aus 19 mach 20

Zwischen den Jahren und auch Sylvestern verbringen wir dieses Jahr zu Hause. Das verspricht eine stressfreie Zeit und nun bleibt ein Blick zurück auf das Jahr 2019. In vielerlei Hinsicht ein neuer Negativrekord. So wenig unterwegs war ich vermutlich noch nie.

Es gab 2019 viel Arbeit für mich und entsprechend wenig Freizeit, sodass ich lediglich auf 73 Übernachtungen komme. Einige davon im Dachzelt, überwiegend aber in Hotels und sonst wie auf Reise. Das sind nun immerhin 22 Übernachtungen weniger als 2018.

Auf all den Touren bereiste ich natürlich so manches Land: 2x Schweiz, 6x Österreich, 4x Slowenien, 5x Kroatien, 3x Bosnien & Herzegowina, 1x Montenegro, 5x Frankreich, 1x Ungarn, 2x Dänemark, 2x Schweden, 1x Norwegen, 1x Griechenland, 2x Luxembourg, 2x Belgien und 1x England.

2019 ging es abgesehen von einer Ausnahme immer mit dem Auto auf Tour – lediglich im Herbst verbrachten wir eine Woche auf Kreta – angereist mit einer Boeing.

Neben den herkömmlichen Touren ging es wieder auf viele Konzerte und einige Festivals. So kamen wieder eine Bands zusammen, die ich gesehen habe:
9x Liedfett; 2x Adam Angst; Tenacious D; Slipknot; Marteria; Casper; 2x Frittenbude; Kettcar; Sondaschule; Fuckin Faces; Moscow Death Brigade; Timmy Trumpet; Chainsmokers; Armin van Buuren; Sunnery James & Ryan Marciano; Bonaparte; Viagra Boys; 2x John Winston Berta, Egotronic

38.132 km bin ich 2019 insgesamt gefahren. Mit dem Kadett davon nur einen Bruchteil – extrem wenig, da muss ich dieses Jahr unbedingt nachbessern. Schließlich täte ich mit dem Kadett ganz gern die 1.000.000km knacken. Hoffentlich steht dem die kommende Hauptuntersuchung nicht im Wege, die ist dieses Jahr nämlich auch wieder fällig.

Um dieses Jahr nicht erneut in ein Negativloch zu fallen, geht es dann auch schon diesen Januar los. Wir haben einige Kurztrips geplant und ich freue mich schon ganz fürchterlich darauf.

gentlemen drive #2

In Kolonne fahren wir gemütlich über die A7, die A6 an Heilbronn vorbei und dann schließlich Richtung Trier. Unser erster Stopp soll in Merzig sein. Dort treffen wir auf die anderen drei Fahrzeuge und schmeißen bei Herrn P. in der heimeligen Garage eine furiose Grillparty. Es ist unter der Woche, mitten in der Nacht und so wundert es mich, dass sich die Nachbarschaft erst recht spät beschwert. Kommt uns aber gelegen, denn irgendwann müssen wir aufbrechen.

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Wir haben nun 14 Stunden Zeit um nach Calais zu kommen, dort erwartet uns dann die Fähre und bringt uns rüber nach England. Für 600km ist das reichlich Zeit – nicht aber wenn man mit zehn schrottreifen Fahrzeugen und einer Menge Chaoten unterwegs ist.
Nachdem wir aufgebrochen sind, gibt es schnell schon wieder Grund für einen Halt – Tanken! Luxembourg! Angenehme Preise erfreuen uns sehr und dann geht es schließlich stinklangweilig durch Luxembourg & Belgien bis in die frühen Morgenstunden.
Wir sind gut vorangekommen und so machen wir nun rund 100km vor Calais ein wenig Nachtruhe. So fahren wir durch Oostende und lassen uns mit zehn Fahrzeugen an der Promenade direkt am Meer nieder. Um diese Uhrzeit wird das sicher keinen stören & es sieht halt auch wahnsinnig gut aus.

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Für zwei Stündchen konnte ich die Augen schließen und fahre dann noch ein bisschen durch Oostende um mich umzusehen. Ich war vor vielen Jahren als Führerscheinneuling schon einmal hier, erkenne aber tatsächlich nichts wieder. Als die anderen dann auch alle wach sind steuern wir den erstbesten McDonald’s an. Frühstück, Morgentoilette, Unfug.

