alt-opel fetisch

Ich konnte mich nur ein paar Stunden von Deichkind erholen und schon sitze ich wieder im Kadett. Ich sammle fix Herrn M. ein und dann brettern wir ins 300km entfernte Rüsselsheim. Dort ist heute der alljährliche Alt-Opel Teilemarkt sowie eine Modellautobörse. Unsere Geldsäckerl sind prall gefüllt und wir kaufen allerhand Unrat. Trotz der bescheuerte Corona-Katastrophe wurde die Veranstaltung zum Glück nicht abgesagt – gleiches gilt auch für die Deichkindtour – da hatte ich zum Schluss hin Sorgen dass das alles so nicht stattfinden wird.

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Gegen Mittag haben wir ausreichend Geld unters Volk gebracht und treffen uns dann mit einigen Freunden – beim Italiener gibt es Bier & Pasta. Die lockere Runde macht mal wieder wahnsinnig Freude, bis nach und nach alle die Heimreise antreten.

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Wir hingegen planen noch auf einen Abstecher nach Schweinfurt zu fahren, müssen zuerst aber noch eben in die Pfalz. Ich habe einen ollen Opel zu verkaufen und der W. kündigte Kaufinteresse an. Besoffen während Deichkind führt man ein solches Telefonat nicht und so fahren wir jetzt einfach beim ihm vorbei. Bei einem Glas Wein lässt es sich doch viel besser besprechen und auf ein paar hundert Kilometer mehr oder weniger kommt es schon lange nicht mehr an.

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In der Pfalz angekommen bleibt es natürlich nicht bei einem Glas Wein, stattdessen feiern wir bis in die Morgenstunden, ziehen um die Häuser und Schweinfurt wird wohl warten müssen. Den an Herrn W. verkauften Opel bringe ich dann einfach übermorgen fix in die Pfalz – der Weg ist ja bekannt.

am deich #4

Wegen unserer frühen Abreise hat uns das Hotel jeweils ein Kehrpaket vorbereitet, sodass wir das Essen auf die Autobahn verlegen können. Natürlich kommen wir etwas später los als geplant, liegen aber noch voll im Zeitplan!

Eigentlich wäre heute unser Offday gewesen. Entspannen irgendwo in Hessen, die Körper regenerieren lassen und dem Alkohol für einen Abend abschwören. Da kamen uns jedoch Termine dazwischen, sodass wir für eine eintägige Pause in die Heimat müssen.

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Nach einer Nacht in den heimischen Betten kommt dann unsere Crew aus Österreich und gemeinsam fahren wir nach Frankfurt. Der Kadett & auch Ich haben Pause, sodass schon nach wenigen Kilometern die ersten Kronkorken fallen.

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In Frankfurt angekommen verabschieden wir unser mitgereistes Yoga-Häschen, parken das Auto an der Messe wo auch unser Hotel ist und marschieren dann los. Vorbei am Willy-Brandt-Platz geht es zum Mainufer, wir gucken auf die Skyline, stolpern über den Eisernen Steg und kehren dann in ein Wirtshaus ein. Nach einigen Stunden haben wir ganz Frankfurt erkundschaftet und verschwinden dann im Hotel und schmeißen eine Party auf unserem Zimmer. Die eintägige Deichkind-Pause war richtig hart und die Jungs liefern erneut eine grandiose Party.

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Nachdem Konzert stürmen wir einen Inder, Essen Reste und an der Hotelbar gibt es noch Whiskey in rauen Mengen – da wundert mich der komatöse Schlaf dann eher nicht.

Morgens gehen wir in eine Mall nahe der Messe – alles erinnert an Dawn of the Dead uns es dauert ewig, bis wir Frühstück bekommen. Ein paar Stunden später sind wir dann zu Hause und ich täte am liebsten mein Bett nun für ein paar Tage nicht verlassen.

durchbruch #2

In Wiesbaden angekommen lege ich mich zu allererst aufs Ohr und erwache rasch als hinter dem Wohnmobil ein paar jugendliche Idioten eine Schlägerei anzetteln. Danke dafür! Anschließend machen wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt und verspeisen leckere Pommes an einem Imbiss, ehe es dann zum alltäglichen Vorglühen ins Wohnmobil geht.

