Kaum haben wir die Grenze zu Deutschland passiert, sehe ich in einiger Entfernung einen Kadetten am Straßenrand stehen. Voller Freude zücke ich die Kamera und merke erst am Vorbeifahren, dass das nicht irgendein Kadett ist, sondern der vom Herrn K.
So halte ich fix an, freue mich tierisch und wir beschließen noch zusammen ein Stück weiter auf ein kleines Oldtimertreffen zu fahren.

Herrn K. wollte ich schon lange mal besuchen, doch irgendwie klappt das ja nie so recht, drum empfiehlt es sich einfach ins Elsass zu fahren, man trifft sich schon irgendwo.
Als wir in St. Germanshof ankommen, stehen da nicht sonderbar viele Oldtimer, angesichts der angekündigten Wetterkapriolen auch nicht weiter verwunderlich.

Wir schlendern ein wenig durch die Reihen, wundern uns dass ausschließlich französische Gäste vor Ort sind und verabschieden uns dann auch wieder. Nun aber wirklich zurück nach Landau, Hunger kündigt sich an.

vom see nach bad waldsee

Kaum habe ich den Wörthersee hinter mir gelassen, werde ich heute früh schon daran erinnert, dass in Bad Waldsee am Hymermuseum das alljährige Treffen der Alt-Opel IG stattfindet. Schon wieder Kilometer, schon wieder alte Autos gucken? Mhm, wieso nicht? Also fix den Kadetten gestartet und ab nach Bad Waldsee.

Heute ist zwar nur Anreisetag, aber es tummeln sich bereits einige wunderschöne Oldtimer-Opel aller Epochen auf dem Platz und meine Augen werden immer größer.

Das Treffen findet jährlich statt und teilnehmen kann im Grunde jeder mit einem Opel Young/Oldtimer – kostet aber einiges an Teilnahmegebühren, die jedoch gerechtfertigt sind, wie ich meine. Ständig wechselnde Locations und eine aufwändige Organisation lassen das Treffen für die meisten sicher attraktiv wirken, ich hingegen bin schon immer ein Freund von ‚Weniger ist mehr‘. Drum fahre ich stets als Besucher hin und schau mir das Ganze an – reicht vollkommen und reduziert auch nicht den Spaß an der Sache.

altes in bad harzburg

Heute machen wir uns allmählich wieder Richtung Süden, der Heimathafen ruft und ich komme nicht drumrum noch einen kurzen Schlenker auf der Deutschlandkarte zu fahren.
So landen wir in Bad Harzburg, ganz in der Nähe von Goslar.

Hier findet nun zum 15. Mal in Folge auf der Galopprennbahn ein Oldtimertreffen statt – blöde, wie ich nunmal bin, parke ich draußen anstatt auf dem Veranstaltungsgelände unter den strengen Augen der Oldtimerfreunde. Wäre ich hinein gefahren, hätten wir uns den Eintritt sowie einige Gehminuten gespart.

Auf dem Gelände sind rund 150 Fahrzeuge aus allen Epochen – es steht tatsächlich die Schikeria neben Butterbrot-Youngtimern und allen scheint’s zu gefallen, wenn es doch nur immer so wäre.
Nachdem ich mich sattgesehen habe, nehme ich wieder die Autobahn unter die Räder und wir kommen am Abend zu Hause an. Erfreulicherweise schaffe ich all das mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 5 L/100km – trotz Gepäck und vollgeladenem Dach. War ich wirklich so tiefenentspannt und gemütlich unterwegs? Irre.

schuppen eins

Wenn man schon dabei ist altes Zeugs zu besichtigen, kommt man in Bremen am „Schuppen Eins“ kaum vorbei.
In einem unter Denkmalschutz stehenden Kaiserschuppen wurde ein Automobilforum erster Güte erschaffen. Ähnlich wie in den Meilenwerken wird auch hier geschraubt, verkauft, ausgestellt und gefachsimpelt. In die Werkstätten kann man jederzeit hineinblicken, die Verkaufsräume sind öffentlich integriert und die Restaurants mitten drin.

Rund 60 Fahrzeuge sind jederzeit für die Besucher zu bestaunen und der Eintritt ist auch hier frei.