entspannung pur in riesbürg

Unsere alljährliche Zusammenkunft auf dem Campingplatz Ringlesmühle findet ab heute statt – Erholung vom Taubertal Festival brauche ich ja heuer nicht und fahre gegen Mittag rüber auf den Platz. Einige nette Gesichter haben sich schon eingefunden, wir begrüßen uns und trinken die ersten Kaltgetränke.

Anders als sonst bin ich heute nicht mit dem Kadett da sondern mit einem Opel Mokka – für eine Nacht darf er seine Campingtauglichkeit unter Beweis stellen. Nunja, umgebaut ist er fix und es entsteht auch eine große ebene Fläche. Ich bin gespannt. Ehe ich ins Bett finde sollen aber noch einige Stunden vergehen und unzähle Kaltgetränke auf mich warten – wir feiern bis spät in die Nacht, bis ich endgültig beschließe ins Bett zu gehen. Denn ich habe morgen noch einen kurzen Arbeitseinsatz und hole dabei direkt meinen Kadetten ab.

Im Bett angekommen stelle ich recht fix fest dass mir das viel zu klein ist. Und dass Herrn S. sich zu mir kuschelt macht es tatsächlich nicht besser, im Gegenteil – der Platz wird noch weniger. Ich bin etwas froh dass die Nacht ohnehin kurz werden wird und schließe die Augen, soweit das halt möglich ist.

taubertal festival #2

Nach den Polizeikontrollen ist vor dem Campingplatz – endlich erreicht. Am Eingang möchten die Herrschaften mir nicht so recht glauben dass das Fahrzeug auf eigener Achse angereist ist und ein junger Österreicher möchte uuuunbedingt einmal mitfahren. Auf dem Campingplatz suchen wir uns ein schönes Plätzchen und bauen unsere Heimat für diese Woche auf. Etlicher Unrat findet zwischen unseren Highend-Campingfahrzeugen platz und ich genieße den schnellen Aufbau des Dachzeltes, zapfe mir ein gekühltes Bier und mache es mir bequem.

Die Nacht ist bitter kalt. So richtig kalt. Unfassbar, ich grabe sogar meine Winterjacke hervor. Das Thermometer fällt auf bis 3 Grad über null. Hindert uns jedoch so überhaupt nicht an einer Feier, die selbst den Sonnenaufgang überstehen soll. Als es mir dann doch zu spät – oder besser gesagt zu früh wird, klettere ich in mein Dachzelt und erpöbele mir ein wenig Platz, denn Herr T. hat es sich dort bereits bequem gemacht. Im Bett liegend rege ich mich noch etwas auf, dass ich die Kissen im Auto vergessen habe und nun natürlich viel zu faul bin diese noch zu holen. Gute Nacht.

taubertal festival #1

Heute ist schon wieder richtig Stress angesagt – ich belade den Kadetten bis zum Maximum und düse ins nahegelegene Härtsfeld. Dort treffen wir uns so nach und nach, finden alle zusammen und haben noch lange nach geplanter Abfahrt allmöglichen Unfug zu erledigen – also alles wie immer.
Mit lächerlichen zwei Stunden Verspätung stürmen wir die A7 gen Norden und erreichen schließlich Rothenburg ob der Tauber. Ehe wir aber das Festivalgelände erreichen stehen die obligatorischen Polizeikontrollen an und ich bin mir fast sicher, dass ich diesmal nicht herausgezogen werde.

Natürlich wird daraus nix – ich werde freundlich zur Seite gewunken und gefragt ob ich schon etwas getrunken hätte. Ich lass es bleiben ihn zu fragen, was diese saudämliche Frage denn überhaupt soll. Nach dem Festival macht das wohl eher Sinn. Gleiches Spiel mit den Drogen – das erscheint mir immerhin noch sinnvoll. Ich hab allerdings garkeine bei mir und kann dem Beamten dann auch nichts verkaufen, muss er sich woanders beschaffen. Das lässt ihn allerdings derart kalt, dass er noch weitere sieben mal danach frägt. Ist sein Kurzzeitgedächtnis geschädigt oder ist das nun die neue Methode den Süchtigen ein Geständnis zu entlocken? „Man muss nur oft genug danach fragen!“
Nachdem ich ihm den Kofferraum öffne und ihn völlig entgeistert eine Friseurübungspuppe anstarrt verschlägt es ihm endlich die Sprache & er wünscht mir ein angenehmes Festival. Na geht doch, Danke & bis bald.

Nach dieser Kontrolle schaffe ich es keine 500m – ich fasse es kaum! Schon wieder werde ich herausgewunken. Unbeeindruckt davon dass ich sogar noch meine Papiere in den Händen halte und ich ihm versichere all meine harten Drogen beim Kollegen um die Ecke vertickt zu haben werde ich kontrolliert. Diesmal muss ich sogar Kaspertheater mit Händen und Augen machen, welch ein Spaß. Ich nehme all das wenig ernst, treibe Unfug und mache diese merkwürdigen Tanzübungen derart falsch, dass er mich einfach fahren lässt. So mag ich Polizeikontrollen – es ist immer wieder ein Spaß und es macht mich wirklich glücklich, dass die meisten Beamten angenehme Zeitgenossen sind. Darf man dann auch mal loben.

entdecket belgien

Noch heute Nacht soll es nach Belgien gehen, Abfahrt habe ich mir für Punkt Mitternacht ausgedacht um den ollen Ferienverkehr zu umgehen. So lege ich mich noch fix hin, döse ein wenig und hab um 00.00 Uhr dann so überhaupt keinen Bock. Also wird es 03.00 Uhr – der Kadett läuft, ohne Umschweife direkt nach Brügge.

Nach gemütlichen 9 Stunden sind wir da und ich steuere direkt einen Campingplatz in Nähe der Stadt an. Ein einfacher Platz mit sanitären Anlagen, Ver- und Entsorgung sowie Strom. Mehr gibt es nicht & mehr braucht nun wirklich kein Mensch.

Brügge noch heute zu erkunden fällt sprichwörtlich ins Wasser – bei einigem Wein und etwas Vodka sitzen wir den Regen unter’m Dachzelt aus und nehmen gegen Abend dann doch noch den Fußmarsch in die Innenstadt in Angriff.