durchbruch #4

Das war eine harte Nacht – 8 Stunden unentwegt Tanzen macht man in meinem Alter eigentlich nicht mehr. Glücklicherweise ist aber heute wieder einer unserer legendärer Ruhetage! Kein Konzert, kein Stress und für gewöhnlich irgenwie dann doch furchtbar anstrengend.
Wir verlassen unseren Schotternachtplatz und gurken nach Neumarkt in der Oberpfalz. Bei Fritz-Berger wird wieder Ver- und Entsorgt und anschließend plündern wir einen Aldi sowie einen Burger King.
Nächster Halt Regensburg. Auf einem Parkplatz hier machen wir es uns gemütlich und spazieren dann in ein Einkaufszentrum. Es gab kein vernünftiges Bier im Aldi und der Vodka war auch nichts für meinen Gaumen. Mit den Einkäufen geht’s zurück zum Stellplatz und dann kommt auch schon Herr S. vorbei. Den haben wir bei Rock am Berg kennengelernt und heute trinken wir mal wieder zusammen. Frau A. gesellt sich auch noch zu uns und so glühen wir ein wenig im Wohnmobil vor, bis wir schließlich die Altstadt unsicher machen.

Hier stößt noch eine Freundin von Ben zu uns und schon essen wir mal wieder. Heute gibt es Thai und zur Nachspeise etliche Kaltgetränke in einer Bar. Wir verhocken hier bis die Bude dann schließt und heute schlafen wir zu dritt im Ducato. Das hatte plötzlich etwas von Schullandheim und so kichern wir uns in den Schlaf – morgen wirds sicher wieder anstrengend!

durchbruch #3

Man hat der Schlaf herrlich gut getan! Nun versuche ich auf die schnelle klarzukommen und dann gibt es auch schon Frühstück. Marcs Mutter kommt zu Besuch und gemeinsam frühstücken wir im Ducato – entgegen Marcs Befürchtungen benehmen wir uns ganz vorzüglich und fahren gegen Mittag dann aber endlich los. Am Abend wollen wir immerhin in Nürnberg sein.

Wiesbaden verlassen wir jedoch nicht ohne Souvenir – Marc dated kurzerhand einen Rotlichtblitzer und wird in Bälde dann sicher unerfreuliche Post bekommen. Am ersten Rasthof versorgen Ben & Ich uns mit Bier und ich weiß es direkt zu schätzen, zur Abwechslung mal nicht fahren zu müssen.
An der Erwin Hymer World Ver- und Enstorgen wir und ich schlendere ein wenig durch den Laden. Verrückt was man also Camper so alles (nicht) braucht.

Nun aber nach Nürnberg! Frau T. aus Stuttgart ist zusammen mit ihrem Göttergatten auch schon auf den Weg und wie wir ankommen geht es schon wieder los. Vorglühen und Überlegungen was wir denn nun essen. Schnell ist klar – es wird gedönert! Also machen wir uns langsam auf den Weg zum Konzert und kehren bei der ersten Dönerbude ein. Lecker wie immer und gut gesättigt geht es in den Club Stereo. Kleiner Laden und ich freue mich nun wahnsinnig auf Liedfett. Die Vorband haben wir verpasst und Liedfett liefern super ab. Das Publikum ist auch ganz angenehm und auch der Club selbst gefällt mir irgendwie.
So verwundert es kaum das Marc und Ich erst morgens um 04.00 zurück zum Wohnmobil schlendern – natürlich nicht ohne noch einen Döner verspeist zu haben.

durchbruch #2

In Wiesbaden angekommen lege ich mich zu allererst aufs Ohr und erwache rasch als hinter dem Wohnmobil ein paar jugendliche Idioten eine Schlägerei anzetteln. Danke dafür! Anschließend machen wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt und verspeisen leckere Pommes an einem Imbiss, ehe es dann zum alltäglichen Vorglühen ins Wohnmobil geht.

Dass ich den ganzen Tag über eigentlich mehr als genug vorgeglüht habe, merke ich zu meinem Bedauern nicht und trinke mit Selena so einigen Gin bis wir dann in den Schlachthof gehen. Als Vorband ist dieses Jahr John Winston Berta mit am Start und mir taugt die Musik nicht so wirklich. Entweder liegt es daran oder an dem recht anstrengenden Tag, – mir jedenfalls geht es furchtbar übel und so verbringe ich das erste Konzert ganz einfach im Wohnmobil. Während die anderen viel Spaß bei Liedfett haben gehe ich zu Bett und hole endlich Schlaf nach, wohlwissend Liedfett in den nächsten Tagen noch oft genug zu hören.

Gegen Mitternacht werde ich dann geweckt, das Konzert ist vorüber und Ben hat unterwegs noch zwei Mädels aufgegabelt. So findet in meiner Schlafpause noch eine kleine Aftershowparty statt und ich freue mich schon wieder horrend auf das bequeme Bett im Kastenwagen.

durchbruch #1

Der Bus ist nun durchrepariert und bereit zum Einsatz. Wie schon vor zwei Jahren gehen wir wieder auf Liedfett-Tour! Die Hamburger Band versteht es uns zu begeistern und so habe ich im Sommer unendlich viele Tickets für die bevorstehende Tour geordert. Wie auch schon vor zwei Jahren starten wir die Tour in Heidenheim mit dem berüchtigten Tag Null. Ich vermute, der wird wieder am schlimmsten und mit Sicherheit werde ich Recht behalten.

Neben Marc ist noch Ben aus Mühldorf am Start und Selena wird morgen zu uns stoßen – die ist clever genug Tag Null ausfallen zu lassen.
Am Abend gehen wir zusammen mit meiner besseren Hälfte zu Kochlöffel, stopfen uns mit Unfug voll und stolpern dann geradewegs nebenan in die Kneipe „Zum Alten Hut“. Es kommen noch weitere Freunde und so eskalieren wir bis spät in die Nacht, trinken feuchtfröhlich um die Wette und wie vor zwei Jahren artet es mit Ben dermaßen aus, dass ich am liebsten schon jetzt die Tour abblasen würde.

Am Morgen, nach wenigen Sekunden Schlaf, wackeln wir zum Metzger, ordern zwei Bier und ein paar Leberkässemmeln. Den Verkäuferinnen haben wir sicher den Tag versüßt! Und nun wird es endlich Zeit loszufahren. Unser ersten Konzert heute findet in Wiesebaden statt uns bis dahin ist es ein weiter Weg. Marc fährt, Ben & Ich trinken. In völliger Bierlaune vom gestrigen Abend schieße ich übers Ziel hinaus und als wir irgendwo auf der A3 auf Selena mit ihrem Ducato-Camper treffen, bin ich längst betrunken.