tizi n’test opfer

Nun kehren wir endlich Marrakech den Rücken und fahren über den Hauptatlas nach Agadir. Die Passstraße geht auf über 2000m und schlengelt sich unter anderem an Marokkos höchsten Berg vorbei.

Großteils ist die Straße nur einspurig und stellenweise unbefestigt. Zahlreiche Erdrutsche und die harten Winter hinterlassen eine recht abenteuerliche Strecke.
Insgesamt sind es rund 100km und wie es der Teufel will vernehme ich bei den ersten Kilometern einen unschönen Schlag und mein Kupplungspedal macht die Fliege.
Der Kupplungszug ist gerissen und wie soll es auch anders sein – direkt vor einer Kehre wo es steil nach oben geht. Ich kann uns noch in eine Bucht retten und suche auf der Straße schonmal die Überreste. Kurz überlege ich und komme recht schnell zu dem Schluss, dass ich ohnehin nix machen kann. Ich habe weder Werkzeug dabei, noch Ersatzteile oder gar praktisches Gedöns wie Draht.

So beschließe ich dass wir den Pass eben ohne Kupplung fahren – dann kann sich mein Linker Fuß ausruhen und mit Zwischengas, etwas Gefühl und manchmal roher Gewalt schaffen wir das locker.
Die Strecke ist bombastisch, hinter jeder Kehre zeigt sich ein neues Landschaftsbild und die Aussichten sind spektakulär! Wahnsinnig schade dass wir nicht einfach so anhalten können um all das zu genießen – fast den gesamten Pass fahren wir im Dritten Gang und ich quäle den alten Knaben so gut es geht. Angefahren wird mit Kraft des Anlassers, gebremst am besten nie und das letzte Stück bis ins nächste Städtchen kann ich sogar bis in den 5. schalten – tatsächlich hält uns so gut wie nichts auf.

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