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Nun trennen uns schon rund 1.000km von Nürnberg. Nach einer recht zähen Fahrt kommen wir in Danzig, – Polen an. Die Sonne hat sich schon verabschiedet und so machen wir heute nichts mehr, außer Burgeressen im Hotelrestaurant und gepflegt schimmeln in den Hotelbetten.

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Am Morgen dann könnte das Wetter durchaus besser sein, es ist aber halbwegs erträglich und so spazieren wir in die Altstadt. Am Wasser entlang gucken wir auf alte Boote und staunen am langen Markt nicht schlecht – der riesige Weihnachtsbaum steht noch immer.
Wir sehen uns den Neptunbrunnen an, das alte Rathaus und in einer Seitengasse macht mich meine Herrin auf ein Spielzeugmuseum aufmerksam. Da muss ich natürlich rein. In ein paar Minuten öffnet es und ich bin schon ganz furchtbar aufgeregt.

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Das Museum besteht aus allmöglichen Spielzeug der Sowjetunion und gefällt mir so richtig gut. Als ich mich sattgesehen habe, gehen wir zurück an die Motlawa und halten Ausschau nach Essbarem. Groß ist die Auswahl nicht und so landen wir nach einer mittelgroßen Wanderung in einem recht kitschigen Restaurant. Mein Vorspeisenteller mit Heringen entpuppt sich als Hauptspeise und ich stehe vor einem Berg Fisch.

kettcar nuernberg

Für heute haben wir Konzertkarten in Nürnberg und so haben wir beschlossen, dass wir dann doch direkt ein wenig herumrulauben könnten. So fahren wir nun nach Nürnberg und steuern sogleich einen Asiaten an. Vollgefressen geht es dann zum Reichsparteitagsgelände, wir gucken uns das Colloseum an, spazieren über die Steintribüne und glotzen auf den abgelassenen Dutzendteich.

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Anschließend machen wir noch einen Halt am Main-Donau Kanal, gucken uns das Geschleuse an und checken dann in unserem Hotel ein. Nun gehen wir noch dönern und laufen dann in Richtung Z-Bau. Auf dem Weg stolpern wir ins Landbierparadies, trinken Weinschorle und gehen dann endlich zum Konzert.

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Kettcar höre ich schon seit 15 Jahren oder mehr – nun legen die Jungs eine Pause ein und geben noch ein paar Konzerte. Die waren auch relativ rasch ausverkauft und so stehen wir nun hier, die Vorband „Schrottgrenze“ heizt schon ein und wir genießen das fantastische Konzert.

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Am Morgen dann stehen wir unchristlich früh auf und besteigen den Kadett. Heute ist Fahrtag und die Autobahn gehört uns.

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Heute ist erneut Ausflugstag und so geht es mit dem Kadett in Richtung Süden. Kurz vor Kaufbeuren werfen wir den Anker, latschen ein wenig über die Burg Kemnat und besteigen den Römerturm. Bei klarer Sicht hat man hier einen tollen Panoramablick auf die Berge und heute starren wir auf diesiges Herbstwetter.

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Nun geht es weiter in die Innenstadt von Kaufbeuren. Beim erstbesten Café schlürfe ich eine Kraftbrühe und dann spazieren wir durch das Städtchen. Um Shopping komme ich leider nicht herum und so gibt es für mich Matchbox-Autos und für die liebe Frau ein paar Ohrringe. Nun latschen wir noch hoch zum Fünfknopfturm, gucken auf Kaufbeuren herab und fahren dann nach Marktoberdorf.
Oben am Schloss sehen wir uns kurz um und unten in der Stadt hält uns nichts, sodass wir schnell wieder flüchten. Zwischen Marktoberdorf und Kaufbeuren liegt der Bärensee. Dort spazieren wir, glotzen aufs Wasser und kaufen anschließend Fressalien um diese in unserem Hotel zu verköstigen.

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Nach einer ruhigen Nacht stehen wir früh auf und brettern weiter gen Süden. Am Sulzbeger See machen wir Rast, gucken erneut aufs blaue Nass und fahren dann nach Sonthofen im Allgäu. Wir stolpern direkt ins Mini-Mobil Museum – dort sind weit über 18.000 Exponate ausgestellt. Überwiegend PKW & LKW im Maßstab 1:87 aber auch unzählige Schiffe, Lokomotiven, Flugzeuge und vieles mehr. Ich war nun schon drei Mal hier und immer wieder gibt es Neues zu entdecken.

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Wie wir uns dann sattgesehen haben gondeln wir über den Oberjochpass, wundern uns wegen des wenigen Schnees und stopfen uns in Wertach noch ordentlich voll ehe es nach Hause geht.

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Wir Frühstücken heute nur reichlich wenig und verlassen dann Pilsen schon wieder. Etwas nordwestlich von Pilsen liegt Mariánské Lázně – den Deutschen besser bekannt als Marienbad. Unser erster Stopp ist am Boheminium Park – ein Miniaturpark der heute zwar geöffnet hat, wir es uns aber schenken, denn hier oben liegt einiger Schnee. So können wir die tollen Miniaturgebäude ja überhaupt nicht richtig sehen und haben nichts weiter als kalte Füße davon.
Also trinken wir oben eine heiße Schokolade und fahren dann runter in die Stadt. Marienbad ist mit seinen heißen Quellen ein berühmter Kurort und mich zieht es hier in erster Linie wegen ein paar Gebäuden hin.

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Den Kadett parken wir direkt vor einem lange verlassenen Kurhotel in Marienbad und spazieren dann zu der Hauptkolonnade. Die pseudobarocke Kolonnade wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ist eine der wenigen in Europa, die es es noch gibt. Ähnliche Kolonnaden in Europa wurden oft abgerissen oder modernisiert – nicht aber diese. Sehr schön anzusehen und die Deckenmalereien von Josef Vyleťal sind auch in gutem Zustand, zuletzt renoviert wurde hier in den 80ern.

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Neben der Kolonnade lohnen natürlich die umliegenden Hotels und die weitläufigen Parkanlagen – nach einem Spaziergang durch das Städtchen geht es für uns weiter ein Stückchen in die Heimat.

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Nach der Grenze werfen wir in der Oberpfalz in Vohenstrauß den Anker. Irgendwo in einem Vorörtchen hat ein gutbürgerliches Restaurant geöffnet und wir bekommen auch noch Platz. Die Auswahl ist nicht sehr groß, die Preise dafür schwindelerregend klein und auch geschmacklich bleiben keine Wünsche offen, sodass wir nun vollgefuttert die Heimreise antreten können.