Von Bali geht es mit dem Schiff auf Gili Gede, nachdem wir uns zum Hafen haben fahren lassen. Kaum haben wir Gili Gede betreten, geht es aufs nächste Boot und nach einigen Stunden landen wir auf Gili Asahan, einer kleinen Insel neben Lombok.
Auf Gili Asahan erwartet uns wieder eine Unterkunft, die dem Zwecke der Flitterwochen gerecht wird. Privatpool, allerlei Annehmlichkeiten & eine Insel, die wir fast für uns alleine haben. Nach einer kleinen Wanderung entlang des Meeres, fahre ich noch etwas Kajak und nach dem Abendessen geht‘s ins Bett.
Ein neuer Tag – ein neuer Poolgammel, bis die Langeweile obsiegt und wir wieder die Insel zu Fuß erkunden. Zwischendrin muss wieder das Kajak ran und ein bisschen Schnorcheln gehen wir auch. Neben hübschen, sowie ekligen Meeresgetier gibt es auch jede Menge abgestorbener Korallenriffe zu sehen – spannend! Den morgigen Tag verbringen wir in etwa genau so und nach zwei weiteren Nächten verlassen wir Gili Asahan. Ein hübsches Fleckchen Erde!
Mit Booten und Taxis gelangen wir schließlich nach Lombok & fliegen von dort nach Jakarta, dann geht es weiter nach Bangkok und dann schließlich nach München und so endet nicht nur unsere Hochzeit, sondern auch die Flitterwochen und damit bin ich endgültig erwachsen! Das beweise ich dann direkt, sobald wir denn in München landen.
Nach einer kurzen Nacht in der Heimat fliegen wir nachmittags in München los. Erster Halt Doha, Katar. Hier beschließe ich das Rauchen aufzugeben. Die vielen mittelalten, bierbäuchigen Männer in der Raucherlounge bringen mich dazu – mit denen möchte ich nichts gemein haben. Also fix die letzte Kippe geraucht, dann schlendern wir etwas durch den Airport und fliegen dann weiter nach Singapur. Dort spuckt uns der Flughafen aus, wir steigen in ein Taxi und am Rande von Little India ist unser Hotel.
In der brühenden Hitze wackeln wir durch die Stadt, sehen uns Tempel an, werfen einen Blick auf die Helixbrücke, das Marina Bay Sands und besteigen dann am nächsten Morgen auch das Observation Deck. Von hier oben sieht diese irre Stadt direkt noch ein bisschen beeindruckender aus. Wieder unten angekommen mieten wir uns Fahrräder und fetzen durch die Gardens by the Bay, essen dann eine Markthalle leer und gehen nach Chinatown. Singapur gefällt mir, abgesehen von der drückenden Hitze, überraschend gut. Schade, dass wir morgen schon wieder abreisen.
Tags drauf geht es an den Flughafen und wir landen ein paar Stunden später in Denpasar auf Bali, Indonesien. Unser Taxi quält sich zwei Stunden durch den völlig verrückten Verkehr und spuckt uns im Dschungel bei Tegallalang aus. Dort wartet auf uns die Honeymoonsuite mit eigenem Balkon-Pool und anderen Bequemlichkeiten.
Wir schlendern etwas durch den Dschungel und sind dann schon früh im Bett. Der Morgen beginnt mit Frühstück am Pool und einer fetten Wanderung durchs Grün, vorbei an Tempeln und vielen viel zu leckeren Restaurants. Am Abend geht es noch in den Pool und am nächsten Morgen mieten wir uns einen Roller.
Durch den völlig verrückten Verkehr kämpfen wir uns zu den nächstgelegenen Reisfeldern. Trotz Roller und lebensmüder Fahrweise, braucht man leider ewig. Die meiste Zeit steht man eigentlich im Stau. Wir besuchen auch einige Reisfelder und Reisterassen, bestaunen manche Tempelanlage und sind am Abend noch in unserem Pool. Den darauffolgenden Tag verbringen wir in unserer Oase und steigen am nachmittag auf den Roller. Wir fahren ewig durch die Gegend und landen am Abend beim Ubud Food Festival. Es gibt lecker Essen und unendlich viele Menschen. Dank Starkregen kommen wir klatschnass zurück und den nächsten Tag starten wir mit einer vierstündigen Wellnessbehandlung, anschließend Badespaß am Pool und ein Spaziergang durch die Gegend. Mit Entsetzen stelle ich fest: Es ist ja bereits Juni und morgen verlassen wir Bali.
