Den Oktober starten wir mit einem Besuch bei Freunden in Karlsruhe. Neben Wein gibt es Bier und einen langen Spaziergang durch die Grünflächen der Nicht-Landeshauptstadt. Im nördlichen Hardtwald steht eine locker 100 Jahre alte Mauer eines längst vergessenen Schießstandes. In den 40ern haben die Nazis hier französische Widerstandskämpfer hingerichtet und heute steht dieses Mahmal inmitten des Unterholzes.

Ein paar Tage später ist endgültig Schluss mit lustig! In den letzten Monaten haben wir uns viele Immobilien angesehen und zwischenzeitlich auch eine gekauft. Heute ist Schlüsselübergabe und damit das Dachzelt gegen Einfamilienhaus getauscht. In den nächsten 10-16 Monaten steht die Sanierung an, in Kürze bereits der Umzug und damit ist das Reisen, der viele Unfug und das Herumstreunern auf Eis gelegt.
Neben all dem Stress, ist aber natürlich Zeit für ein Konzert. Ein paar Freunde haben mich zu J.B.O. nach Bächingen eingeladen. Neben Spaßmetal gibt es auch unfassbare Mengen Bier, das wirklich nötig ist. Das Konzert hätte ich nüchtern nicht ertragen – so aber war‘s eine ganz fantastische Sause!


Nach ein paar Tagen Erholung, steht dann zumindest ein kleiner Ausflug auf dem Programm. In Leipzig spielen Mantar, Hammerhead und Deathrite. Das ganze Paket im Conne Island, einem selbstverwalteten soziokulturellem Jugend- und Kulturzentrum in Leipzig-Connewitz. Der Kadett bringt mich nach Leipzig, im Hotel esse ich zu mittag und spaziere dann durch Connewitz. An der Tanke noch fix Wege-Whiskey besorgt und dann spielen auch schon Deathrite. Die geben crustigen Deathmetal zum Besten, ist ganz okay, aber nicht meine Tasse Tee. Dann bitten Hammerhead zum Pogo. Geil! Richtig schlimmer Hardcorepunk – was für ein geiler Gig und eine fantastische Vorband für Mantar! Im Anschluss dann Mantar & es war so überhaupt kein Fehler, den weiten Weg ins Conne Island zu fahren. Hier bricht instant die Hölle los, das Publikum flippt angemessen aus und Mantar spielen eine ihrer immerguten Shows. Nach dem Gig lerne ich ein paar Jungs aus dem Vogtland kennen und natürlich kennt einer eine gute Bar. Nach vielen Bieren verabschiede ich mich, werde von einem der Herren die nächsten Tage aber öfter hören, denn der hilft mir mit einigen Elektrik-Baustellen auf meiner Baustelle – so hat sich die Fahrt nach Leipzig direkt doppelt gelohnt. Nach einer erholsamen Nacht fahre ich noch zum Völkerschlschtdenkmal, latsche einmal außenrum und gondele dann Nachhause.
































