zurück zur normalität

Seit unserem Reiseabbruch in Belgien ist einige Zeit vergangen, das Schengenabkommen das Papier nicht wert auf dem es geschrieben steht und ohnehin ist ja alles doof. So haben wir die letzten Wochen zwar viel Zeit zuhause verbracht, haben die neugewonnene Freizeit aber durchaus genossen.

co1

So war ich in den letzten Wochen stets im Umkreis von 300km bei Freunden, bei der Familie oder einfach mal zum Wandern unterwegs. Als dann die Läden wieder öffnen durften, waren wir gerade in Heidelberg. Schnell war klar, dass das so weder Sinn noch Spaß macht. Man kann nirgendwo einkehren, überall lange Schlangen, eine irrsinnige Maskenpflicht und die tollen Sachen haben nach wie vor geschlossen.

co2

Da sämtliche Konzerte und Festivals abgesagt sind und ich mich tatsächlich ein wenig darüber ärgere hier Tickets im Wert von 1500,-€ herumliegen zu haben, veranstalteten wir vor wenigen Wochen unser eigenes Festival. Marc, Familie und einige Freunde kamen vorbei und so feierten wir halt einfach zuhause und hatten das große Glück, dass niemand auf die Idee kam die Cops zu rufen.

co3

Alles in allem ist es natürlich Jammern auf hohem Niveau und natürlich – die Gesundheit geht stets vor, aber anders als viele in Panik Verfallende suhle ich mich nicht in der Rolle als Moralapostel, sondern freue mich tierisch, wenn endlich wieder Normalität eintritt – denn aufgrund der reaktionären Beschränkungen und Vorschriften, macht vieles weder Sinn noch Spaß und ich bin es längst leid über diesen Blödsinn zu diskutieren. Entweder gerät man an völlig panische Genossen, die plötzlich den Söder lieben oder aber man hat es mit geisteskranken Verschwörungstheoretikern zu tun. Irgendwie fehlt mir die Mitte – warum ist diese so still?

Ich muss dann in Bälde mein Dachzelt montieren und bis dahin – alles Gute!

aus 19 mach 20

Zwischen den Jahren und auch Sylvestern verbringen wir dieses Jahr zu Hause. Das verspricht eine stressfreie Zeit und nun bleibt ein Blick zurück auf das Jahr 2019. In vielerlei Hinsicht ein neuer Negativrekord. So wenig unterwegs war ich vermutlich noch nie.

Es gab 2019 viel Arbeit für mich und entsprechend wenig Freizeit, sodass ich lediglich auf 73 Übernachtungen komme. Einige davon im Dachzelt, überwiegend aber in Hotels und sonst wie auf Reise. Das sind nun immerhin 22 Übernachtungen weniger als 2018.

Auf all den Touren bereiste ich natürlich so manches Land: 2x Schweiz, 6x Österreich, 4x Slowenien, 5x Kroatien, 3x Bosnien & Herzegowina, 1x Montenegro, 5x Frankreich, 1x Ungarn, 2x Dänemark, 2x Schweden, 1x Norwegen, 1x Griechenland, 2x Luxembourg, 2x Belgien und 1x England.

2019 ging es abgesehen von einer Ausnahme immer mit dem Auto auf Tour – lediglich im Herbst verbrachten wir eine Woche auf Kreta – angereist mit einer Boeing.

Neben den herkömmlichen Touren ging es wieder auf viele Konzerte und einige Festivals. So kamen wieder eine Bands zusammen, die ich gesehen habe:
9x Liedfett; 2x Adam Angst; Tenacious D; Slipknot; Marteria; Casper; 2x Frittenbude; Kettcar; Sondaschule; Fuckin Faces; Moscow Death Brigade; Timmy Trumpet; Chainsmokers; Armin van Buuren; Sunnery James & Ryan Marciano; Bonaparte; Viagra Boys; 2x John Winston Berta, Egotronic

38.132 km bin ich 2019 insgesamt gefahren. Mit dem Kadett davon nur einen Bruchteil – extrem wenig, da muss ich dieses Jahr unbedingt nachbessern. Schließlich täte ich mit dem Kadett ganz gern die 1.000.000km knacken. Hoffentlich steht dem die kommende Hauptuntersuchung nicht im Wege, die ist dieses Jahr nämlich auch wieder fällig.