Heute bin ich irgendwo bei Pforzheim um den Blumenstrauß, Gestecke und solchen Kram für die anstehenden Feierlichkeiten abzuholen. Und morgen ist es dann auch schon (fast) soweit.
Wir heiraten heute im Standesamt Heidenheim, weil man das halt wohl so machen muss und Dank dem neuen Selbstbestimmungsgesetz dürfen wir auch beide denselben Doppelname annehmen. Wer Alliterationen mag, wird unseren brandneuen Namen lieben! Nach dem Standesamt gehen wir lecker Essen und verabschieden uns dann von unseren Gästen. Wir alle haben nämlich noch einiges vor & so ist nun Eile geboten!
Zuhause beladen wir Auto samt Dachbox, nutzen wirklich jede noch so kleine Ritze und fahren dann völlig überladen los in Richtung Süden.
Nach knapp 1.000km sind wir schließlich in der Toskana angekommen – etwas nördlich von Perugia haben wir für uns und unsere Gäste ein altes, wunderschönes Anwesen gemietet und hier soll dann morgen endlich so richtig geheiratet werden. Im Gegensatz zu uns haben unsere Gäste Zwischengeschlafen, sodass uns nun etwas Zeit für die Vorbereitungen bleibt.
Im Laufe des Tages trudeln alle ein, es fließen Kaltgetränke, wir gehen noch einkaufen und gammeln etwas am Pool, bis die Müdigkeit obsiegt und am nächsten Morgen endlich die Hochzeit beginnen kann! Es muss viel vorbereitet, dekoriert und auch getrunken werden.
Die (freie) Trauung übernehmen unsere Trauzeugen, das Essen macht ein Koch aus der Gegend, die Fotos eine Fotofee aus Köln und wir müssen nichts weiter tun, als den ganzen Trubel zu genießen. Ist relativ simpel & die Nacht mal wieder relativ kurz, sodass wir den nächsten Tag alle gemeinsam auf unserem Anwesen verbringen
Der nächste Tag startet mit einer Einladung von Herrn C. zur Weinprobe mit Führung übers Gut in Montepulciano. Das geht runter wie Öl! Halbbesoffen verschwindet leider einer der Autoschlüssel im verschlossenen Auto, sodass mit ADAC und VW telefoniert werden muss. Während das Problem gelöst wird, wackeln wir zum nächsten Restaurant und essen dort ganz fantastisch. Unter Umständen fließt erneut Wein. Danach schauen wir uns noch ausgiebig im wunderschönen Montepulciano um. Den Abend verbringen wir mit vielen Wein in unserem Anwesen und ich stelle fest: Der aus der Pfalz importierte Wein reicht niemals aus! Zum Glück sind wir in der Toskana und können auf Backup-Wein zurückgreifen.
Den neuen Tag verbringen wir an unserem Anwesen, das französische Bier ist leider längst leer und wir machen uns über den Nachschub aus dem Supermarkt her. Heute Nacht wird sogar ein 5l-Bottich Wein aus reiner Not entweiht und ich mache mir Sorgen um mein Umfeld.
Mit schwerem Kopf werden die ersten Gäste verabschiedet und der klägliche Rest fährt nach Perugia. Den ganzen Tag wackeln wir durch die schöne Stadt, gucken auf alte Gemäuer, trinken und essen enorm viel und genießen unseren letzten Tag. Am Abend werden noch die restlichen Kaltgetränke geleert und am nächsten Morgen stehen wir schließlich ganz allein in diesem riesengroßen Haus. Wir verabschieden uns von der Toskana und düsen in einem Rutsch nach Hause, denn es soll dann direkt in die wohlverdienten Flitterwochen gehen!
Den Tag der Arbeit verbringen wir in Neresheim mit Familie R. Dort fahren wir mit der Museumsbahn, gammeln biertrinkend etwas am Härtsfeldsee, umwandern den See und zwei Tage später geht es mit Herrn R. zur Tecnorama nach Ulm. Zur Oldtimermesse geht es natürlich mit dem Kadett, jedoch verrecken nach 100m die Scheibenwischer und wir satteln um auf den Volvo. Auf der Messe begutachten wir jede Menge Altblech, ich kaufe manchen Unsinn und dann gehen wir noch Essen und damit ist der Besuch von Familie R. schon wieder vorbei.
Ansonsten hat der Mai vorallem Hochzeitsvorbereitungen zu bieten und damit steht die Hochzeit auch schon vor der Tür. Dazu später mehr!