sause in hinterwelt

Frau Z. hat zur großen Sause in den Odenwald eingeladen – Geburtstag und Wohnungseinweihung werden nun nachgeholt, das Wetter ist ganz fantastisch und wir fahren mit dem Rallyewagen nun nach Buch. Ein Kaff weiter haben wir uns eine Ferienwohnung gemietet, diese teilen wir uns mit Herrn B. und beinahe zeitgleich kommen wir dort auch an. Es war wieder kein Vergnügen mit dem Ford zu fahren und insgeheim hoffe ich, dass er noch vor der Rallye verreckt.

Nun gehen wir auf die Party – an einem Teich wird gegrillt, getrunken, gelagerfeuert und wir scherzen noch, wer wohl als erstes in den Teich fällt. Auf dem Hof gibt es Schweine, Pferde und natürlich falle ich zu später Stunde ins kalte Nass. Nach dieser recht gelungenen Sause fährt uns Herr M. mit meinem Rallyewagen in die Ferienwohnung und wir fallen in unsere Betten.

Den Morgen haben wir verpasst, werden abgeholt und sammeln uns erneut am Teich. Wir möchten wandern gehen und wie wir so warten, fließen wieder die ersten Kaltgetränke. Schon nach ein paar hundert Metern pausieren wir auf einem Spielplatz, lassen die Kinder in uns raus und kippen ordentlich Wein. Nach vielen Kilometern kommen wir ein paar Käffer weiter an, kehren in einem Gasthaus ein und speisen recht fürstlich. Am Abend fallen dann schließlich alle frühzeitig ins Koma.

mehr bayern

Heute ist schon wieder so ein toller Spätsommertag und wieder zieht es uns nach Bayern. Schon während der gesamten Pandemie halte ich mich unheimlich viel in Bayern auf. Ich schätze das hängt mit Söders strenger Strategie zusammen, sowas zieht einen echten Outlaw einfach an.

Nun sind wir in Würzburg, parken in Nähe der alten Mainbrücke und watscheln sogleich über diese drüber, glotzen auf die Marienkapelle, trinken Wein auf dem Marktplatz und besichtigen dann auch die Marienkapelle von innen. Die Stadt platzt aus allen Nähten, wo wir hinblicken ist die Hölle los und ich sehe mich auch hier wieder darin bestätigt, dass diese Pandemie doch gar nicht so ernst ist – zumindest nimmt sie keiner ernst.

Wir shoppen noch ein wenig, essen zünftig und latschen dann zum Residenzschloss. Eigentlich wollten wir nur in den Hofgarten, sind dann aber ausversehen rein und machen direkt einen Rundgang durch die Residenz. Anschließend kapiere auch ich, wo es zum Hofgarten geht und dort spazieren wir uns die Beine müde.

Als sich die Sonne dann schließlich auch wieder verabschiedet, setzen wir uns in den Volvo und fahren müde nachhause.

bier in landshut

Ich hatte heute in München zu tun und möchte mir nun noch Landshut angucken. Am Stadtrand habe ich mir ein Hotel gebucht, checke ein und mache jetzt einen ausgiebigen Spaziergang, ehe Herr B. eintrifft. Herr B. wohnt ein halbes Stündchen entfernt und so haben wir uns für heute Abend auf ein Bierchen verabredet.

Am Ländtor beginnt mein Spaziergang entlang der Isar, ich genieße das herrliche Sommerwetter und kehre am Bismarckplatz um. Über die Mühleninsel geht es zum Volksfestplatz. Da wäre jetzt eigentlich Dult oder so. Stattdessen haben sie einen winzig kleinen Biergarten geschaffen mit allmöglichen Coronaregeln. Sieht erstmal so gar nicht einladend aus, aber wie ich uns kenne gibt es dort später ein paar Biere.

Mit wildem Getose trifft schließlich Herr B. ein und wie erwartet sitzen wir auch zügig im Biergarten. Es ist wenig los, das Maß randvoll und das Essen lecker. Gute Stimmung kommt hier allerdings keine auf – Musik ist nämlich verboten, da sterben bekanntlich ja Menschen dran. Auch sonst ist alles irgendwie ein wenig trostlos. Also wackeln wir weiter, latschen ein wenig durch die Innenstadt und stolpern dann in einen Irish Pub. Hier versacken wir bei leckeren Getränken und guter Mucke bis Mitternacht, ich verabschiede mich von Herrn B. – der muss morgen nämlich arbeiten – und marschiere dann zu meinem Hotel.

An meinem Hotel scheint direkt vor meinem Fenster eine kleine Party stattzufinden – so werde ich unmöglich schlafen können und die Truppe scheint ganz nett zu sein, also geselle ich mich auf zwei Bierchen dazu und wackle dann noch viel später als gedacht zu Bett. In Zeiten von „Social Distancing“ sind mir solche Begegnungen besonders wichtig.

motorsport-wagen

In einigen Wochen steht unsere alljährliche Rallye an und leider haben wir völlig besoffen ein paar neue Regeln aufgestellt und um diesen gerecht zu werden, fahren wir heute nach Schweinfurt.

Die Regeln umfassen unter anderem:

  • Es darf keine Marke gefahren werden, mit der man schon an einer Rallye teilgenommen hat
  • Das Fahrzeug darf max. 500,-€ kosten – Reparaturen, HU usw. inklusive
  • Das Fahrzeug muss mindestens 20 Jahre alt sein
  • Das Fahrzeug darf nicht über Xenonscheinwerfer verfügen

Es fällt mir schwer nicht mit dem Kadett zu fahren, aber Regeln sind nunmal Regeln und so hole ich heute bei Herrn S. einen Supergau auf vier Rädern. Es ist ein Ford Fiesta, hat rund 75.000km gelaufen, ist 23 Jahre alt, hat ein Automatikgetriebe und kostet lediglich 100,-€ Der TÜV läuft leider im Oktober ab, die Rallye ist im November – aber das stört mich nicht. Ein bisschen Überziehen inmitten einer Pandemie sollte jawohl drin sein.

Zuhause angekommen hasse ich den Wagen bereits enorm, er bekommt auch schnell neue Bremsen, da diese leider nicht mehr vorhanden sind und wird fix umgelabelt, sodass keinem auffällt, dass ich einen Ford fahre.

Die Rallye sollte ursprünglich nach Rumänien gehen, das wird wegen der Pandemie leider nichts und so stehen aktuell einige Alternativen bereit, entschieden wird dann kurzfristig, denn Planungssicherheit ist ohnehin keine gegeben.