, 3x Bosnien & Herzegowina, 1x Montenegro, 5x Frankreich, 1x Ungarn, 2x Dänemark, 2x Schweden, 1x Norwegen, 1x Griechenland, 2x Luxembourg, 2x Belgien und 1x England.

2019 ging es abgesehen von einer Ausnahme immer mit dem Auto auf Tour – lediglich im Herbst verbrachten wir eine Woche auf Kreta – angereist mit einer Boeing.

Neben den herkömmlichen Touren ging es wieder auf viele Konzerte und einige Festivals. So kamen wieder eine Bands zusammen, die ich gesehen habe:
9x Liedfett; 2x Adam Angst; Tenacious D; Slipknot; Marteria; Casper; 2x Frittenbude; Kettcar; Sondaschule; Fuckin Faces; Moscow Death Brigade; Timmy Trumpet; Chainsmokers; Armin van Buuren; Sunnery James & Ryan Marciano; Bonaparte; Viagra Boys; 2x John Winston Berta, Egotronic

38.132 km bin ich 2019 insgesamt gefahren. Mit dem Kadett davon nur einen Bruchteil – extrem wenig, da muss ich dieses Jahr unbedingt nachbessern. Schließlich täte ich mit dem Kadett ganz gern die 1.000.000km knacken. Hoffentlich steht dem die kommende Hauptuntersuchung nicht im Wege, die ist dieses Jahr nämlich auch wieder fällig.

Um dieses Jahr nicht erneut in ein Negativloch zu fallen, geht es dann auch schon diesen Januar los. Wir haben einige Kurztrips geplant und ich freue mich schon ganz fürchterlich darauf.