cat-bay

Unsere Wellnessoase haben wir verlassen und fahren nun ein ganz kleines Stück gen Norden. Am Straßenrand räumen wir einen Supermarkt aus und snacken Pizza. Anschließend geht es auf die Halbinsel Lustica – hier waren wir vor ein paar Jahren schon einmal und haben uns nun eine kleine Wohnung gemietet.

Mitten im Wald sind wir jetzt auf einem großen Anwesen – vermutlich wurde hier vor langer Zeit Olivenöl hergestellt & heute können wir ganz wunderbar nächtigen. Schon bei Ankunft begrüßen uns die ersten Katzen und ein Schildkröten-Paar schlendert auch umher. Den ganzen Tag verbringen wir hier, ziehen Bahnen im Pool und werden stundenlang von den Katzen bespaßt. Zwei Katzenmuttis ziehen ihre insgesamt 6 Kitten groß und verstehen es erstaunlich gut, uns zu unterhalten.

Am Morgen fahren wir mit dem Kadett nach Rose und springen dort ins Meer um das Städtchen völlig zu ignorieren. Bei unserem letzten Besuch haben wir uns hier schon umgesehen und müssen nach dem Plantschen unbedingt wieder zu unseren Katzen. Die warten quasi auf uns und auch die Schildkröten lechzen nach Aufmerksamtkeit.

okay budva

Heute trennen wir uns für ein Weilchen von unserem Wellnessbunker und schauen uns Budva an. Die historische Altstadt soll echt sehenswert sein. Von oben betrachtet sieht der kleine Altstadt-Zipfel auch wirklich hübsch aus – man muss nur den Blick schärfen und irgendwie versuchen, die umliegenden Betonburgen zu ignorieren.

In der Altstadt angekommen schlendern wir durch die Gassen, suchen eine Post und heben auch kurz die Beine ins Meer. In der Zitadelle von Budva genießen wir schöne Aussichten aufs Wasser, schauen uns die Bibliothek an und schlendern anschließend wieder durch die Stadt. Allzu groß ist die Altstadt nicht und so haben wir bald alles gesehen. Abgesehen von der recht schönen Architektur gibt es allerdings nicht sehr viel zu sehen. Die gesamte Altstadt besteht aus Touriläden, Restaurants und Kneipen. Wirklich schön ist das nicht & dennoch bleiben wir noch ein bisschen um auf den Putz zu hauen.

Vollgefressen und vollgepumpt mit Cocktails verlassen wir dann Budva, kehren in unsere Oase zurück und lassen es uns den restlichen Tag wieder richtig gut gehen.

happy dingsday!

Heute ist mein Geburtstag – das fällt schon beim Blick nach draußen direkt auf. Ein gewaltiges Gewitter ist aufgezogen, wohin man blickt toben Blitze und es fällt starker Regen. Zum Glück reisen wir heute ohnehin ab und so ist mir das erstmal völlig egal. Als ich jedoch das Auto belade, merke ich, dass das nun doch blöd ist. Klatschnass sind wir dann bereit abzufahren und vom nächsten Ziel trennen uns lediglich 200km.

Dass wir für die Strecke über fünf Stunden benötigen, erklärt sich eigentlich selbst. Wir verlassen Albanien, reisen in Montenegro ein und fahren dann die wunderschöne Strecke entlang des Skutarisee. Geschwindigkeiten über 30km/h sind die Ausnahme und so gondeln wir stundenlang durch diese bezaubernde Landschaft, blicken stets auf Abgründe und den See. Und selbst das Wetter hält inzwischen wieder trocken.

Irgendwann kommen wir schließlich in Budva an – etwas außerhalb haben wir ein Wellnesshotel gebucht und wie wir ankommen, gibts es eine Geburtstagstorte und Blumen für mich. Als hätten die das geahnt! Den restlichen Tag verbringen wir dann im Restaurant, im Pool und genießen die vielen Vorzüge eines solchen Hotels.

albanian chillout

Nach reichhaltigem Strandgammeln und Plantschen im Meer, wird es heute wieder Zeit für eine kleine Tour im Kadett. Ich habe panische Angst vor Standplatten. Unser Strandhotel haben wir zwischenzeitlich „verlängert“ und fahren nun nach Berat. Nach einer quälenden Fahrt durch die barbarische Hitze, kommen wir nach 1,5 Stunden an, parken am Rande des Osum-Flusses und werfen einen Blick auf die Stadt der 1.000 Fenster.

Berat ist Weltkulturerbe und der Name mit den tausend Fenstern ist der osmanischen Architektur geschuldet. Viele und hohe Fenster lassen die bebauten Berge aussehen, als bestünden sie nur aus Fenstern. Allerdings ist das Welterbe in Gefahr – wegen vieler illegaler Bauten, die so garnicht dorthin passen, steht Berat seit einigen Jahren auf der roten Liste.

Wir schlendern etwas durch den Stadtteil Gorica, genießen einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Mangalem, wo wir anschließend auch ein wenig herumstreunern. Auf den Berg mit der Festung bringt uns der Kadett und wir sparen uns eine Besichtigung der Festung – es ist viel zu heiß für allzu lange Fußmärsche und so verschwinden wir in einer Dönerbude, essen super lecker und verlassen dann Berat auch schon wieder. Unser Strand vermisst uns sehnlichst, die Abkühlung wird dringend benötigt und so liegen wir in Kürze wieder im Sand.