marokkofahrt #4

Heute steht uns eine 8std-Fahrt bevor – ich freue mich! Wir verlassen unser Riad in Fès und gondeln gen Süden, machen bei Michlifene einen Halt und bestaunen Berberaffen, füttern selbige und machen uns dann wieder aus dem Staub.

Streckenposten in Michlifene
es wird langsam karger

Unterwegs werde ich doch glatt geblitzt – die Polizei lasert und präsentiert mir ein hübsches Foto – erst wollen sie umgerechnet 40€ von mir, lässt sich dann aber auf 25€ drücken. Weiter geht‘s unter Beachtung des Tempolimits. Im Gegensatz zu meinen letzten Besuchen in Marokko, sind die Straßen inzwischen überwiegend in sehr gutem Zustand – da fällt einem das Rasen nicht schwer.

Auf dem Tizi n‘Talrhemt Pass

Endlich Wüste! Landschaftlich geht es überhaupt nicht besser – ein echter Genuss! Unterwegs sieht man deutlich die Schäden der heftigen Unwetter vor Kurzem. Weite Teile der Region waren nach Regenfällen überflutet und in vielen Dörfern hat es ganze Straßenzüge weggespült. Brücken, Quedquerungen und Senken sind inzwischen wieder im Aufbau.

Errachidia, Marokko

Nachmittags kommen wir am Erg Chebbi an – endlich im Sand spielen! Den Kadett stellen wir an den Dünen ab und werden in Kürze dann geholt und mit einem Toyota Landcruiser in unser Wüstencamp gebracht.

Vor den Dünen des Erg Chebbi

Unser Wüstencamp ist relativ klein, das Personal ist super freundlich und unser Zelt beinahe schon übertrieben luxuriös. Wir klettern ein wenig auf den Dünen herum, genießen den Sonnenuntergang und ich gehe dann noch ein bisschen auf dem Sand joggen. Danach gibt es leckeres Abendessen und eine erholsame Nacht in der Sahara.

Unser Camp am Abend
Abendliche Joggingrunde

marokkofahrt #3

Von Chefchaouen geht es nun in das rund 200km entfernte Fès. Eine wundervolle Fahrt durch fantastische Landschaften, aber leider weitaus weniger Gewusel an den Straßen und leider auch sehr viel weniger Oldtimer für die Augen, wie ich es von meinen letzten Reisen hier kannte.

in der Nähe von Beni Ammar

In Fès angekommen parken wir hinter den Mauern der Altstadt in einem Haus, das nur als Parkplatz dient und gehen dann in unser luxuriöses Riad. Nach einem Tee und einer Dusche hüpfe ich in den Pool und dann tauchen wir sofort in die Medina ein, schlendern durch die Gassen, über Märkte und kaufen ein paar Vasen. Erst nach Sonnenuntergang sind wir schließlich zurück und genießen dann unser schönes Riad.

Fès, Marokko
unser Riad mit Pool, Fès
Medina von Fès

Am Morgen geht es nach einem rießigen Frühstück zu Fuß zum Königspalast. Ist zwar sehenswert, aber irgendwie sehen sie dann doch alle gleich aus – uns gefällt der nahegelegene Park Jnan Sbil deutlich besser und so tauchen wir dann wieder in die Medina ein.

Jnan Sbil, Fès

Wir besuchen die Madrasa Bou Inania, eine alte Koranschule. Sehr schön anzusehen, aber auch hier gilt – kennst du eine, kennst du alle. Es bietet sich aber hervorragend für eine Pause an – mitten in der Medina herrscht hier im Innenhof eine herrliche Ruhe. Das und die wundervolle merinidische Architektur sind Grund genug, um sich dann doch sämtliche alten Koranschulen anzusehen.

Madrasa Bou Inania

Danach wackeln wir in eine weitere Koranschule – die Madrasa Attarine. Diese ist etwas größer und man kann auch weitere Räume besichtigen. Im Anschluss schauen wir uns noch das Gerberviertel an. Muss man eigentlich nicht gesehen haben, aber wenn wir schon hier sind. Wir gehen dann schnell weiter, essen ganz lecker und hüpfen am späten Nachmittag wieder in den Pool.

