ruhe gewünscht

Uns ist es nach Wellness und so fahren wir heute ins Allgäu. Voller Hoffnung geht es mit dem kleinen Volvo in die Berge und wider Erwarten, erwartet uns kaum Schnee. Äußerst traurig – aber man kann nicht alles haben. Bevor es in den Wellnesstempel geht, fahren wir noch eben den Jochpass hoch, gucken ein bisschen ins Tal und merken: Auch hier oben liegt kaum Schnee.

Im Hotel eingecheckt begnügen wir uns mit den üblichen Annehmlichkeiten. Sauna, Pools, Massagen und Ruheräume die zum Lesen einladen. Die Oase verlassen wir auch für zwei Tage gar nicht und fahren dann wieder entspannt nachhause.

oberpfalzgammel

Nach ein paar Stunden auf den hiesigen Autobahnen komme ich im verschlafenen Laaber in Oberbayern an. Herr S. hat hier jüngst eine neue Bude bezogen und uns steht ein gemütliches Wochenende bevor. Um die Ecke gibt es eine Pizzeria, wo wir uns die Magen vollhauen und anschließend versumpfen wir bei Kaltgetränken und guter Musik in der Wohnung. Irgendwie haben wir es hinbekommen, erst um 07.00 Uhr in der Früh das Bett aufzusuchen und so schlafen wir natürlich relativ lange, raffen uns dann aber auf um nach Kallmünz zu fahren.

Kallmünz ist ganz hübsch, wir spazieren ein bisschen durchs Dorf und kehren in einer Kneipe ein – hier gibt es neben Kaltgetränken auch ganz leckeres Essen. Gestärkt erklimmen wir anschließend die Burgruine Kallmünz, genießen das ganz passable Wetter, die Aussicht und den deutlich gemütlicheren Fußweg den Berg hinab.

Den Abend verbringen wir dann wieder in den vier Wänden, backen leckere Pizza und sumpfen ansonsten nur so vor uns hin, schaffen es sogar deutlich zeitiger zu Bett.

aus 21 mach 22


Und schon wieder ist ein Jahr vorüber – erneut kein besonders gutes, wie allseits bekannt sein dürfte. Trotz all dem Chaos, Reiseverboten, 3G-Orgien und den extrem tödlichen Gefahren dort draußen, habe ich es immerhin auf 46 Übernachtungen „on Tour“ gebracht. Das ist sogar weniger als 2020 und ein neuer Negativrekord.

Folgende Länder sind bereist worden: Schweiz (1x), Österreich (5x), Ungarn (2x), Serbien (1x), Nordmazedonien (1x), Albanien (1x), Montenegro (1x), Bosnien & Herzegowina (1x), Kroatien (2x), Slowenien (1x), Polen (1x), Belgien (1x), Niederlande (1x) und Frankreich (1x).

So richtig Reisen konnte man aber meistens nicht – wir haben oft versucht das Beste daraus zu machen, aber immer klappt das natürlich nicht so richtig. Auch meine Livemusik Bilanz fällt wieder stark ernüchternd aus. So habe ich 2021 lediglich vier Konzerten beigewohnt. 1x Liedfett & Lucas Uecker sowie Heedless Elegance und Watch my Dying. Die Konzerte in Deutschland waren dank blödsinnigen Regeln absoluter Unfug und ich werde sicherlich auf keines mehr gehen. Die beiden Konzerte in Ungarn waren dafür echt super.

Die viele Fahrerei hingegen ist auch 2021 geblieben. In Summe kamen 39.398km zusammen – mit verschiedensten Fahrzeugen. Das sind lustigerweise exakt 9 Kilometer weniger als 2020. Im Fuhrpark hat sich 2021 nicht allzu viel verändert. Der Kadett hat neben dem neuen Motor eine Rundum-Kur bekommen, der Volvo C30 stand lange still wegen eines Wasserschadens und im Frühjahr kam noch der rote Volvo S60 neu hinzu. Der kleine Opel Agila verrichtet wie gewohnt zuverlässig seinen Dienst und ich sehe mich in naher Zukunft nach einem weiteren Fahrzeug um, denn für unsere Rallye 2022 soll es wieder etwas Spezielles werden.

slalom szeged #8

Ausschlafen & Frühstück haben wir hinter uns. Nun stehen uns noch lediglich viele Kilometer Heimreise bevor. In der Tiefgarage sammeln wir uns, beladen die Autos und natürlich zieht es sich noch ewig. Im Roadbook befanden sich noch zwei Rätsel & die Gewinne werden feierlich überreicht, bis wir uns schließlich verabschieden. Wir fahren in drei Gruppen und lassen Szeged hinter uns.

Bei Budapest erwartet uns ein fetter Wolkenbruch, aber wir kommen gut voran. Die Grenze zu Österreich ist diesmal sogar bewacht, aber wir befinden uns ja nur im Transit. Am späten Abend erreichen wir dann Deutschland. Zu unserem Glück ist die Grenze unbewacht. Ungarn ist nämlich Hochrisikogebiet (die Leichenberge in Szeged waren enorm!), man braucht Tests und soll in Quarantäne.

In Simbach überfallen wir noch eben einen Burger King und weil wir wieder in Deutschland sind, dürfen wir im Auto essen. Was ein Drecksland! Nun verabschieden wir uns endgültig, hier trennen sich unsere Wege. Ich fahre, wie es die Tradition verlangt, noch einen Schlenker über das Allgäu & komme durch einen fetten Schneeschauer, bis ich schließlich nach 15std. Fahrt und insgesamt 2.638km ankomme.

Die Rallye war fantastisch, wir hatten richtig öde keinerlei Pannen, Ausfälle oder Probleme. Alles in allem war es super & mit Ungarn haben wir dieses Jahr auch ein gutes Ziel ausgewählt. Einen Lockdown oder anderen Pandemiekram gab es dort nicht & so hatten wir eine Menge Spaß, ganz so wie „früher“!