Dass ich den ganzen Tag über eigentlich mehr als genug vorgeglüht habe, merke ich zu meinem Bedauern nicht und trinke mit Selena so einigen Gin bis wir dann in den Schlachthof gehen. Als Vorband ist dieses Jahr John Winston Berta mit am Start und mir taugt die Musik nicht so wirklich. Entweder liegt es daran oder an dem recht anstrengenden Tag, – mir jedenfalls geht es furchtbar übel und so verbringe ich das erste Konzert ganz einfach im Wohnmobil. Während die anderen viel Spaß bei Liedfett haben gehe ich zu Bett und hole endlich Schlaf nach, wohlwissend Liedfett in den nächsten Tagen noch oft genug zu hören.

Gegen Mitternacht werde ich dann geweckt, das Konzert ist vorüber und Ben hat unterwegs noch zwei Mädels aufgegabelt. So findet in meiner Schlafpause noch eine kleine Aftershowparty statt und ich freue mich schon wieder horrend auf das bequeme Bett im Kastenwagen.

herrentage

Der liebe Marc von Whatabus ist gerade bei mir zu Besuch. Neulich haben sie sich einen schicken Zweitcamper besorgt und wir erledigen nun zwei Tage lang einige Kleinigkeiten an dem Ducato, checken den Zustand und starten auch eine kleine Kneipentour.
Wenn wir schon dabei sind einigen Unfug zu treiben, reift der Gedanke unsere Lieblinge von Liedfett mal wieder zu sehen. Die haben wir schließlich lange nicht gesehen und morgen spielen sie ein Konzert im hintersten Hessen.

So brechen wir unsere heutige Kneipentour inmitten der Nacht ab und starten am Morgen dann mit meinem Alt-Volvo nach Haiger – irgendwo bei Dillenburg. Unterwegs gönnen wir uns Fastfood und in mir wächst die Angst, dass der Volvo unsere Schwedenreise im Juli nicht packen wird. Unterwegs nämlich fällt die Termperaturanzeige aus, das Beifahrerfenster verabschiedet sich aus der Führung und der Zigarettenanzünder mag auch nicht mehr. Ansonsten läuft er aber ganz wunderbar – das macht Hoffnung.

In Haiger findet heute auf dem Marktplatz ein kleines Festival statt – 8 Bands sind angekündigt, Liedfett zuletzt als Headliner. Wir parken den Volvo direkt neben Liedfetts Tourbus und genießen Getränke aus unserer Mitgift – ist aber alles kochend heiß und ungenießbar. Also verkosten wir die Getränke auf dem Fest, sehen uns einige Bands an und warten in angenehmer Atmosphäre auf Liedfett. Der Sänger beichtet uns irgendwann, dass sie den Auftritt völlig vergessen haben und entsprechend gut vorbereitet heute in Haiger aufgeschlagen sind. Das merkt man dann auch am Konzert – kein gelungener Auftritt, – aber Spaß hat’s gemacht wie immer. Nach dem Gig esse ich der Band noch das Catering von den Tellern und zu recht später Stund‘ verabschieden wir uns schließlich. Marc übernimmt das Steuer bis zur nächsten Tankstelle und dort höre ich nur meinen Namen gerufen. Ein paar Bekanntschaften vom Konzert gammeln dort rum und warten auf ein Taxi. Der Einladung zur Grillparty können wir natürlich nicht widerstehen und hängen dann wie sich herausstellt bei der Vorband von Liedfett herum, grillen lecker und palavern bis in die Morgenstunden.

Den Heimweg schaffen wir dann endlich zur Mittagszeit – mit dem Volvo. Der verlor noch in der Nacht seinen Auspuff und die Sitzverstellung versagte leider direkt nach einem kleinen Schläfchen auf einem Rasthof. Nun werden die Sitze vorn wohl für immer in einer angenehmen Liegeposition bleiben und in mir reift der Gedanke für Schweden ein anderes Auto zu nehmen.