opelfeucht

Der Alltag hat uns wieder – kurz entfliehen muss trotzdem drin sein.

Das Wetter spielt mit, also fuhren wir zum Opeltreffen nach Feuchtwangen. Manchem Gesicht Hallo sagen & schöne sowie weniger schöne Opels ansehen.

Das Treffen lockte ca. 300 Opel aus überwiegend Süddeutschland an, bot neben dem obligatorischen Schönheitswettbewerb auch ein reichhaltigen Angebot an Essen & Trinken und hätte gemütlicher kaum sein können.

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maikäfers

Irgendwann haben wir es tatsächlich geschafft unser nächstes Etappenziel zu erreichen.

Die zwei Stunden bis Hannover kamen mir endlos vor – wie sich aber herausstellte ein lohnender Weg. Es schien als hätte sich jeder luftgekühlte Volkswagen aus vergangenen Tagen in Hannover eingefunden. Eine schier unendliche Anzahl an Fahrzeugen mit interessanten Geschichten dahinter. Natürlich hat die Zeit in keinsterweise ausgereicht.

So schlenderten wir, pizzaessend, ein Weilchen über das Messegelände, trafen Familie M. – angereist aus Heidenheim und bereiteten uns schon bald auf den Heimweg vor – wobei das nur bedingt passt, von zu Hause sollte es direkt weiter in den Süden gehen.


Neben meinem Kadett schaffte es ein weiterer Opel nach Hannover – Berti & Uschi hab‘ ich leider nicht entdeckt

retro classics

Die Palmbrezel lassen wir heute links liegen und fahren bewaffnet mit meinem Kadett Cabrio und einem VW T3 nach Stuttgart zu Europas größter Oldtimermesse.

2009 war ich zuletzt auf der Messe, damals noch in den Kinderschuhen und viel sympathischer, glänzt sie heute nur noch durch Yuppiekisten und dazugehöriger Spekulanten. Es mag sicher den Geschmack vieler treffen, aber mir persönlich kommt irgendwann nur noch Galle wenn ich an jedem Stand mindestens einen Sambabus und einen 300SL Gullwing sehe.

Streng genommen könnte man das „Oldtimer“ durch „Mercedes/Porsche“ ersetzen – würde keiner merken! Für den Ottonormal Young- & Oldtimerfan ist die Messe doch recht schwer verdaulich, abgesehen von überrestaurierten Prachtexemplaren jenseits des Erschwinglichem ist da leider nicht allzu viel.

Trotzdem ist ein Besuch natürlich keine Zeitverschwendung, wenn man sich der wenigen interessanten Fahrzeuge widmet.

Perfektes Beispiel hierfür ist dieser Ur-Kadett mit Wehrmachtshistorie. Eine Vollrestauration blieb ihm erspart, TÜV und Zulassung sind vorhanden und die Historie äußerst interessant – und all das muss nicht zwangsläufig 500.000€ kosten. Er bekam von der Jury einen Sonderpokal verliehen – vermutlich aus oben genannten Gründen.

Sonst hat sich leider wenig getan – es sind immer dieselben Autos mit immer denselben Mondpreisen. Am interessantesten, wie so oft, fand ich den Besucherparkplatz.

Auf dem Heimweg kehren wir noch in Lauterstein im „Ställe Motorradtreffpunkt“ ein – nix los bei dem widerlichem Wetter & das Essen ausgesprochen gut&günstig.

klassikstadt

Angekommen in Frankfurt – keine Spur von Frühling, alles ist grau und nebelbehangen. Vielleicht sind es auch nur dagebliebene Rauchschwaden der Blockupy-Kasper.

In Frankfurt besuche ich die Klassikstadt – ein monumentaler Fabrikkomplex von 1910, welcher nicht nur zwei Kriege unbeschadet überstanden hat, sondern auch einen ständigen Wechsel verschiedener Firmen und Verwendungszwecke.
Das Gebäude lädt zum Flanieren ein, in jeder Ecke haben sich verschiedene Oldtimer und Sportwagenfirmen niedergelassen & bieten ihre Fahrzeuge und Dienstleistungen an.

Neben die unzähligen Oldtimern kann man auch Sportwagen aller Gattungen bestaunen und so manchem Mechaniker bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Auch mancher wirklicher Exot lässt sich finden und auch viele kommende Klassiker.

Der Eintritt ist kostenlos – neben der dauerhaften „Ausstellung“ sind jährlich auch einige Events.