april 2026

Der April startet direkt mit Bonusmeilen ohne Ende! Seit der Baustelle fahre ich viel zu wenig Auto – das ist echt traurig! Heute aber fahre ich schon im Morgengrauen in den Schwarzwald, nehme Termine wahr, beziehe ein Hotel und fahre am nachmittag dann fix hoch nach Wiesbaden. Im Alten Schlachthof spielen dort heute SPRINTS! Was ich mich freue! Support machen wieder die großartigen MARATHON und zu SPRINTS ist im Moshpit die Hölle los. Garkein Vergleich zu den bekackt spießigen München-People! Im Chaos vor der Bühne treffe ich auch Frau J. & Frau J. – wie schön! Nach dem Gig habe ich dann aber nicht viel Zeit zu quatschen, denn ich muss zurück in den Schwarzwald. Tempomat auf Vmax und binnen kürzester Zeit bin ich dort & falle in einen kurzen aber erholsamen Schlaf.

Marathon live in Wiesbaden
Sprints live in Wiesbaden

Am Nachmittag geht es vom Schwarzwald nach Schorndorf zu Frau H. und Herrn W. – dort schnorre ich ein Bier, wir verquatschen uns etwas und tauschen noch fix die Autos. Frau E‘s Opel benötigt etwas Zuwendung & dann nehme ich den einfach mit. Nächster halt: Manufaktur Schorndorf. Dort spielen heute Marathon & Sprints! Die ersten Songs von Marathon verpasse ich, ist aber halb so wild – sehe die ja faktisch täglich. Sprints wieder überragend – aber das Schorndorfer Publikum ist im Schnitt nicht nur sehr alt, sondern haben auch keinen Bock sich zu bewegen. Kennt man sonst nur aus München, aber einige Schorndorfer*innen haben mir versichert, dass das hier ganz normal sei. Sind halt müde Schwaben.

Sprints live in Schorndorf

Vor ein paar Tagen war ich wieder in Schorndorf um mein Auto zu holen und heute sitze ich schon wieder am Steuer und halte auf Schorndorf zu! In der Manufaktur spielen heute nämlich HEAVY LUNGS aus UK. Großartiger Postpunk – nur halt leider bei den Langweilern in Schorndorf. Wieder stehen sie alle nur rum, bewegen tut sich keiner – zum meinem Glück sind da aber zwei weitere Auswärtige und gemeinsam mischen wir die Bude ordentlich auf. Das hat so sehr Spaß gemacht, dass ich mir direkt dine Heavy Lungs CD für die heimische Sammlung hole.

Heavy Lungs live in Schorndorf

Drei Tage später geht es direkt wieder auf Tour. Unsere kleine Liebsten-Gruppe hat sich seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen und so reisen wir aus Heidenheim, Miltenberg und Mühldorf nach Regensburg. Mittags komme ich an und Herr M. versorgt mich sofort mit Wein. Wunderbar! Nachmittags geht es dann nach Landshut – wir spazieren und fressen uns durch die Stadt und gehen am Abend in den Rocket Club. Es spielen heute FRITTENBUDE und dort vorn im Moshpit ist ordentlich Alarm.

Frittenbude live in Landshut

Am Morgen muss ein großer Salat den Körper wieder auf Vordermann bringen und dann steige ich etwas widerwillig in den Kadett, nächster Stopp: Dresden. Dort angekommem beziehe ich mein Hotel, dusche viel zu lange und bestelle im Restaurant allmöglichen Unfug inkl. Vitacola, Wein und Bier. Dann aber schnell in den Beatpol – dort ist heute das Polimagie-Festival und ihr kommt nie drauf, wer Headliner ist! Den Anfang machen aber ELLIS-D – Soloprojekt von Ellis Dickson, ehemaliger Drummer von Fat Dog. Zu hören gibt es einen energiegeladenen Mix aus Postpunk und Glamrock. Geht ganz schön wild zu auf der Bühne, das Charisma von Ellis blitzt bis in die letzten Reihen, der Keyborder rastet nonstop aus und meine Beine können überhaupt nicht still halten. Noch ist recht wenig los im Beatpol, sodass man locker von der Bar in die erste Reihe spazieren kann. Nach einigen Songs füllt es sich dann aber, wie ich finde völlig zurecht. Bombastischer Start für einen langen Abend. Ellis-D hätten genauso gut als Headliner spielen können – ich bin total entzückt!

