august 2024

Uff – schon mitten im Sommer angekommen! Heute fahren wir in die Pfalz zu einem Geburtstag, pennen dann in Landau und fahren nach dem Frühstück nach Karlsruhe, schlagen etwas Zeit tot um anschließend nach Reutlingen zu fahren. Heute spielen wieder „Kettcar“ und als Supportact „Pauline & Aleksi“. Das Singer/Songwriter-Duo ist recht kurzweilig, nett anzuhören und Kettcar liefern dann wieder ein fantastisches Konzert. Beseelt geht‘s dann Nachhause und ich frage mich: Wo spielen Kettcar eigentlich morgen?

Und dann ist auch schon Zeit für das Obstwiesenfestival in Dornstadt. Donnerstags war ich dort noch nie und heute spielen „Django3000“. Das Essen auf den Obstwiesen schmeckt hervorragend und Django3000 sind leider super beschissen, sodass der heutige Festivaltag schon schnell zu Ende ist. Zuhause in die Federn, morgen geht‘s dann weiter!

Freunde aus dem tiefen Bayern und Österreich sitzen heute plötzlich in meinem Anwesen. Scheinbar ist nun mein Junggesellenabschied? Sehr gut – ich will und wollte nämlich keinen und mein Wunsch wurde erhört. So gehen wir in illustrer Runde einfach nur auf das Obstwiesenfestival und besaufen uns. Ein Hotel in Ulm ist schnell bezogen und schon sind wir auf dem Festivalparkplatz und trinken herrlich viel. Auf dem Festival sehe ich, trotz horrenden Mengen Kaltgetränken, English Teacher, Olli Schulz, Team Scheisse und noch so eine Scheißband, die ich lieber verpasst hätte. Bei Team Scheisse verliere ich im Pit einen meiner Schuhe und ein Gewitter bricht dann schließlich das Festival ab, sodass wir um 03.00 ins Hotel torkeln. Perfekt – wenn Junggesellenabschied, dann so!

Am Morgen gehen wir dann wieder zu den Obstwiesen, das Auto will ja schließlich noch geholt werden. Dort frühstücken wir dann, ich werde Nachhause gebracht & schlafe dann noch ein paar Tage.

Herr L. aus Karlsruhe hat morgen Geburtstag und irgendwie hat er sich gewünscht, dass wir alle gemeinsam ins Legoland nach Günzburg gehen. Sicher cool, so in den Ferien. Am Vortag randalieren wir über die Spielplätze Heidenheims und fahren am Morgen dann nach Günzburg. Es ist natürlich die Hölle los. Es ist ätzend & bringt mich beinahe ins Grab. Alles daran. Aber auch dieser Tag findet sein Ende und ich fahre Frau E. noch eben nach München zum Flughafen.

Und ein paar Tage später möchte Frau E. dort wieder geholt werden. Kein Problem! Zuerst gehe ich zum Besucherhügel, glotze mir ein paar Flugzeuge an und fahre dann rüber nach Freising. Ich sehe mich in der Altstadt um, begaffe Eis-essend andere Eis-Esser und düse dann wieder zum Flughafen.

Nach ein paar Stunden Schlaf direkt zurück ans Steuer – Herr M. aus Dresden erwartet mich irgendwo zwischen Siegen und Marburg. Und weil ich zeitig dran bin, mache ich noch einen Halt in Dillenburg und schlendere ein wenig durch den Stadtkern und entlang der Dill. Anschließend geht es Frühstücken und dann zum Nationalen Automuseum – The Loh Collection. Das Museum gibt es erst seit einem Jahr und ich kannte es bisher gar nicht. Wie gut, dass sich das heute ändert – die Sammlung ist nämlich mit die beste, die ich je zu Gesicht bekam. In dieser Privatsammlung (!) steht so ziemlich alles, das irgendwie sehenswert ist und der Besitzer legt bei allen Autos viel wert auf eine besondere Historie. Für solch eigenartige (Alt-)Auto-Nerds genügt ein Tag hier nicht – vorallem weil aktuell auch eine Opel-Sonderausstellung mit rund 15 Fahrzeugen zu sehen ist. Die kenne ich zwar alle, aber wann hat man schon Zeit genauer hinzusehen und kann auch so nah ran?

Am späten Nachmittag geht es dann im Eiltempo rund 150km in den Süden nach Semd. Dort ist seit ein paar Tagen Opeltreffen und ein paar bekannte Gesichter sind vor Ort. Fix das Dachzelt aufgeschlagen und anschließend die üble Dorfparty überlebt. Überhaupt nicht empfehlenswert, mit ausreichend Sprit geht es aber und am Morgen habe ich mir noch in Ruhe ein paar leckere Alt-Opel angesehen, um dann gemütlich in die Heimat zu gondeln.

Kettcar live in Reutlingen
Django3000, Obstwiesenfestival
English Teacher, Obstwiesenfestival
Legoland, Günzburg
Airport München
Airport München
Freising, Bayern
Dillenburg, Hessen
The Loh Collection, Nationales Automuseum
The Loh Collection, Nationales Automuseum
The Loh Collection, Nationales Automuseum
The Loh Collection, Nationales Automuseum
Opeltreffen Semd, Hessen

neckarsche sonne

Wir nutzen den heutigen Frühlingstag für einen Ritt nach Tübingen und schlendern sogleich durch die Altstadt und das schöne Neckarufer. Den jungen Beinen sei Dank schaffen wir es auch auf das Schloss Hohentübingen und gucken nach dort unten. Das Schloss selbst und auch seine Geschichte nehmen mich jetzt nicht gerade mit, – umso mehr aber weiss die Altstadt mit seinen vielen erhaltenen Bauwerken zu begeistern. Das Rathaus, viele enge Gassen, der Hölderlinturm und unzähliges Fachwerk lassen eine Genickstarre entstehen.