Fès, Marokko
Gerberei, Fès

marokkofahrt #2

Wir sind auf dem Weg nach Checfchaouen und haben uns eine Unterkunft etwas außerhalb in den Bergen, mit Blick auf die blaue Stadt, gebucht.

Auf dem Weg nach Chefchaouen

Unterwegs verabschieden wir uns von der Küste und sind nach rund zwei Stunden in Chefchaouen. Unsere Unterkunft aber finden wir irgendwie nicht, der Gastgeber schickt uns dann den Standort und schon geht es auf einer irrsinnig steilen Piste dorthin.

Chefchaouen

Zu Fuß gehen wir nach Chefchaouen und lassen uns ein wenig durch die blauen Gassen treiben. Der arabisch-mediterrane Flair in Verbindung mit der durch und durch blau angemalten Stadt ist schon sehr sehenswert, wenn auch die Farbe blau hier keinen historischen Hintergrund hat. Eigentlich sieht es hier nur so aus, um Touristen anzulocken und das ist auch okay so. Auf dem Marktplatz essen wir unter anderem eine fantastische Pastilla aber auch Tajine, Couscous und mehr.

Goodlife in Chefchaouen
Ich habe ausschließlich Katzenfotos gemacht

Vollgefressen und müde schlendern wir irgendwann zurück, sind wieder um einige Eindrücke reicher und kommen pünktlich zum Abendgebet in unserer Unterkunft an, spielen noch etwas Karten und genießen den Sonnenuntergang mit einigen Gläsern Tee.

Gute Nacht, Chefchaouen

Am Morgen dann Ernüchterung, denn es regnet. Vorallem befürchte ich, dass wir bei Nässe die Piste gar nicht packen. Dem ist dann natürlich so – die nasse Schotter- und Schlammpiste ist viel zu steil. Unser Gastgeber und ein Fremder eilen schließlich zur Hilfe. Im Endeffekt haben wir den Kadett entladen und unser Gastgeber ist mit Anlauf samt Irrsinn die kurvige Piste nach oben gedonnert. Das schwere Gepäck durfte dann getragen werden.

Der Anstieg, bevor es richtig steil wird

marokkofahrt #1

Der Kadett hat ganz frischen Tüv und wir machen uns sogleich auf den Weg nach Marokko. In den frühen Morgenstunden geht‘s los, das Auto ist randvoll geladen und das Dachzelt wurde durch ein Reserverad ersetzt.

In einem Rutsch geht es bis nach Murcia, wo wir nach 20std Fahrt ein Hotel beziehen. Für ein paar Stunden pennen – das fühlt sich gut an. Am Morgen haben wir dann nur eine kurze Etappe bis Estepona vor uns. Dort flanieren wir ein paar Tage am Pool direkt am Meer, genießen die Entspannung und der Kadett ruiniert derweil den Hotelparkplatz. Kühler undicht – mal wieder. Sei es drum, kann man ja erstmal ignorieren.

Unser Domizil in Estepona, Spanien
Die Pfützen waren da schon vorher!

Sonnenbetankt und tiefenentspannt geht es dann weiter nach Algeciras. Wir plündern noch einen Supermarkt und kaufen dann die Fährtickets bei Carlos nach Tanger-Med mit open return. Heißt, wir sind nicht an einen bestimmten Tag für die Rückfahrt gebunden. Bisher immer so gemacht und jedesmal auch an einem anderen Tag gefahren, als ursprünglich geplant.

zu Besuch bei Carlos in Algeciras

Und dann fahren wir auch direkt zum Hafen und reihen uns ein. Es ist extrem wenig los, mit uns sind es vielleicht 20 PKW – das habe ich so auch noch nie erlebt. Die Fähre startet, wir holen uns unsere Visa auf dem Schiff und in Tanger-Med heißt es wie gewohnt: Geduldig bleiben. Obwohl sehr wenig los ist, zieht es sich natürlich ewig. Röntgen, Papiere prüfen und der Zoll mag auch gern einen Blick in den Kofferraum werfen.

Afrika in Sichtweite

Erst mit der Dunkelheit kommen wir in unserer Unterkunft an – ein kleines Zimmer unweit von Azla, direkt an der Mittelmeerküste. Die französische Besitzerin macht uns am Morgen ein leckeres Frühstück, wir beladen den Kadett und ziehen dann schon weiter.

Aouchtame Bni Said, Marokko