rallye 2020

Heute startet unsere alljährliche Rallye – der ursprüngliche Plan nach Rumänien zu fahren ist schon lange vom Tisch und bis kurz vor Start haben wir ewig überlegt, wo wir denn hinkommen, wie wir Beherbergungsverbote umgehen können und wie wir das alles mit einem großen Sauhaufen Teilnehmern stemmen können.

Nun steht fest, dass es die Rallye im klassischen Sinne so nicht geben kann und es gehen nun lediglich zwei Fahrzeuge an den Start. Mein völlig bescheuerter Ford Fiesta und Herr M. mit seinem Daewoo Nexia.

  • 2012 – 2 Autos / Monaco & Nizza
  • 2013 – 4 Autos / Monaco & Nizza
  • 2014 – 14 Autos / Monaco & Nizza
  • 2015 – 23 Autos / Monaco & Nizza
  • 2016 – 7 Autos / Malmö / Schweden
  • 2017 – 8 Autos / Florenz, Italien
  • 2018 – 6 Autos / Krakau, Polen
  • 2019 – 6 Autos / Colchester, England

Die Rallye ausfallen zu lassen, ist natürlich keine Option. Wir haben nicht nur richtig Bock, sondern auch extra hierfür Autos angeschafft und bei all dem Lockdown, tut es immer gut ein wenig raus zu kommen.

sehr-spätsommer

Es ist zwar Herbst, das Wetter aber gerade beinahe spätsommerlich. Also satteln wir den Kadetten und fahren nun ins Allgäu. Am Oberinselsee südlich von Kempten machen wir Halt, spazieren ein wenig am Wasser entlang und fahren dann weiter nach Sonthofen. In Sonthofen besuchen wir mal wieder das Mini-Mobil-Museum. Ein riesengroßes Modellautomuseum, privat geführt mit unfassbar vielen Modellautos – überwiegend im Maßstab 1:87. Ich gucke mich mit großen Augen um und dann geht es schon weiter auf den Jochpass. In Oberjoch gibt es schon vereinzelt weiße Spitzen, aber sonst ist von Schnee leider noch keine Spur. Also fahren wir wieder zurück nach Bad Oberdorf und checken in unser Hotel ein. Ein Wellnesstempel, wo wir nun ein paar Tage die Seele baumeln lassen können.

Nachdem wir versichert haben, dass wir aus keinem Risikogebiet kommen, können wir drei Tage entspannen und uns verwöhnen lassen, ehe wir tiefentspannt wieder abreisen. Unser nächstes Ziel ist Wolfegg. Früher gab es hier ein Oldtimermuseum von Fritz Busch. Nach seinem Tod gibt es das Museum in seiner ursprünglichen Form nicht mehr, aber es ist nach wie vor ein Oldtimermuseum mit tollen Exponaten. Der Besuch lohnt sich, wir gucken lange altes Blech an und fahren dann schließlich nachhause.

autoschieber

Heute Nacht sind wir bewaffnet mit einem VW Bus losgetigert, denn Frau S. möchte ein neues Fahrzeug und da bietet es sich ja generell an, nach mir zu fragen. Zum Sonnenaufgang sind wir südlich von Köln und schauen uns einen roten Opel Astra an. Der Verkäufer versichert uns, dass der Wagen unfallfrei sei. Von dem halben Dutzend Unfallschäden die mir bekannt sind, möchte er nix wissen, von einer Preisverhandlung auch nicht – also möge er mich doch am Popo küssen und seinen Müllhaufen behalten.

Zurück auf der Autobahn fahren wir weiter gen Westen. In Trier parken wir den Bulli und kaufen uns Miniaturmodellautos. Wenn wir schon kein echtes bekommen… Nach unserer Bummelei in Trier geht es zurück auf die Autobahn. Nach kurzer Zeit verlassen wir Deutschland und sind nun in Holland. Quarantäneregelungen? Uns vollkommen egal. Es wird ja ohnehin nicht kontrolliert.

In Holland steht noch ein Opel Astra, der den Anforderungen entspricht. Probegefahren, ein bisschen über den Preis gesprochen und schon sind wir uns einig. Jetzt muss er noch eben abgemeldet werden – dafür bringen wir ihn nach Deutschland, denn mit meinen Überführungskennzeichen wäre das auch wieder nicht legal. Mit den Schildern zurück nach Holland, die Kiste abmelden und schon können wir auf die Bahn. Nach unzähligen Stunden, einigen Regelverstößen und 1200km sind wir zurück und Frau S. bekommt dann in Bälde ihren neuen Flitzer.

verdammt im odenwald

Den heutigen Tag starten wir mit Frühstück in unserer Ferienbutze und machen anschließend eine kleine Wanderung zur Wildenburg. Wir starren auf alte Gemäuer, einigen Wald und treiben wie gewohnt den ein oder anderen Unfug.

Dann soll es nach Miltenberg gehen – quasi das New York des Odenwalds. Zu fünft im Fiesta ists etwas gewöhnungsbedürftig, aber es geht – wir stellen ihn am Stadtrand ab, starren auf den Main und marschieren dann ein wenig durch die Stadt, um zeitig in einem Biergarten einzukehren. Neben Leckereien gibt es auch eine kleine Bierprobe und einigen Schnaps, sodass wir gestärkt den Schlossberg erklimmen können.

Am Nachmittag geht es dann nach Amorbach. Hier haben wir bereits bei der letzten Liedfett-Tour Haus und Hof versoffen und verspüren den Drang, genau das zu wiederholen. In der Kneipe des Vertrauens trinken wir ein wenig und gehen dann zum Asiaten um die Ecke, um schon wieder zu Essen. Dort verhocken wir dann, feiern noch ein wenig und gehen dann schließlich in die Betten.

Die Heimreise am nächsten Morgen führt uns aus dem Odenwald hinaus nach Segnitz am Main. Hier schnabulieren wir Köstlichkeiten und auch das wohl letzte Bier für diesen Ausflug. Am Main toben wir uns noch etwas aus und dann heißt es Abschiednehmen. Ab hier trennen sich unsere Wege und die tollen Tage im Odenwald sind zu Ende.