Um dieses Jahr nicht erneut in ein Negativloch zu fallen, geht es dann auch schon diesen Januar los. Wir haben einige Kurztrips geplant und ich freue mich schon ganz fürchterlich darauf.

gentlemen drive #2

In Kolonne fahren wir gemütlich über die A7, die A6 an Heilbronn vorbei und dann schließlich Richtung Trier. Unser erster Stopp soll in Merzig sein. Dort treffen wir auf die anderen drei Fahrzeuge und schmeißen bei Herrn P. in der heimeligen Garage eine furiose Grillparty. Es ist unter der Woche, mitten in der Nacht und so wundert es mich, dass sich die Nachbarschaft erst recht spät beschwert. Kommt uns aber gelegen, denn irgendwann müssen wir aufbrechen.

me1

Wir haben nun 14 Stunden Zeit um nach Calais zu kommen, dort erwartet uns dann die Fähre und bringt uns rüber nach England. Für 600km ist das reichlich Zeit – nicht aber wenn man mit zehn schrottreifen Fahrzeugen und einer Menge Chaoten unterwegs ist.
Nachdem wir aufgebrochen sind, gibt es schnell schon wieder Grund für einen Halt – Tanken! Luxembourg! Angenehme Preise erfreuen uns sehr und dann geht es schließlich stinklangweilig durch Luxembourg & Belgien bis in die frühen Morgenstunden.
Wir sind gut vorangekommen und so machen wir nun rund 100km vor Calais ein wenig Nachtruhe. So fahren wir durch Oostende und lassen uns mit zehn Fahrzeugen an der Promenade direkt am Meer nieder. Um diese Uhrzeit wird das sicher keinen stören & es sieht halt auch wahnsinnig gut aus.

me2

Für zwei Stündchen konnte ich die Augen schließen und fahre dann noch ein bisschen durch Oostende um mich umzusehen. Ich war vor vielen Jahren als Führerscheinneuling schon einmal hier, erkenne aber tatsächlich nichts wieder. Als die anderen dann auch alle wach sind steuern wir den erstbesten McDonald’s an. Frühstück, Morgentoilette, Unfug.

me3

gentlemen drive #1

Unsere alljährliche Rallye steht mal wieder vor der Tür. Wir fuhren die letzten Jahre nach Monaco & Nizza, nach Malmö (Schweden), Florenz in Italien und letztes Jahr nach Krakau in Polen. Dieses Jahr kamen wir auf die glorreiche Idee nach England zu fahren. Unser Ziel befindet sich östlich von London und heute geht es endlich los!

ral1

Die Vorbereitungen waren dieses Jahr weniger aufwendig – zum einen hatte ich kaum Zeit dafür und zum anderen haben wir während der Fahrt nicht so viel Zeit für eine besondere Route. So habe ich mich vorab lediglich um die Hotelreservierungen und die Fähre für uns kümmern müssen.

ral2

Dieses Jahr sind mit von der Partie:

Opel Kadett E [Heidenheim]
Opel Senator B [Heidenheim]
Opel Omega B [Heidenheim]
Subaru Legacy [München]
Audi A4 Avant [Wertheim]
VW Golf III [Heidenheim]
BMW E34 [Aalen]
Mercedes S-Klasse [Merzig]
Audi Coupé [Merzig]
Mercedes ML [Merzig]

ral3

Der erste Treffpunkt ist in Heidenheim nahe der A7 – hier bekleben wir noch eben die Fahrzeuge und dann geht es bei Regen auch schon auf die Autobahn. Nächster Stop: Saarland