noch mehr konzerte

Ich komme gerade nur wenig weg, habe für meinen Geschmack viel zu wenig Zeit und wenn’s dann etwas nach draußen geht, ist die Freude natürlich groß. So auch heute. Zusammen mit Herrn O. mache ich die Autobahn unsicher, es geht nach München. Den mittleren Ring hinter uns gelassen erreichen wir unseren Schlafplatz für diese Nacht. Uuuuurgemütlich direkt neben 14 Bahngleisen und entsprechenden Verkehr. Wir schlagen unser Lager auf, ich heize die Feuerstelle an und so vergehen die ersten Stunden.

Einen Grund hat dieser mehr als dürftige Schlafplatz – heute Abend spielen ein paar Meter weiter einige Bands die wir uns ansehen möchten. Nach und nach trudeln auch weitere Gäste ein und zusammen wärmen wir uns am Feuer und trinken ein Gläschen Wein. Zu späterer Stunde gehen dann auch wir hinein in die Halle und ich sehe erfreulicherweise ganze vier Bands. Weniger erfreulich ist, dass dieses Festival inzwischen wohl ne Menge Rechter anzieht, früher war das nicht so. Das letzte mal ist aber auch einige Jahre her. Man fühlt sich direkt unwohl zwischen all den Glatzen und grantigen Blicken, ganz schlimm!

Am aufkeimenden Morgen beschließe ich ins Bett zu gehen, Herr O. habe ich längst verloren, vermutlich streunert er durch München. Draußen verquatsche ich mich noch ein Weilchen mit einigen Saarländern bis ich dann wirklich in den Kadett falle und in einen langen Schlaf entfliehe.

tschö sommer

Mit Herrn M. fahre ich heute bei herrlichem Wetter nach Langenau. Dort findet morgen wie jedes Jahr ein kleines Saisonabschlusstreffen der Opelaner statt. Bewaffnet mit Grill und anderem Allerlei schlagen wir auf dem Supermarktparkplatz auf, entfachen ein Lagerfeuer und genießen die Restwärme samt einiger Kaltgetränke.

Manch anderer Gast hat sich ebenfalls schon herverirrt und so sitzen wir bis in die frühen Morgenstunden am Lagerfeuer beisammen, haben wie immer viel zu erzählen und so nah am Feuer macht die Affenkälte auch überhaupt nichts aus.

Nach ein paar Stunden Schlaf werden wir vom regen Treiben auf dem sich füllenden Parkplatz geweckt und kümmern uns zuerst um ein nahhaftes Frühstück. Weißwürste soll es geben, das dazugehörige Bier lasse ich aber weg, ist mir dann doch etwas zu früh für solche Scherze. Zusammen bestaunen wir die vielen angereisten Altopel, machen uns ein wenig über zu Tode getunte Kasperfahrzeuge lustig, trinken noch ein Bier und fahren dann nachmittags zurück

gefussel in oberfranken

Heute stehe ich mal wieder zeitig auf und werfe etwas Proviant in den Kadetten. Anschließend geht es auf die Autobahn und ich steuere Hiltpoltstein in Oberfranken, bei Forchheim, an. Herr R. hat zum gemütlichen Beisammensein eingeladen und einige Siegertypen erscheinen dann auch.

Der Großteil stammt aus dem Fusselforum und manches Gesicht kenne ich schon seit langem, andere hingegen sind mir neu und wie sich herausstellt kann ich auch die gut mögen. Herr R. nutzt meine frühe Anreise mir Haus und Hof zu zeigen & ich bin erstaunt wieviel Platz man denn haben kann. Manch altes Fahrzeug und viele alte Mopeds stehen hier und dort rum, wirklich schön anzusehen und fast schon zu beneiden. Es fehlen halt nur die Räder unter dem Grundstück.

So sitzen wir lange beisammen, bestaunen unsere tollkühnen Kisten, werfen den Grill an und so erschrecke ich dann frühmorgens in den Tod hinein, als die Uhr tatsächlich irgendwas von 05.00 Uhr verlauten lässt. Schnell verkrieche ich mich in mein Dachzelt, schließe die Augen und hoffe dass Herr R. mich beim morgendlichen Weckdienst einfach vergisst.

riesbürgsches pendeln

Um 05.30Uhr klingelt bereits mein Wecker – geschlafen habe ich quasi garnicht und so stehe ich in bester Zombimanier auf. Draußen erwartet uns scharrend mit den Hufen bereits Herr M. und wir gehen gemeinsam Duschen und dann direkt auf die Landstraße in Richtung Heimat.
Streng genommen hätte ich mir das Arbeiten beinahe sparen können, denn mit Herrn M. und Herrn S. bin ich permanent ausgelastet und mir absolut sicher, dass die beiden die gesamte Firma aufkaufen wollen.

Die beiden verabschieden sich dann und kurze Zeit später besteige auch ich den Kadetten und fahre wieder auf direktem Wege zurück zur Ringlesmühle. Dort angekommen blicke ich in viele müde Gesichter. Von Vitalität kaum eine Spur, beängstigend. Wir machen uns direkt auf den Weg Lebensmittel zu organisieren, denn an’s Essen habe bisher noch nichtmal ich gedacht. Im nahegelegenen Rewe decken wir uns ein für die nächsten Tage und ich freue mich schon jetzt auf kulinarische Highlights.

Zurück am Campingplatz bereite ich mir fix einen famosen Wurstsalat zu und widme mich dann auch recht schnell dem gemütlichen Teil des Tages. Wir Flanieren viel, spielen mit den Nachbarkids Fußball und einem Pensionistenpaar aus England auf Individualreise mit dem eigenem Kombi kann ich die Gegend etwas näher bringen und hoffe dass meine Tipps auch gut ankommen. Wie sich Tage später herausstellen soll, habe ich ihren Geschmack gut getroffen und wünsche eine weitere schöne Reise.

Wir feiern, wie gewohnt, noch bis spät in die Nacht und ehe ich das Bett aufsuche wandere ich noch fix ins nächste Dorf, mache am Ortsschild kehrt und steuere direkt mein Bett an. Nun stelle ich fest, dass ich mein Dachzelt noch garnicht aufgebaut habe und bin froh über das Luxusbett im Erdgeschoss.