schönwetter plzen

Dieses Jahr täte ich ja ganz gern mal wieder mehr unterwegs sein, – so startet wir nun direkt durch, steigen in den ollen Kadett und fahren nach Pilsen. Dort waren wir noch nie und nun sehen wir uns ein wenig um.

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In Pilsen angekommen parkieren wir den Kadetten direkt neben der St. Bartholomäus-Kathedrale im Hinterhof unseres Hotels. Bei herrlichem Sonnenschein besteigen wir sogleich die Kathedrale. Wegen Renovierungsarbeiten hat die Kirche selbst geschlossen, den Turm aber kann man für 2,50€ erklimmen. Oben angekommen genießen wir die Aussicht auf Pilsen und die Umgebung und verschwinden dann wieder im verschlafenen Pilsen. Die meisten leute schlafen ganz offensichtlich noch und so starren wir auf den noch stehenden Weihnachtsbaum und spazieren dann an den Radbuza. Der Fluss durchquert Pilsen und wir sitzen hier nun in einem Café, spielen Karten und trinken aus Versehen Alkohol. Statt einer Cranberry-Limonade bekamen wir Gin mit Cranberry. Mir soll’s recht sein.

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Nach der Stärkung marschieren wir weiter, quer durch Pilsen und gucken auf die tolle Architektur, begaffen das Rathaus, das Theater und linsen noch eben in das ein oder andere Café.
Trotz Sonntag hat das hießige Einkaufszentrum geöffnet und wir bestücken uns mit neuen Winterjacken und verabschieden den Tag beim Italiener um die Ecke. Wir sind die einzigen Gäste und nach dem Essen wissen wir dann auch warum – es hat leider so überhaupt nicht geschmeckt und so verschwinden wir bei Zeit in der Wanne auf unserem Zimmer.

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aus 19 mach 20

Zwischen den Jahren und auch Sylvestern verbringen wir dieses Jahr zu Hause. Das verspricht eine stressfreie Zeit und nun bleibt ein Blick zurück auf das Jahr 2019. In vielerlei Hinsicht ein neuer Negativrekord. So wenig unterwegs war ich vermutlich noch nie.

Es gab 2019 viel Arbeit für mich und entsprechend wenig Freizeit, sodass ich lediglich auf 73 Übernachtungen komme. Einige davon im Dachzelt, überwiegend aber in Hotels und sonst wie auf Reise. Das sind nun immerhin 22 Übernachtungen weniger als 2018.

Auf all den Touren bereiste ich natürlich so manches Land: 2x Schweiz, 6x Österreich, 4x Slowenien, 5x Kroatien, 3x Bosnien & Herzegowina, 1x Montenegro, 5x Frankreich, 1x Ungarn, 2x Dänemark, 2x Schweden, 1x Norwegen, 1x Griechenland, 2x Luxembourg, 2x Belgien und 1x England.

2019 ging es abgesehen von einer Ausnahme immer mit dem Auto auf Tour – lediglich im Herbst verbrachten wir eine Woche auf Kreta – angereist mit einer Boeing.

Neben den herkömmlichen Touren ging es wieder auf viele Konzerte und einige Festivals. So kamen wieder eine Bands zusammen, die ich gesehen habe:
9x Liedfett; 2x Adam Angst; Tenacious D; Slipknot; Marteria; Casper; 2x Frittenbude; Kettcar; Sondaschule; Fuckin Faces; Moscow Death Brigade; Timmy Trumpet; Chainsmokers; Armin van Buuren; Sunnery James & Ryan Marciano; Bonaparte; Viagra Boys; 2x John Winston Berta, Egotronic

38.132 km bin ich 2019 insgesamt gefahren. Mit dem Kadett davon nur einen Bruchteil – extrem wenig, da muss ich dieses Jahr unbedingt nachbessern. Schließlich täte ich mit dem Kadett ganz gern die 1.000.000km knacken. Hoffentlich steht dem die kommende Hauptuntersuchung nicht im Wege, die ist dieses Jahr nämlich auch wieder fällig.

Um dieses Jahr nicht erneut in ein Negativloch zu fallen, geht es dann auch schon diesen Januar los. Wir haben einige Kurztrips geplant und ich freue mich schon ganz fürchterlich darauf.

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In Straßburg angekommen stehe ich schon recht schnell kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Es ist wirklich die klügste Idee zwei Tage vor Weihnachten in diese unbändige Weihnachtsstadt zu fahren. Mit dem Verkehr läuft es relativ locker, aber in einem Parkhaus nahe dem Zentrum verzweifle ich schier gar. Es dauert ewig bis ich einen Platz finde und zu allem Überfluss müssen wir dann auch noch mit unserem Gepäck durch eine Shoppingmall. Die Hölle.

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Unser Hotel liegt in der Innenstadt am Kléberplatz und so marschieren wir das kurze Stück um kurz vor dem Stadtgürtel aufgehalten zu werden. Die gesamte Innenstadt ist hermetisch abgeriegelt. Alle Fußgänger werden kontrolliert, Taschen werden durchwühlt und natürlich auch unser Reisegepäck. Keine Ahnung ob das dem Franzos‘ ein Gefühl der Sicherheit vermittelt – ich jedenfalls könnte direkt kotzen und bin noch genervter, als ich es ohnehin schon war.

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Nachdem wir eingecheckt haben treiben wir direkt durch die Stadt. Ganz Straßburg ist in einen unglaublichen Weihnachtskitsch verfallen. Alles ist wild dekoriert und wo man hinblickt gibt es Weihnachtsmärkte. Ist irgendwie ganz nett anzusehen, aber halt auch von allem Zuviel und ganz besonders schlimm sind die furchtbar vielen Menschen. Wir durchqueren im Zickzack die ganze Stadt, snacken hier und da ein wenig, verkosten Glühwein und verschwinden am Abend in den Betten.

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Nach einer ruhigen Nacht geht es dann weiter in die Pfalz. Über Weihnachten werden wir nun hier bleiben, Familie und Freunde besuchen, manchen Wein entkorken und etwas abschalten.

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In Kürze ist Weihnachten und damit ein willkommener Grund ein wenig umherzufahren – meine Gattin hat für die nächsten Tage die Grobplanung übernommen und noch weiß ich von nichts – zumindest tu ich so. Über Nacht sind wir in Straßburg und vorher in einem Museum – da ist mir direkt klar wohin es gehen soll.

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Nach ein paar Stunden Autobahn mit meinem Volvo kommen wir schließlich in Mulhouse an – dort findet man das Cité de l’Automobile – ein unglaublich großes Oldtimermuseum mit einem Bestand von rund 400 Fahrzeugen, davon sehr viel aus der Vorkriegszeit, vieles aus französischer Produktion und Unmengen an Bugattis. Es heißt dass die Sammlung damals ein Drittel der gesamten Bugattiproduktion beherbergte.

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Früher gehörte die Sammlung den Gebrüdern Schlumpf, nachdem deren Firma aber nicht mehr so recht lief gab es Streit zwischen den beiden und ehe die Sammlung zerstückelt wurde, fand sich ein Käufer für die komplette Sammlung und so blieb sie als Ganzes erhalten. Läppische 44 Millionen Francs kostete der Spaß und heute kann ein Großteil der Sammlung für ein paar müde Euro bestaunt werden.

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Nachdem wir uns reichlich umgesehen haben und beinahe wegen der Museumsküche kotzten, geht es nun weiter nach Straßburg.