durchbruch #8

Nun sind wir Männer auf uns allein gestellt und uns steht ein weiter Weg bevor. Das erste Stückchen fährt Marc und dann übernehme ich wieder das Steuer und geleite uns tief in den Westen. Das heutige Konzert findet in Trier statt und wir freuen uns schon tierisch, weil es wohl ziemlich klein werden soll. Nicht unbedingt das Beste für die Band, aber kleine Konzerte sind meist schön gemütlich, nicht allzu stürmisch und das Publikum in der Regel angenehm.

In Trier angekommen finde ich einen Parkplatz direkt in der Innenstadt, sodass wir zu Fuß Trier ein wenig erkunden können. Unser erster Anlaufpunkt ist allerdings ein Restaurant, denn wir sind hungrig. Bei Früh Kölsch werden wir fündig und wir freuen uns auf unser erstes richtiges Mahl nach über einer Woche.
Sicher ist es nicht die beste Idee dazu einen Kranz Kölsch zu bestellen, aber da müssen wir jetzt nunmal durch.
Nun werfen wir noch einen Blick auf die Porta Nigra und gehen dann wieder zum Bus um vorzuglühen.

Im Mergener Hof dann bin ich etwas überrascht – es ist gar nichts los. So trinken wir die eben die Bar leer und als das Konzert beginnt verhält sich das Publikum etwas schüchtern. Unser exzessives Tanzen trägt aber dazu bei dass die kleine Meute schnell auftut und so verbringen wir ein tolles Konzert miteinander, Liedfett liefert wieder hervorragend ab und es macht richtig Laune, sodass wir nach dem Konzert noch ein Weilchen bleiben, mit der Band trinken und erst spät zum Bus wackeln.
Das Konzert morgen findet in Zürich statt und so haben wir beschlossen noch heute Nacht zumindest ein Stück in Richtung Schweiz zu fahren.

durchbruch #7

Nun fahren wir in den Odenwald – Heimat von Selena. Für Ben & Mich haben wir eine Pension in Amorbach gebucht. Wir checken ein, lümmeln ein wenig herum und gehen dann in den nahegelegenen Supermarkt, sorgen für neue Vorräte und kommen wie gewohnt nicht ungestreift an einen schmierigen Imbiss vorbei.

Auf unserem Zimmer bringen wir die Hygienestandards auf ein vernünftiges Level, trinken dabei Schnaps und warten auf Marc & Selena. Anschließend wackeln wir in die Dorfkneipe ums Eck – das Apostelstüble. Hier gibt es endlich mal wieder Pizza und unmengen Bier & Schnaps. Zwei Freundinnen von Selena gesellen sich auch noch zu uns und so sitzen wir bis in die Nacht beisammen, reden Unfug und trinken manches Kaltgetränk.

Am Morgen frühstücken wir alle gemeinsam in der Pension, bekommen dann eine kleine Stadtführung in Amorbach und holen dann unsere Wäsche ab. Die ist wieder sauber und trocken, Selena näht noch eben meine neue Kutte und derweil vergnüge ich mich mit den Tieren auf dem Hof. Nun steht der erste Abschied an – Selena bleibt im Odenwald zurück und wir ziehen die Tour nun weiter durch – zu dritt im Kastenwagen. Da wird sicher sportlich!

durchbruch #6

Ein neuer Tag – ich fühle mich allmählich richtig durchgeschleudert. Mit Ben unternehme ich einen Spaziergang durch den Ostpark mit dem Ziel eines Hallenbades vor Augen. Selena hat noch etwas in München zu tun und zusammen mit Marc fahren wir auf eine seiner Baustellen und dann zu einem großen Supermarkt. Dort stocken wir die Vorräte auf, essen Burger und Selena trifft wieder auf uns.

Nun geht es nach Würzburg! Ein kleines Stück fährt Marc und dann übernehme ich das Steuer, dass der Gute sich auch mal erholen kann. In Würzburg angekommen steuern wir einen Stellplatz direkt am Mainufer an und beschließen einfach hier zu bleiben. Vorglühen und Pizza bestellen – ganz wunderbar! Angesoffen und pappsatt laufen wir zur heutigen Location – das CAIRO. Der Laden ist winzig klein und gerammelt voll – das Konzert wie gewohnt erste Sahne und schon nach kürzester Zeit sind alle klattsschnass geschwitzt. Bisher das beste Konzert und die Stimmung steigt unaufhörlich, sodass längst alle Befürchtungen ob wir das denn elf Tage durchhalten verschwunden sind.

Nach dem Konzert gammeln wir noch im Wohnmobil und stolpern irgendwann schließlich in die Betten. Am Morgen verabschiedet sich Selena von uns und fährt vor zu unserem heutigen Ruhetag. Sie nimmt Wäsche mit um diese zu waschen und wir drei Männer sehen uns noch in Würzburg um. Mir kaufen wir eine Jeansjacke um auch mir endlich eine Kutte zu basteln und Marc benötigt dringend neue Schuhe. Mittags verlassen wir dann Würzburg und mir graut es schon ein wenig vor dem Ruhetag.

durchbruch #5

Am Morgen treffen wir noch einmal auf Herrn S., verabschieden uns und gehen lecker Döner essen. Der ist in Regensburg derart gut, dass ich direkt zwei Stück verdrücke und dann geh es nach München. Angekommen in München haben wir etwas außerhalb einen Parkplatz zum Übernachten und fahren dann alle zusammen mit dem Citroen direkt an die Konzertlocation. Im Ampere am Muffatwerk bekommen wir einen Parkplatz und glühen wie gewohnt einfach ein wenig vor.

Vor dem Konzert in München graut es uns etwas, denn Konzerte in München sind mangels vernünftigem Publikum meist ziemlich doof. Liedfett betritt die Bühne und ich merke schnell, – die haben bei einigen Liedern etwas Geschwindigkeit rausgenommen und das Münchener Publikum randaliert natürlich trotzdem. Da findet viel Dorfpogo statt mies. Das Konzert selbst aber wie gewohnt erstklassig und so dauert es nach dem Gig auch wieder ein bisschen, bis wir loskommen.

Auf dem Rückweg zu unserem Stellplatz stoppen wir bei einem Burger King und ernähren uns wieder besonders gut, fallen dann bald ins Bett und inzwischen bin ich eingegrooved, habe richtig Bock auf noch mehr Konzerte!