mehr meer

Der hießige Campingplatz erweist sich als hervorragend. Er ist nicht übermäßig überfüllt, die Preise sind sehr human und uns begegnen nur wenige lautstarke Kindereien. Da es hier quasi keinen Strand gibt, wurde kurzerhand ein Küstenabschnitt betoniert und mit Treppen ins erfrischende Nass versehen. Auch ist das Gebotene für den Ottonormal-Camper wohl eher nichts – allzu sauber ist es nicht und auch sonst gibt es eher wenig bis nix – ideal also für mich.

Diesen Betonstrand müssen wir uns erfreulicherweise auch mit nur wenigen Leuten teilen und so macht sich endlich Entspannung breit. Hin und wieder Springe ich in die hohe See, lese nebenbei jede Menge und schlafe erschreckend oft. Mit zunehmender Körperröte mangelt es mir auch an Lust mich selbst um das Essen zu kümmern und so gehen wir desöfteren Essen. Die Preise sind selbst hier an der Küste vertretbar, das Angebotene sehr fein und ich werde stets satt.

hitze taugt

Von Hachenburg geht es nun erstmal in den Süden. Wie sich das gehört, verfahre ich mich tierisch beim Verlassen des Westerwaldes – einige Umleitungen sind dabei wahnsinnig gute Helfer.

Die Autobahn finde ich irgendwie doch noch und gleite gemütlich bis Heidenheim dahin. Ich wasche etwas Wäsche, packe noch einiges Zeugs zusammen und gönne mir eine Mütze Schlaf, das kam beim DZG Treffen einfach etwas zu kurz.

Der Wecker aber lässt nicht lange auf sich warten & so geht es wieder weiter gen Süden. Nach lässig lästigen 7 Stunden ist das Meer in Riechweite und es geht direkt auf einen Campingplatz in Lignano Sabbiadoro. Dieser ist recht voll und ich erwische ganz hinten einen ruhigen Platz fernab von kehrenden Putzteufelcampern.
Der von J. verordnete Sonnenbrand lässt auch nicht lange auf sich warten – Danke dafür!

hachenburg tag 3

Irgendetwas stimmt nicht – ich wache heute erst sehr spät auf und bin etwas verwundert, schlafe ich doch sonst nur selten lang. Das Frühstück habe ich also verpennt und kann mir direkt Gedanken um eine Mittagsmahlzeit machen.

Ein kurzer Blick in den Himmel und ich beschließe dass ich ja zu Fuß herunter in die Stadt könnte – ein wenig Bewegung tut ohnehin Not. Ich frage in die Runde, erhalte statt Bestellungen dann aber Begleitung von Herrn S.
Unten angekommen plündern wir den Rewe und Herr S. ist so nett meine Einkäufe mit dem Fahrrad den Berg hochzufahren – so laufe ich seelenruhig noch einen großen Bogen querfeldein und komme dann schrecklich hungrig zurück.

Mit vollem Magen nimmt das übliche täglich Unheil seinen Lauf, wir quatschen viel, laufen ständig über den Platz, man trifft alte und auch neue Freunde und es könnte kaum schöner sein. Inzwischen ist der Platz gut gefüllt und ich schleiche immer wieder in die afrikanische Küche und schlage mir den Magen voll. Gegen später ergeht es uns am Bierstand ähnlich, wir stehen bis spät beisammen und machen es uns zum aufkeimenden Morgengrauen noch am Lagerfeuer gemütlich.

dzg treffen hachenburg

Die Nacht ist kurz – um 08.00 Uhr in der Früh geht es an den Zeltaufbau und natürlich liege ich da noch in den Träumen. Dreißig Minuten später, den Wecker gekonnt ignoriert, stehe ich auf und helfe beim Aufbau.

Anschließend besuche ich Herrn L. in Montabaur, bringe Frühstück mit und tausche dieses gegen eine völlig notwendige Dusche. So sitzen wir ein Weilchen beisammen und ich vergesse völlig die Zeit.
Ehe ich versumpfe verabschiede ich mich, sage Danke & bis bald, das Navi führt mich zurück nach Hachenburg und es kann wieder gemütlicher werden.

Wie immer sitzen wir äußerst lang und verhaltensoriginell beisammen, mal hier mal da oder genießen einfach das schöne Lagerfeuer bis der Regen uns spät in der Nacht in die Betten zwingt.