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gentlemen drive #1

Unsere alljährliche Rallye steht mal wieder vor der Tür. Wir fuhren die letzten Jahre nach Monaco & Nizza, nach Malmö (Schweden), Florenz in Italien und letztes Jahr nach Krakau in Polen. Dieses Jahr kamen wir auf die glorreiche Idee nach England zu fahren. Unser Ziel befindet sich östlich von London und heute geht es endlich los!

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Die Vorbereitungen waren dieses Jahr weniger aufwendig – zum einen hatte ich kaum Zeit dafür und zum anderen haben wir während der Fahrt nicht so viel Zeit für eine besondere Route. So habe ich mich vorab lediglich um die Hotelreservierungen und die Fähre für uns kümmern müssen.

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Dieses Jahr sind mit von der Partie:

Opel Kadett E [Heidenheim]
Opel Senator B [Heidenheim]
Opel Omega B [Heidenheim]
Subaru Legacy [München]
Audi A4 Avant [Wertheim]
VW Golf III [Heidenheim]
BMW E34 [Aalen]
Mercedes S-Klasse [Merzig]
Audi Coupé [Merzig]
Mercedes ML [Merzig]

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Der erste Treffpunkt ist in Heidenheim nahe der A7 – hier bekleben wir noch eben die Fahrzeuge und dann geht es bei Regen auch schon auf die Autobahn. Nächster Stop: Saarland

endlich purist

Noch immer haben wir überhaupt keine Zeit für sinnbefreite Reisen und so blieb in den letzten Wochen etwas Zeit für den Fuhrpark. Der Kadett bekam schon im April sein Dachzelt verpasst – bis heute noch immer ungenutzt – und dem Agila geht’s ganz hervorragend. Mein schwarzer Volvo spult auch fleißig Kilometer herunter und meinen Pizzaroller habe ich zwischenzeitlich auch zugelassen. Als sei das alles nicht genug musste wieder ein neues Auto her.

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Als Volvo ende 2006 den C30 vorstellte war ich hin & weg – welch schönes Kraftfahrzeug! Der Volvo C30 tritt in die Fußstapfen des grandiosen Volvo 480ES und erinnert von hinten auch ein wenig an den legendären Schneewittchensarg. Das tolle Design aber fordert natürlich seinen Tribut – im Fond befinden sich lediglich zwei Einzelsitze und von Bein- oder gar Kopffreiheit kann man nicht sprechen. Auch der Kofferraum ist eher ein Witz – der ist unglaublich winzig und das gesamte Auto dadurch vollkommen unpraktisch. Kein Wunder dass Volvo davon in 6 Jahren Bauzeit nur 18.000 verkaufen konnte.

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Als ich junge 20 war, wollte ich sogar einen Probefahren – der Volvohändler hatte damals keinen verfügbar und so blieb der C30 halt einfach ein unsinniger Traum – den ich mir jetzt erfüllen möchte. Ich durchstöbere das Internet und finde gleich zwei in meiner Wunschausstattung. Den ersten rufe ich an und werde direkt enttäuscht – ist bereits verkauft. Am nächsten tag versuche ich es bei dem Zweiten und höre mich am Telefon plötzlich sagen dass ich ihn direkt kaufen wolle, er alles vorbereiten soll und ich mich melde bezüglich Abholung/Bezahlung. Der Händler war dann vermutlich genau so baff wie ich und so geht es ein paar Tage in die Nähe von Düsseldorf, ein von mir vorab bezahltes und ungesehenes Auto abzuholen.

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Schon auf den ersten Kilometer der Heimreise entpuppt sich der Volvo als guter Kauf, denn die Ausstattung ist exakt das, das ich mir vorgestellt hatte, der Zustand hervorragend und auch sonst bin ich sehr zufrieden. Hätte schließlich auch in die Hose gehen können, da ich vorher noch nie in einem C30 gesessen bin und auch die Announce im Internet nur überflogen habe.
Der Kadett bleibt natürlich und wird dann wenn er jemals den Geist aufgibt (so in 20-30 Jahren) durch den nun vorhandenen C30 ersetzt und bis dahin dient dieser als herrlicher Zweit-, Dritt-, und Viertwagen. Einen Dachträger für das Zelt habe vorsichtshalber schon geordert und ist es höchste Zeit mal wieder auf Reisen zu gehen.