Ich lasse mich dann sogar dazu hinreißen einen Kuchen zu essen – Sachertorte. Die sah in der Auslage sehr lecker aus, überzeugt beim Verzehr dann aber überhaupt nicht. Vor einem Kaufhaus spielen Guggenmusiker und wir verschwinden dann recht schnell um ein wenig Kleidung zu erstehen. Noch ehe ich verzweifle sind wir fertig und schauen uns dann noch ein Auto- und Spielzeugmuseum an. Im Boxenstop Tübingen werden auf 900qm jede Menge Spielzeuge und auch rund 70 Fahrzeuge ausgestellt. Die private Sammlung ist nett arrangiert und das Museum sicher einen Besuch wert. Ich habe aber im Moment garkeine Lust auf altes Blech und auch die Exponate sind nicht wirklich meins. Viel Rennsport und Supersportwagen aus vergangenen Tagen – reizt mich eher nicht so.

verkehrshaus schweiz

Neulich erinnerte mich eine alte Folge Top Gear daran, dass ich gerne einmal ins Verkehrshaus der Schweiz möchte. Gut, dass wir hier sind. Es ist das meistbesuchte Museum der Schweiz und beherbergt eine vielseitige Sammlung von Lokomotiven, Autos, Schiffen und Flugzeugen. In allen Ausstellungshallen und auch im Außenbereich kann man sich mit vielen Dingen interaktiv beschäftigen. Das mag ja ganz nett sein, ist aber ein Garant für viel Familien und Kinder. Gerade an Wochenenden daher eigentlich eher nichts für mich.

Nachdem wir uns in den Hallen des Schienenverkehrs umgesehen haben, folgt sogleich die Halle, deren Fassade mit Signaltafeln aus der Schweiz verkleidet ist, des Straßenverkehrs. Hauptattraktion dürfte hier das große Autotheater sein. Mittels eines Autolifts werden die jeweiligen Fahrzeuge präsentiert und es läuft ein Infofilm darüber ab, während lautstark Musik aus den Boxen dröhnt. Ist mir zu viel Kirmes und stattdessen täte ich mir viel lieber die teilweise interessanten Exponate so anschauen. Die sind aber übereinandergestapelt und so kommt man natürlich nicht hin. Nebenan hat man die Möglichkeit an einem Testcrash teilzunehmen. Hier fährt man mit einem VW Golf VI auf ein stehendes Hindernis. Obwohl es nur 10km/h sind, rumst es recht ordentlich und ich habe es aus meinen Erfahrungen im Straßenverkehr viel weniger brachial in Erinnerung. Vermutlich weil wir uns in jüngeren Jahren ständig gegenseitig gerammt haben und das viel mehr Spaß machte, also eine solche Simulation.

In den Räumen der Schifffahrt halten wir uns nur kurz auf und die Luftfahrt lassen wir ganz links liegen. Dafür werden wir noch einen Blick in das Hans Erni Museum, trinken anschließend noch etwas im Restaurant und treten dann den Weg zurück nach Deutschland an. Zurück über der Grenze machen wir noch einen Stopp am Schloss Salem und schauen auf die alten Gemäuer der heutigen Internatsschule. Die imposante Fassade des Salemer Münsters sticht ein wenig wie ein Fremdkörper aus dem Schloss heraus und verleiht dem Ensemble aus Gebäuden einen absonderlichen Flair.

cassel

Ich habe für ein paar Tage in Frankfurt zu tun und sehe mich nun ein wenig in Kassel um. Hier bin ich schon abertausende Male vorbeigefahren und habe es bisher nur zu Ikea geschafft. Nun aber habe ich Zeit mitgebracht und fange mit dem an, für das Kassel bekannt ist.
Ich entscheide mich für eine Wanderung beginnend am Hercules, hinunter zum Schloss und das ganze dann irgendwie wieder nach oben.

Wie ich oben ankomme und parke, zieht plötzlich ein dicker fetter Nebel auf und verwandelt den Hercules samt Oktogon in einen mystisch anmutenden Platz. So spaziere ich ein wenig durch die Gemäuer, schieße Fotos und sehe nichts. Normalerweise hat man eine grandiose Aussicht auf Kassel und den restlichen Bergpark Wilhelmshöhe. Das tolle Schauspiel hält nicht lange an und nach 15 Minuten ist der Nebel auch schon wieder verschwunden und der Blick ist frei.

So marschiere ich entlang des Wasserspiels hinunter und besichtige die Löwenburg, anschließend das Schloss Wilhelmshöhe und das zugehörige Gewächshaus. Völlig zurecht wurde 2013 der Bergpark als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. So vergehen viele Stunden und etliche Kilometer bis ich schließlich erschöpft oben an der Hercules Statue zurück bin. Die Höhenmeter haben mich ganz schön geschlaucht und so möchte ich jetzt eigentlich nichts mehr machen. Immerhin kann ich mich dann noch fix aufraffen das Technikmuseum in Kassel zu besuchen. In einem ehemaligen Henschel-Werk gibt es hier Elektronik, Feinmechanik, Maschinenbau, Medizintechnik, Metallmusik, einen Transrapid und auch Automobiltechnik zu bewundern. Nahezu alles hat einen Bezug zu Kassel und so bin ich mangels Interesse auch relativ schnell draußen und mache mich auf den Weg ins Hotel.