Ellis-D live in Dresden

Auf der kleinen Bühne (direkt neben der Hauptbühne, versetzt um 90Grad) spielen nun MAUSTETYTÖT aus Finnland. Wieso die zweite Bühne? Keine Ahnung – verkürzt vermutlich die Pausen? Jedenfalls sind die Pausen enorm wichtig wegen Quatschen und vorallem frischer Luft! Bereits nach der ersten Band herrscht im Beatpol glühende Hitze – wie mag das wohl im Sommer sein? Egal – Maustetytöt also. Unaussprechlich, aber nach ein paar Songs für mich auch nicht mehr hörbar. Zum einen verstehe ich kein finnisch und zum anderen sind mir 45 Avantgardepop definitiv zu viel. Das ist Musik zum Aufgeben, auch wenn sie gut ist.

Maustetytöt live in Dresden

Auf der großen Bühne bitten NAFT aus Belgien zum Tanze. Ein paar Songs halte ich das sogar aus, muss dann aber wirklich nach draußen gehen. Vier Bläser und zwei Schlagzeuger verwandeln den Beatpol in ein Brass-Band-House-Tecno-Event. Trompeten raus aus Punk! Ich muss kotzen. Das ist so absolut das Gegenteil von meinem Geschmack.

Naft live in Dresden

Nun WARMDUSCHER aus UK. Was wird denn jetzt dargeboten? Garage, (Post-)Punk, Noise, Funk – jeder Song passt in eine neue Schublade und mit jedem Song machen Warmduscher noch mehr Spaß! Was für ein grandioser Auftritt! Der „Gesang“ (eher das Gequatsche) vom Sänger passt hervorragend zu den chaotischen Instrumentals. Im Publikum hält kaum jemand still und mit Ellis-D heute die zweite, äußerst positive Überraschung.

Warmduscher live in Dresden

Um Mitternacht dann endlich meine hartgeliebten SPRINTS. Für einen Moment hatte ich Sorgen, dass das auf Dauer langweilig wird, aber nach den ersten Takten sind die weggeblasen und ich finde mich im chaotischen Pit wieder. Grandioses Publikum, Sprints in Bestform und ein nur leicht abgeändertes Set von der Tour neulich. Ich genieße wirklich jeden einzelnen Takt, denn nun habe ich vorerst keine Sprints-Karten mehr rumliegen.

Sprints live in Dresden

Nach den Sprints versuche ich ganze lange Luft zu holen und wackle dann zum Hotel. Ich penne ewig und beim Frühstück ist Ellis-D neben mir am Tisch. Selbst dort macht er ne gute Figur! Anschließend trete ich den irre-ewigen Heimweg an und weiß, trotz der vielen vielen Kilometer, hat diese kleine Tour mal wieder enorm Spaß gemacht und ich muss dringend gucken, dass ich für solchen Kram wieder öfter Zeit finde.

märz 2026

Der neue Monat glänzt wieder mit viel Arbeit auf der Baustelle, wir machen aber immerhin einen Tagesausflug nach Karlsruhe zu Freunden. Auch gönnen wir uns einen Spa-Tag in einem Hotel in Bad Ditzenbach – das tut herrlich gut. Und vorallem steht mal wieder ein SPRINTS-Konzert auf dem Plan! In München angekommen ist Parkplatzsuche angesagt und dann geht es direkt zum Kontzert. MARATHON aus den Niederlanden machen den Anfang. Herrlich feiner Postpunk – gefallen mir sehr gut. Eigentlich immer punkten Sprints mit sehr guten Supportacts. Meine heißgemochten SPRINTS aus Irland beackern dann das „Strom“ und für Münchener Spießer-Verhältnise ist im Moshpit ordentlich was los! Geiles Konzert! Hoffentlich sieht man die Iren bald wieder!

Marathon live in München
Sprints live in München

februar 2026

Der Februar begrüßt mich mit einer wilden Faschingssause, zwei Tage Delirium und punktet ansonsten mit: Baustelle! Ende des Monats geht es dann mit Frau J. nach Karlsruhe in die Alte Hackerei. Den Supportact macht „Kerker“ – ich kann so gar nichts mit anfangen, klammere mich an mein Bier und warte auf „Pogendroblem“. Mit denen kann ich viel anfangen und stürze mich in den Moshpit. Das neue Album kommt gut an, die Bude ist gerammelt voll und der Abend ganz wunderbar!

Pogendroblem live in Karlsruhe