Auch der Januar besteht fast ausschließlich aus Katzen & Baustelle. Ende Januar gehe ich aber mal wieder aus dem Haus und treffe ein paar Freunde in Heidenheim. Gleich drei Bands bekommen wir auf die Ohren: Smoked Cells, Lehner und Kitti Ciao. Gelungener Abend, wenn ich auch nicht so viel von den Konzerten mitbekomme.
Der Dezember beginnt mit einem erneuten Besuch beim Katzenschutz in Donzdorf. Wir lernen ganz viele verwilderte Fundtiere kennen und bleiben im Endeffekt dabei, das auserkorene Geschwisterpaar zu übernehmen. Die beiden wurden im Wald gefunden und warten nun auf ein neues Zuhause – das sollen sie in Bälde bei uns bekommen.
Katzenschutz, Donzdorf
Zuhause errichten wir ein Katzenzimmer für die Eingewöhnung und das Gewöhnen an Menschen. Noch sind die beiden nämlich extrem scheu und können mit Menschen gar nichts anfangen. Parallel dazu zieht ein hübscher Weihnachtsbaum in unser Heim und nach ein paar Tagen holen wir die beiden Katzen zu uns. Pünktlich zur Adventszeit kommt auch unser brandneuer Holzofen für die kuscheligen Tage und so vergeht der gesamte Monat mit den Katzen, der Baustelle und pünktlich zu Heiligabend liegt in unserem Dorf Schnee. Kurz vorm Jahreswechsel liegt noch eine kleine Garagen-Sause bei Herrn F. an – hier verbrennen wir vorallem unmengen Holz und trinken irrwizig viel. Damit endet 2025 und auch 2026 werden wir noch viel Schweiß, Herzblut, Tränen und Zeit in unsere Sanierung investieren – aber ein Ende sollte dann irgendwann in Sicht sein.
Der November ist schnell erzählt, denn wir ziehen in unsere Baustelle und halten uns dort Tag für Tag auf. Lediglich Ende November düse ich nach Tübingen ins Sudhaus. Dort eröffnen die Niederländer „State Power“ den Abend, sie spielen einen wilden Mix aus Hardcorepunk und Trashmetal. Geht gut ins Ohr und die Muskeln sind gedehnt for „John Coffey“. John Coffey sind ebenfalls aus Holland und spielen Post-Hardcore. Mal wieder eine fantastische Show, nach der man sich fühlt, als hätte man soeben 90min. Schleudergang überstanden. Fantastisch!
State Power, live in TübingenJohn Coffey, live in Tübingen
Ein paar Tage später gehen wir noch mit Familie E. zum Katzenschutz nach Donzdorf, dort ist Adventsmarkt und wann immer es Katzen zu sehen gibt, lohnt es sich aus dem Haus zu gehen – außerdem haben wir unendlich viel Platz in unserem Haus und möchten den gern mit ein paar Katzen teilen. In ein Geschwisterpaar haben wir uns auch direkt verliebt, sodass wir einen Termin vereinbaren für alles Weitere.
Den Oktober starten wir mit einem Besuch bei Freunden in Karlsruhe. Neben Wein gibt es Bier und einen langen Spaziergang durch die Grünflächen der Nicht-Landeshauptstadt. Im nördlichen Hardtwald steht eine locker 100 Jahre alte Mauer eines längst vergessenen Schießstandes. In den 40ern haben die Nazis hier französische Widerstandskämpfer hingerichtet und heute steht dieses Mahmal inmitten des Unterholzes.
Alte Schießplatz-Mauer, Nördlicher Hardtwald, Karlsruhe.
Ein paar Tage später ist endgültig Schluss mit lustig! In den letzten Monaten haben wir uns viele Immobilien angesehen und zwischenzeitlich auch eine gekauft. Heute ist Schlüsselübergabe und damit das Dachzelt gegen Einfamilienhaus getauscht. In den nächsten 10-16 Monaten steht die Sanierung an, in Kürze bereits der Umzug und damit ist das Reisen, der viele Unfug und das Herumstreunern auf Eis gelegt.
Neben all dem Stress, ist aber natürlich Zeit für ein Konzert. Ein paar Freunde haben mich zu J.B.O. nach Bächingen eingeladen. Neben Spaßmetal gibt es auch unfassbare Mengen Bier, das wirklich nötig ist. Das Konzert hätte ich nüchtern nicht ertragen – so aber war‘s eine ganz fantastische Sause!
J.B.O. live in BächingenJ.B.O. live in Bächingen
Nach ein paar Tagen Erholung, steht dann zumindest ein kleiner Ausflug auf dem Programm. In Leipzig spielen Mantar, Hammerhead und Deathrite. Das ganze Paket im Conne Island, einem selbstverwalteten soziokulturellem Jugend- und Kulturzentrum in Leipzig-Connewitz. Der Kadett bringt mich nach Leipzig, im Hotel esse ich zu mittag und spaziere dann durch Connewitz. An der Tanke noch fix Wege-Whiskey besorgt und dann spielen auch schon Deathrite. Die geben crustigen Deathmetal zum Besten, ist ganz okay, aber nicht meine Tasse Tee. Dann bitten Hammerhead zum Pogo. Geil! Richtig schlimmer Hardcorepunk – was für ein geiler Gig und eine fantastische Vorband für Mantar! Im Anschluss dann Mantar & es war so überhaupt kein Fehler, den weiten Weg ins Conne Island zu fahren. Hier bricht instant die Hölle los, das Publikum flippt angemessen aus und Mantar spielen eine ihrer immerguten Shows. Nach dem Gig lerne ich ein paar Jungs aus dem Vogtland kennen und natürlich kennt einer eine gute Bar. Nach vielen Bieren verabschiede ich mich, werde von einem der Herren die nächsten Tage aber öfter hören, denn der hilft mir mit einigen Elektrik-Baustellen auf meiner Baustelle – so hat sich die Fahrt nach Leipzig direkt doppelt gelohnt. Nach einer erholsamen Nacht fahre ich noch zum Völkerschlschtdenkmal, latsche einmal außenrum und gondele dann Nachhause.
Hammerhead live in LeipzigMantar live in LeipzigKadett vorm Völkerschlachtdenkmal