weiter gen süden

Wir möchten ja noch immer in den Süden und so machen wir nun wieder einige Kilometer. Durchs Gebirge fahren wir in aller seelenruhe bis nach Midelt. Frau M. Möchte ja ganz gern Campingplätze und ein wenig Infrastruktur – ich beklage mich überhaupt nicht, schließlich genieße ich den Luxus auch in vollen Zügen. In Midelt kommen wir zeitig an, ich plaudere ein wenig mit dem Chef und frage mal wieder nach Brot.

Er bietet mir an uns zu einem Supermarkt zu bringen und ich nehme das Angebot natürlich dankend an. Als ich mich in seinem VW Golf anschnallen möchte staunt er nicht schlecht, spricht von hohen Strafen in Deutschland und versichert mir dass das hier nicht so sei. Von Sicherheit natürlich keine Rede.
Er lässt uns am Supermarkt aussteigen und verspricht in zehn Minuten wieder da zu sein – sein Versprechen hält er natürlich und erkundigt sich mehrmals ob wir auch alles bekommen hätten.

Nun machen wir Essen und einer der Mitarbeiter des Platzes bestellt mich zum Teetrinken in sein Zimmer. Erst freue mich auf leckeren Minztee und höre dann doch nur die immerselbe Geschichte von Toten und kranken Familienmitgliedern. Wunderschöne Teppiche zeigt er uns und ehe er sie alle auspackt unterbreche ich, erkläre ihm dass ich nicht ohne Grund mit einem solchen Schrottauto unterwegs bin und all mein Geld für die Fahrt in sein schönes Land ausgebe. Auch Platz habe ich keinen und er zeigt sich verständnisvoll.

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